Der Versandhaus-Blog von Markus Howest

Wettbewerbsvorteil Filiale: Expert baut seine Multichannel-Strategie aus

30.06.15 von Redaktion Versandhausberater

Expert treibt seine Entwicklung als Multichannel-Händler weiter voran. Die Elektronik-Verbundgruppe hat dazu neue strategische Schritte vorgestellt: Das Hauptaugenmerk liege nach wie vor auf der Produktkompetenz - stationär wie online. Nun sollen Online-Kunden im nächsten Schritt auf eine detaillierte Verfügbarkeitsanzeige auf der Website ihres Fachmarkts zurückgreifen können.

Im letztjährigen Weihnachtsgeschäft hatte Expert das Angebot auf der zentralen Homepage sowie auf den teilnehmenden Händler-Websites erweitert. Kunden haben seither die Option sich online über das vollständige Sortiment ihres lokalen Expert-Händlers zu informieren. Auch können Preise und Verfügbarkeiten abgefragt und Geräte reserviert werden. Derzeit haben 283 Expert-Märkte das Angebot auf ihren Websites integriert. Über 18.000 Artikel sind online abrufbar.

In den letzten sechs Monaten verzeichnete expert über 120.000 Anfragen – etwa die Hälfte davon außerhalb der Geschäftszeiten und jede dritte bis jede zweite über mobile Devices. Dr. Stefan Müller, Vorstand der Expert AG: „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung, da deutlich mehr als die Hälfte der Anfragen zu Umsatz in unseren Fachgeschäften und Fachmärkten führt.“ Ziel sei es, die vorhandenen Prozesse schrittweise anzupassen und weiterzuentwickeln. Denn bislang kann man im Expert-Onlineshop nur auf ein begrenztes Sortiment zurückgreifen. Die gesamte Produktpalette ist dagegen nur stationär verfügbar.


Doch die Strategie scheint langfristig aufzugehen: Die Expert AG hat das Geschäftsjahr 2014/2015 mit einem Umsatzplus von 5,5 Prozent abgeschlossen - besser als die Branche insgesamt. „Uns ist es gelungen, die Flächenproduktivität kontinuierlich zu steigern. Hier liegt auch weiterhin unser Fokus und wir setzen alles daran, die Leistung auf der Fläche zu perfektionieren“, erklärt  Volker Müller, Vorstandsvorsitzender der Expert AG.

Das Multichannel-Konzept der lokalen Verfügbarkeit als zusätzlichen Wettbewerbsvorteil, neben einer reinen Logistikleistung, die Pure Player wie Amazon erbringen, wird für Verbundorganisationen immer wichtiger. Per zentraler E-Commerce-Lösung wird Ware in der Filiale aus der Filiale angeboten, nicht in Konkurrenz zum zentralen E-Commerce, sondern im Rahmen einer Omnichannel-Stratgie.

Gruner + Jahr übernimmt Foodportal Delinero

30.06.15 von Markus Howest

Gruner + Jahr baut seine Community of Interest-Strategie weiter aus. Nachdem erst kürzlich mit der Übernahme des digitalen Marktplatzes für Geschenkideen Danato der Bereich Wohnen um eine E-Commerce Plattform ergänzt wurde, erhöht das Verlagshaus nun seine Anteile an Delinero, dem Hamburger E-Commerce Unternehmen für Premium-Lebensmittel auf 100 Prozent.  Seit dem Einstieg beim Foodportal im Juni 2013 hat Gruner + Jahr seine Beteiligung nach und nach ausgebaut. Offenbar mit Erfolg: Nach Angaben des Medienkonzerns konnte Partner Delinero seinen Umsatz in 2014 gegenüber dem Vorjahr gar verdoppeln. Kein Wunder, dass sich beide Seiten nun mit der Übernahme bestens aufgestellt sehen, um den "Ausbau der Marktführerschaft im Food-Segment" anzustreben.

Dabei vertrauen die beiden Partner auf eine bisher erfolgreiche Verknüpfung: Die G+J-Marken helfen Delinero, als Marke bekannt zu werden, und das eigene Produktsortiment passt zur Zielgruppe der G+J-Foodmarken. Delinero.de bietet derzeit neben exklusiven Lebensmitteln regionaler Hersteller kulinarische Food-Boxen im monatlichen Abonnement an.

Gruner + Jahr ist nun Alleingesellschafter bei Delinero. Die bisherigen Geschäftsführer Anne Leuschner, Helge Morgenstern (CTO) und Daniel Schmerbauch (COO) führen die Geschäfte unverändert fort.

 

 

Orion erwartet deutliches Umsatzplus

30.06.15 von Markus Howest

Im endenden Geschäftsjahr 2014/2015 wird der Erotik-Versender Orion nach aktuellem Auswertungsstand das anvisierte Umsatzplus von 1 Prozent voraussichtlich "signifikant übertreffen" wie der Flensburger Versender auf Nachfrage gegenüber dem Versandhausberater bestätigt. Allerdings habe Orion festgestellt, "dass der Medienhype um "Shades of Grey" wesentlich größer war als der von dem Film ausgelöste Umsatzhype bei Orion", ordnete eine Sprecherin die Umsatzentwicklung des Versenders ein und fügte hinzu: "Unsere Kunden haben sich schon immer von unseren Produkten aus dem SM-/ BDSM-Sektor fesseln lassen - auch schon lange vor "Shades of Grey"."

Zur Erinnerung: Im Geschäftsjahr 2013/2014 hatte Orion einen Nettoumsatz von 64,5 Mio. Euro erzielt und lag damit um 5,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (68,43 Mio. Euro), dem Jahr, als der besagte Erotikthriller erschien und den Flensburgern ein kräftiges Umsatzplus von elf Prozent in die Kassen spülte. Dieser Posten fehlte im vergangenen Jahr.

Gruner + Jahr kauft Marktplatz für Geschenkideen

11.06.15 von Markus Howest

Was der Burda-Fashiontitel "Instyle" ab Juli seinen Lesern und Fans mit der "InstyleBox" an Mehrwert bietet, macht das Verlagshaus Gruner + Jahr mit dem jetzt übernommenen digitalen Marktplatz für Geschenkideen Danato: Es ergänzt seine starke Position im Bereich Wohnen mit dem Aufbau einer neuen E-Commerce-Plattform unter der Marke Schöner Wohnen. Der 2011 gegründete Markplatz soll nun in den Verlag eingegliedert und im Segment Living ausgebaut werden, teilt das Verlagshaus mit. Die Leitung von Danato liegt weiter in den Händen von Gründer Jörg Überla.

Überla sieht in der künftigen Zusammenarbeit die Chance, dass die "starken Living-Marken von Gruner + Jahr mit ihrer hohen Reichweite Danato zusätzliche Kunden erschließen" werden. Und aus Verlagssicht will man naturgemäß das Know-how des Startup nutzen, um im E-Commerce besser Fuß fassen zu können. Denn die Suche nach neuen Monetarisierungsmodellen ist für Verlage oberste Pflicht.

Testlauf: QVC fördert virtuelle Anprobe

10.06.15 von Markus Howest

Mit seiner aktuellen „Click & Chic“-Aktion wollte der Multichannel-Händlers QVC neue Maßstäbe für das digitale Shopping der Zukunft setzen. Der Shopping-Kanal setzte eine virtuelle Ankleidekabine im April und Mai zum Test in hoch frequentierten Einkauszentren fünf deutscher Städte ein. Hier konnten sich Mode-Fans ihr Lieblingsoutfit per Gestensteuerung zusammenstellen.

Die Technologie fu?r die virtuelle Anprobe basiert auf einer speziellen Software, die an die Anforderungen von QVC angepasst wurde. Die Aktion habe an allen fünf Test-Standorten viel Aufmerksamkeit ausgelöst, sogar über alle Altersguppen hinweg, freut sich QVC über viel Zuspruch und wertet somit die Testreihe als Erfolg Trotzdem war es zunächst wohl nur ein Ausflug in die Augmented-Reality Welt, noch ist ein realer Einsatz Zukunftsmusik.

Multichannel-Strategie: Rose führt Rebranding durch

09.06.15 von Markus Howest

Der Radhersteller Rose Bikes GmbH hat für sein Rebranding die on- und offline Kanäle stärker miteinander verbunden und dabei den individuellen Rad-Konfigurator als verbindendes Element in den Mittelpunkt gestellt. „Das Konfigurieren von Fahrrädern nach Kundenwünschen ist unsere Kernkompetenz“, unterstreicht Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer von ROSE Bikes.

Durch das Rebranding werde dies nun stärker betont.Auch die Einführung der neuen Domain Rosebikes.de zeigt den Markenname nun in insgesamt 14 europäischen Ländern in einem einheitlichen Licht. Bisher war das Unternehmen in Deutschland unter dem Namen ROSE Versand aktiv.

Die Schweden kommen: FYNDIQ startet in Deutschland

03.06.15 von Markus Howest

Im Segment der Online-Marktplätze wird es in Deutschland bald etwas enger werden. Denn der schwedische Mitbewerber FYNDIQ geht nach eigenen Angaben in Kürze in Deutschland online, das Headquarter wird in Berlin sein. Dies könnte insbesondere aufgrund der Spezialisiereung auf Sonderangebote und der günstigen Konditionen für Händler tatsächlich für Amazon & Co eine ernsthafte Bedrohung werden.

Immerhin haben die Schweden in ihrem Heimatland Konkurrent eBay bereits hinter sich gelassen. Gut für den Deutschlandstart ist sicher auch, dass es hierzulande bisher keinen Marktplatz mit einer solchen Schnäppchen-Ausrichtung gibt. Die Händlervorteile bei den Schweden klingen zudem attraktiv: Keine Einrichtungspauschale und keine monatliche Grundgebühr, zudem kein Direktverkauf (damit keine Konkurrenz für Marktplatzhändler). Obendrein werben die Skandinavier mit einem transparenten und günstigen Kostenmodell. Und schließlich fordern sie eine Verkaufsprovision von einheitlich fünf Prozent. Man darf sehr gespannt sein, wie sich die Anteile im Marktplatz-Geschäft künftig entwickeln werden.

Personalie bei Otto: Katy Roewer löst Petra Scharner-Wolff ab

02.06.15 von Markus Howest

Die 39-Jährige Katy Roewer hat zum 1. Juni die Position der Bereichsvorständin Service bei der Otto-Einzelgesellschaft übernommen und ist damit verantwortlich für den Bereich Personal und Steuerung. Sie folgt auf Petra Scharner-Wolff, die - wie bereits im Vorfeld angekündigt - in den Vorstand der Otto Group wechselt und dort für den Finanzbereich zuständig sein wird.

Die gelernte Diplom-Kauffrau Roewer startete ihre berufliche Laufbahn bei PricewaterhaouseCoopers in Berlin, 2001 wechselte sie dann in den Bereich Konzerncontrolling-Beteiligungen bei Otto, wo sie 2006 Abteilungsleiterin wurde und damit das Controlling u.a. der französischen 3SI Group, der EOS-Gruppe sowie der Bonprix-Gruppe übernahm. Ab 2008 war Roewer als Direktorin Konzern-Controlling Beteiligungen für das Controlling aller Konzernfirmen weltweit verantwortlich.

Partner im Handel: Mit Uber auf die Überholspur?

28.05.15 von Markus Howest

So langsam scheint der Handel zu erkennen, dass im Fahrdienst Uber mehr stecken könnte als der reine Chaffeurdienst für Pesonen von A nach B. Target Chef Brian Cornell hat in einem Interview laut recode.net den in Deutschland mittlerweile verbotenen Fahrdienst als möglichen Partner für den Handel ins Spiel gebracht. Und wäre damit womöglich für viele Versandhändler eine willkommene Hilfe als flexibler und schneller Lieferdienst - sogar mit möglichen Vorteilen gegenüber Amazon & Co. 

Immerhin bereitet sich Uber schon als künftiger Partner vor und bildet sein Personal in den USA derzeit bereits für den Einsatz als Paketzusteller aus. In den USA sind laut Techcrunch bereits Tests für Same Day Delivery angelaufen, an denen sich bekannte Namen wie Neiman Marcus, Louis Vuitton oder Hugo Boss beteiligen. Weitere 400 Händler sollen bereits in Gesprächen mit Uber sein um taggleiche Lieferungen zu übernehmen. 

Wie bereits mehrfach im Versandhausberater erklärt, zeigt sich nun, wie enorm groß die Relevanz eines neuen Partners für logisitische Zwecke sein kann. Nur schade, dass durch das Verbotsurteil für Uber hierzulande Tests und Experimente für den Multichannel derzeit nicht möglich sein werden. Es wird wieder viel Zeit vergehen bis ein neuer Antrag evtl. eine neue Grundlage schafft, auf der eine Genehmigung denkbar wäre. 

Media-Saturn erweitert die Bezahloptionen am POS

26.05.15 von Markus Howest

Die beiden Elektrofachmärkte Media Markt und Saturn feilen weiter an ihrem neuen Image und lassen keinen Zweifel daran, dass Sie hierzu auch beim Bezahlvorgang neue zukunftsweisende Optionen zugunsten des Kunden zum Einsatz bringen. Den Anfang macht jetzt, dass Kunden in allen deutschen Filialen ihre Einkäufe auch per Kreditkarte tätigen können. Hierzu kooperieren die Metro-Töchter mit MasterCard und Visa.

Weiter geht es dann im Herbst mit der eigentichen Umwälzung. Denn dann werden in den derzeit 417 deutschen Märkten alle rund 3.500 Zahlungsterminals mit der Nahfunk-Technologie NFC ausgestattet, die das kontaktlose und das mobile Bezahlen akzeptieren. Dies teilt die Elektromarktkett mit. Demnach benötigen Kunden dann lediglich eine MasterCard oder Visa Karte mit kontaktlos Funktionalität beziehungsweise ein NFC-fähiges Smartphone mit entsprechenden Apps der beiden Kreditkarten-Anbieter.

Mit der Einführung der neuen Bezahlmethoden am POS sieht sich Media-Saturm bestens aufgestellt, um die Voraussetzungen für das Bezahlen der Zukunft in einer Multichannel-Welt zu erfüllen.  

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