Der Versandhaus-Blog von Markus Howest

Langsam ausgebrütet: Aldi plant Onlineshop in Großbritannien

20.03.15 von Markus Howest

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der Lebensmittel-Discounter Aldi seine Zurückhaltung in puncto E-Commerce abgelegt und steht vor dem Launch eines Onlineshops in Großbritannien. Nicht von ungefähr startet der Discounter auf der Insel, ist hier doch die Affinität Lebensmittel online zu bestellen deutlich ausgereifter und verbreiteter als hierzulande. Und zugleich ist die Filialdichte in UK längst nicht so hoch ist wie im Stammland Deutschland.

Wie die Lebensmittelzeitung berichtet hat sich die Entscheidung vor alllem in den vergangenen zwei Jahren langsam angebahnt, zuletzt soll der Discounter vermehrt Online-Spezialisten zu Rate gezogen haben. Auch wenn Aldi in Sachen E-Commerce eher als Nachzügler gilt, ganz ohne Erfahrungen im Online-Bereich ist Aldi jedoch nicht: In Australien betreibt der Discounter bereits seit zwei Jahren einen Onlineshop für Spirituosen.

Ob nun der Durchbruch im E-Commerce gelingt und sich auf Deutschland überträgt? Mit diesem Schritt wird diese Option zumindest wahrscheinlicher. E-Commerce-Spezialist Ansgar Holtmann, der ohnehin fest überzeugt ist, dass der Distanzhandel mit Lebensmitteln zunehmen wird, kann sich auf Nachfrage folgende Strategie vorstellen: "Erfahrung in UK sammeln, dort lernen wo die Margen höher sind und das „Lehrgeld“ nicht direkt die komplette Marge auffrisst. Dann die Prozesse und Erfahrungen nach Deutschland übertragen", so sein mögliches Szenario. Mit der Konsequenz, dass Aldi in Deutschland schnell "den Ton bei der Lebensmittel-Lieferung angeben" könnte, so die Prognose des Spezialisten.

Denn in Deutschland experimentiert die Branche nach wie vor. Noch rechnet es sich nicht. "Aber man setzt wohl auf die Amazon-Grundstrategie: get big fast – earn money later"

Otto profitiert vom frühen Wandel hin zum Onlinehandel

19.03.15 von Markus Howest

Otto schreitet weiter voran auf seinem profitablen Wachstumskurs. Auch im ?Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 28. Februar 2015) konnte die Otto-Einzelgesellschaft den Umsatz um ca. drei Prozent auf 2,335 Mrd. Euro steigern, der Gewinn lag auf dem Niveau des Vorjahres, teilen die Hanseaten im Rahmen ihrer Bilanzpräsentation mit. Man habe frühzeitig den Wandel hin zum Onlinehandel forciert sieht sich der Versandhändler in seiner Strategie bestätigt: „Wir haben unseren Umsatz in den letzten fünf Jahren bei einer konstant hohen Rendite um rund eine halbe Milliarde Euro gesteigert”, erklärt Konzernvorstand Alexander Birken.

So habe der Konzern allein im vergangenen Jahr rund 60 Mio. Euro u. a. in die Technologie- und Sortimentsentwicklung investiert. Und auf diesem Weg wird es auch künftig weitergehen. Die rentable Entwicklung schafft hierfür die Grundlage. So wird für das kommende Jahr die Investition in die Stärkung der eigenen Position im Onlinehandel auf eine dreistellige Millionensumme aufgestockt. Die Gelder werden nach Otto-Angaben z.B. in zukunftsträchtige Felder wie das Online-Performancemarketing oder die Weiterentwicklung des Webshops fließen. Mehr noch: Auch in bis zu 300 neue Arbeitsplätze wollen die Hamburger investieren. Sie wissen, wie wichtig die klugen Köpfe für die weitere Digitalisierung ist.


Doch zurück zum vergangenen Jahr. Einerseits sei die schwache Marktentwicklung im Textilmarkt auch an Otto nicht spurlos vorüber gegangen, heißt es. Andererseits konnten in den Bereichen Multimedia und Hauselektro sowie vor allem im Möbelsegment Marktanteile hinzu gewonnen werden. Hier liegt auch für die kommenden Jahre ein Schwerpunkt: Bis 2016 werden im deutschen Möbelhandel zusätzliche Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Dazu sollen vor allem die erfolgreichen Spezialshops ihren Anteil beitragen. Ihre Service- und Beratungsleistung werde die Kaufentscheidung im Netz erleichtern, so das Konzept.

Puccini-Group meldet Involvenz an, Walz-Gruppe hofft auf neuen Investor

10.03.15 von Markus Howest

Der Münchner Finanzinvestor Puccini-Group hat in der vergangenen Woche beim Münchner Amtsgericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Nun sucht der als Insolvenzverwalter beauftragte Rechtsanwalt Christian Gerloff nach Investoren für die Puccini-Töchter Walz-Gruppe (Baby Walz, Die moderne Hausfrau, Mirabeau, Walskidzz, Walzvital) und Planet Sports. Während die Beteiligung an Bon-A-Parte bereits an die dänische Modegruppe DK Company AS verkauft werden konnte, gestaltet sich der Verkauf von Planet Sports insbesondere nach dem Scheitern des Deals mit 21sportsgroup offenbar deutlich schwieriger. Ein Aufatmen scheint es hingegen bei der Walz-Gruppe zu geben. Einem Bericht der Schwäbischen Zeitung zufolge ist ein "strategischer Investor" für das schwäbische Traditionsunternehmen gefunden worden. Doch noch ist Vorsicht ist geboten: Trotz großer Hoffnung auf einen neue Unabhängigkeit vom strauchelnden Finanzinvestor ist das Geschäft noch nicht definitiv bestätigt.


Zum Hintergrund: Ende 2010 hatte die Puccini-Group als Tochter der US-Investmentgesellschaft Carlyle Group, die Fashion-Versender Elégance, Planet Sports, Vertbaudet, Bon-A-Parte sowie das Versandhaus Walz von der ehemaligen Arcandor-Tochter Primondo übernommen. Es folgten die Sanierung der Unternehmen und ihr Weiterverkauf.

Starinvestor Warrren Buffett übernimmt mittelständischen Motorradvertrieb

23.02.15 von Markus Howest

Starinvestor Warren Buffett ist weiter auf Einkaufstour. Zuletzt hatte der US-Investor mit den Zukäufen des Brokerunternehmens Charter sowie des Batterieherstellers Duracell auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt hat er über seine Investmentfirma Berkshire Hathaway den mittelständischen Händler für Motorradzubehör, Detlev Louis aus Hamburg übernommen, wie die Financial Times berichtet. Damit kommt Buffett seinem Ziel näher, weitere Standbeine im europäischen Markt aufzubauen. Vor allem ist ihm damit ein Zugang zum deutschen Markt geebnet. Der Kaufpreis ist für Buffett mit 400 Mio. Euro ein verhältnismäßig geringer Betrag, aber der Großinvestor zeigt sich gegenüber der Financial Times zufrieden damit "den Code für Deutschland geknackt" zu haben.

Ob es diesmal gelingt im Motorradvertrieb erfolgreich tätig zu werden, wird sich zeigen. Das letzte Engagement dieser Art beim legendären Hersteller Harley Davidson hatte keine nachhaltige Wirkung.

BEVH und HDE werden Träger der NEOCOM 2015

20.02.15 von Markus Howest

Zuletzt galt es als Wunschkonstellation, nun ist es Realität geworden. Der BEVH wird ab 2015 gemeinsam mit dem HDE Träger der NEOCOM werden. Und unterstützt in dieser Funktion die Leitveranstaltung für E-Commerce und Multichannel. Veranstaltet wird das Branchenevent  weiterhin vom Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt und dem Versandhausberater. Mit dieser Entscheidung wächst das zusammen, was nach Meinung der meisten Versender auch zusammengehört. Der BEVH kommt damit auch dem Wunsch vieler seiner Mitglieder und Partner entgegen, die sich nach einer gemeinsamen starken Branchenveranstaltung gesehnt haben. Der Verband gerade in einer so wichtigen Phase des Umbruchs nun die Möglichkeit, Entwicklungen und neue Lösungswege inhaltlich mit zu beeinflussen. Im Verbund mit den bewährten Partnern und Veranstaltern darf man künftig eine noch stärkere Signalwirkung von der Leitmesse erwarten. Gut, dass diese wichtige Entscheidung bereits jetzt gefallen ist, so dass die Zeit bis zur Neocom im Herbst gut genutzt werden kann.

Zur diesjährigen Neocom werden 1200 Kongressbesucher, mehr als 100 Referenten aus über 10 Ländern sowie 5000 Messebesucher und 220 Aussteller erwartet.

Quo vadis, BEVH? Neocom, Neu-Konstellation oder Inhouse

03.02.15 von Redaktion Versandhausberater

Die Fakten sind schnell zusammengefasst: Seit der BEVH in der vergangenen Woche verkündet hat, in Zukunft nicht mehr Partner des Etailment Summit zu sein, geht ein Aufatmen durch die Branche. Den Buschtrommeln zufolge ist gar von einer eindeutigen Wunschkonstellation für die Zukunft die Rede: Der Verband gestaltet künftig gemeinsam mit dem Versandhuasberater die Neocom als Leitmesse der Branche. Auch Reinhold Stegmayer hat in velen Gesprächen bei den Veranstaltungen der Branche herausgehört, "dass die Branche es liebend gerne begrüßen würde, wenn diese Partnerschaft wieder zusammenfinden würde."

Doch was ist, wenn sich diese Wünsche zerschlagen? Was bleibt als realistische Option dann noch übrig? Dass der Verband erneut ein Wagnis eingehen wird, ist äußerst zweifelhaft. Daher spricht viele für eine naheligende Lösung....

Erfahren Sie jetzt alles zu den Möglichkeiten von möglichen Neu-Konstellationen über Inhouse-Lösungen bis hin zur Neocom.

 

 

Rose Biketown: Musterbeispiel für optimale Verschmelzung

28.01.15 von Markus Howest

Die Rose Biketown München ist mit dem Store of the Year Award des Handelsverbandes Deutschland e.V. ausgezeichnet worden. Damit wurde der erst im Oktober vergangenen Jahres gestartete Fahrradspezialist für seine musterhafte Verbindung des stationären Einzelhandels mit digitalen Medien und dem Onlinehandel geehrt.Herzstück des Storekonzeptes ist die aus dem Internet bekannte Rad-Konfiguration, mit der Kunden ihre Bikes ganz nach individuellen Vorlieben zusammenstellen können. Hierzu stehen im Store 20 Tablets bereit, an denen die Bike-Kundschaft ihr Wahlmodell konzipieren kann. Sie kann aber auch von zuhause aus mit der Konfiguration im Onlineshop von Rose starten und im Laden unter fachkundiger Anleitung ihre Auswahl beenden. 

Mit dem Münchner Konzeptstore ist erstmals in der Geschichte dieses Awards ein Fahrradhändler in der Kategorie "Out of Line" prämiert worden. Dies mag für viele andere stationäre Einzelhändler ein Ansporn sein um mehr innovative Ideen und kreative Energie in die Waagschale ihre Business zu legen. Denn darum geht es vor allem in erster Linie.


Der Konzeptstore in München (www.rosebikes.de/biketown_muenchen) ist neben dem Flagshipstore in Bocholt das zweite stationäre Einzelhandelsgeschäft des Fahrradspezialisten.

Das Kompetenzteam für Ihre Stellensuche im Versand- und Distanzhandel

28.01.15 von Redaktion Versandhausberater

Der Versandhausberater und Stepstone verhelfen Ihnen zum Traumjob!

Wer kennt das nicht? Da ist man auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, hat etwas gefunden, denkt "Das passt!" - Passt dann aber irgendwie doch nicht so wirklich. Das ist ärgerlich und kostet unnötig Zeit. Das muss nicht sein! Mit der neuen Zusammenarbeit vom Versandhausberater und Stepstone wird Ihre Suche einfach, effektiv und erfolgreich.

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BEVH zieht die Reißleine und steigt beim etailment summit aus

21.01.15 von Markus Howest

Es war vorherzusehen, jetzt ist es passiert. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) beendet die Zusammenarbeit mit der DFV-Tochter The Conference Group und wird bereits in diesem Jahr nicht den bisher in Berlin stattfindenden E-Commerce Event etailment summit ausrichten. Stattdessen arbeitet der Verband an einer eigenen neuen Kongress-Lösung, wie der BEVH aus Nachfrage des Versandhausberaters bestätigt.

Ausdrücklich weist der Verband darauf hin, dass die Zusammenarbeit kein verlustreiches Geschäft gewesen sei und daher in erster Linie keine monetären Gründe für den Ausstieg in Betracht kommen. Auch inhaltlich habe der BEVH den etailment summit geprägt, heißt in einem offiziellen Statement: innovative Talkformate seien etabliert und prominente Persönlichkeiten aus Politik und der Branche des Interaktiven Handels gemeinsam auf die Bühne gebracht worden. Doch dies allein reiche nicht. Der Verband spricht davon, dass sich "das Format, bestehend aus Konferenz und Messe, am Standort Berlin nicht zufriedenstellend realisieren lässt." Damit ist natürlich u. a. der starke Besucherschwund der letztjährigen Veranstaltung gemeint, zu der rund 500 Teilnehmer weniger als im Vorjahr kamen.

Letztlich geht es dem Verband wohl einzig und allein darum, eine Spaltung der Branche zu vermieden. Denn zuletzt war immer wieder der Ruf nach einer großen einigenden Veranstaltung laut geworden, statt einen Flickenteppich verschiedener mehr oder minder wichtiger Kongresse und Messen zu besuchen. Zuletzt hatte sich die Neocom als Nachfolger des Versandhandelskongresses als gut besuchter Fachkongress und -messe etalblieren können.

Ob sich daher tatsächlich ein neuer Fachkongress mit Beteiligung des Verbandes entwickeln wird dürfte zumindest fraglich sein, denn damit würde man erneut Gefahr laufen, eine Spaltung der Branche zu begünstigen. So könnte der folgende Hinweis des Verbandes ein Indiz dafür sein, dass man künftig eher auf die eigenen Veranstaltungskompetenz setzt und von sich aus aktiv ist. "In den vergangenen zwei Jahren haben wir unter Beweis gestellt, dass wir in der Lage sind, neben der für Knowhow-Austausch bestens etablierten Workshop-Konferenz bevh 2.015 auch eine auf Geschäftsstrategien fokussierte, starke und finanziell erfolgreiche Konferenz auf die Beine zu stellen."

Klar ist, der Verband ist keine Zeitschrift, und kein Veranstalter und hat damit als Interessenvertretung für den Online-Handel einen klar anderen Fokus, der vor allem die Branche insgesamt im Blick haben muss und dieser natürlich verpflichtet ist. Schließlich wird sich der Verband nach dem klaren Zeichen vom dem vergangen Herbst gefragt haben, warum er eine Leistung für etwas erbringen sollte, bei dem das Aufwand- und Nutzen-Verhältnis nicht mehr zufreidenstellend ist. Zugleich weiß der BEVH, dass er sich als Interessenververband nicht gänzlich von der Eventbühne verabschieden darf. Um die Branche zu einen und zu festigen könnte daher einiges dafür sprechen, dass der Verband künftig Partner der Neocom werden wird. Doch warten wir es ab.

Derweil startet die Conference Group ins neue Kongressjahr mit einem überarbeiteten Konzept: Am 11. und 12. November wird die etailment 2.015 in Frankfurts zentralem Europaviertel im Kap Europa erstmals ihre Pforten öffnen.

Reservieren Sie sich diesen Tag im Kalender

15.01.15 von Redaktion Versandhausberater

Auf vielfachen Wunsch aus der Branche ist "das Familientreffen des deutschen Versandhandels endlich zurück!"

Der Versandhausberater lädt die Branche nach über 10 Jahren wieder zu den exklusiven Versendergesprächen ein. Wie immer ist die Teilnehmerzahl begrenzt und so können nur 15 Versender teilnehmen.

In bewährter Tradition findet in dem exklusiven Kreis ein ungewöhnlich direkter und offener Austausch über individuelle Fragen, Probleme und Herausforderungen der Branche statt.

Mehr unter: www.versandhausberater.de/veranstaltungen/versendergesprch2015.html

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Der „Versandhausberater“ bietet regelmäßig exklusive Praxis-Seminare rund um die Themen Kataloggestaltung, Onlineshop-Optimierung, Versandhandelsrecht und Social Media an.

Für Informationen zu den nächsten aktuellen Terminen und der Möglichkeit, unsere Referenten für eine Inhouse-Schulung zu buchen, wenden Sie sich bitte an Barbara Bergmann, .