Der Versandhaus-Blog von Markus Howest

Gruner + Jahr kauft Marktplatz für Geschenkideen

11.06.15 von Markus Howest

Was der Burda-Fashiontitel "Instyle" ab Juli seinen Lesern und Fans mit der "InstyleBox" an Mehrwert bietet, macht das Verlagshaus Gruner + Jahr mit dem jetzt übernommenen digitalen Marktplatz für Geschenkideen Danato: Es ergänzt seine starke Position im Bereich Wohnen mit dem Aufbau einer neuen E-Commerce-Plattform unter der Marke Schöner Wohnen. Der 2011 gegründete Markplatz soll nun in den Verlag eingegliedert und im Segment Living ausgebaut werden, teilt das Verlagshaus mit. Die Leitung von Danato liegt weiter in den Händen von Gründer Jörg Überla.

Überla sieht in der künftigen Zusammenarbeit die Chance, dass die "starken Living-Marken von Gruner + Jahr mit ihrer hohen Reichweite Danato zusätzliche Kunden erschließen" werden. Und aus Verlagssicht will man naturgemäß das Know-how des Startup nutzen, um im E-Commerce besser Fuß fassen zu können. Denn die Suche nach neuen Monetarisierungsmodellen ist für Verlage oberste Pflicht.

Testlauf: QVC fördert virtuelle Anprobe

10.06.15 von Markus Howest

Mit seiner aktuellen „Click & Chic“-Aktion wollte der Multichannel-Händlers QVC neue Maßstäbe für das digitale Shopping der Zukunft setzen. Der Shopping-Kanal setzte eine virtuelle Ankleidekabine im April und Mai zum Test in hoch frequentierten Einkauszentren fünf deutscher Städte ein. Hier konnten sich Mode-Fans ihr Lieblingsoutfit per Gestensteuerung zusammenstellen.

Die Technologie fu?r die virtuelle Anprobe basiert auf einer speziellen Software, die an die Anforderungen von QVC angepasst wurde. Die Aktion habe an allen fünf Test-Standorten viel Aufmerksamkeit ausgelöst, sogar über alle Altersguppen hinweg, freut sich QVC über viel Zuspruch und wertet somit die Testreihe als Erfolg Trotzdem war es zunächst wohl nur ein Ausflug in die Augmented-Reality Welt, noch ist ein realer Einsatz Zukunftsmusik.

Multichannel-Strategie: Rose führt Rebranding durch

09.06.15 von Markus Howest

Der Radhersteller Rose Bikes GmbH hat für sein Rebranding die on- und offline Kanäle stärker miteinander verbunden und dabei den individuellen Rad-Konfigurator als verbindendes Element in den Mittelpunkt gestellt. „Das Konfigurieren von Fahrrädern nach Kundenwünschen ist unsere Kernkompetenz“, unterstreicht Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer von ROSE Bikes.

Durch das Rebranding werde dies nun stärker betont.Auch die Einführung der neuen Domain Rosebikes.de zeigt den Markenname nun in insgesamt 14 europäischen Ländern in einem einheitlichen Licht. Bisher war das Unternehmen in Deutschland unter dem Namen ROSE Versand aktiv.

Die Schweden kommen: FYNDIQ startet in Deutschland

03.06.15 von Markus Howest

Im Segment der Online-Marktplätze wird es in Deutschland bald etwas enger werden. Denn der schwedische Mitbewerber FYNDIQ geht nach eigenen Angaben in Kürze in Deutschland online, das Headquarter wird in Berlin sein. Dies könnte insbesondere aufgrund der Spezialisiereung auf Sonderangebote und der günstigen Konditionen für Händler tatsächlich für Amazon & Co eine ernsthafte Bedrohung werden.

Immerhin haben die Schweden in ihrem Heimatland Konkurrent eBay bereits hinter sich gelassen. Gut für den Deutschlandstart ist sicher auch, dass es hierzulande bisher keinen Marktplatz mit einer solchen Schnäppchen-Ausrichtung gibt. Die Händlervorteile bei den Schweden klingen zudem attraktiv: Keine Einrichtungspauschale und keine monatliche Grundgebühr, zudem kein Direktverkauf (damit keine Konkurrenz für Marktplatzhändler). Obendrein werben die Skandinavier mit einem transparenten und günstigen Kostenmodell. Und schließlich fordern sie eine Verkaufsprovision von einheitlich fünf Prozent. Man darf sehr gespannt sein, wie sich die Anteile im Marktplatz-Geschäft künftig entwickeln werden.

Personalie bei Otto: Katy Roewer löst Petra Scharner-Wolff ab

02.06.15 von Markus Howest

Die 39-Jährige Katy Roewer hat zum 1. Juni die Position der Bereichsvorständin Service bei der Otto-Einzelgesellschaft übernommen und ist damit verantwortlich für den Bereich Personal und Steuerung. Sie folgt auf Petra Scharner-Wolff, die - wie bereits im Vorfeld angekündigt - in den Vorstand der Otto Group wechselt und dort für den Finanzbereich zuständig sein wird.

Die gelernte Diplom-Kauffrau Roewer startete ihre berufliche Laufbahn bei PricewaterhaouseCoopers in Berlin, 2001 wechselte sie dann in den Bereich Konzerncontrolling-Beteiligungen bei Otto, wo sie 2006 Abteilungsleiterin wurde und damit das Controlling u.a. der französischen 3SI Group, der EOS-Gruppe sowie der Bonprix-Gruppe übernahm. Ab 2008 war Roewer als Direktorin Konzern-Controlling Beteiligungen für das Controlling aller Konzernfirmen weltweit verantwortlich.

Partner im Handel: Mit Uber auf die Überholspur?

28.05.15 von Markus Howest

So langsam scheint der Handel zu erkennen, dass im Fahrdienst Uber mehr stecken könnte als der reine Chaffeurdienst für Pesonen von A nach B. Target Chef Brian Cornell hat in einem Interview laut recode.net den in Deutschland mittlerweile verbotenen Fahrdienst als möglichen Partner für den Handel ins Spiel gebracht. Und wäre damit womöglich für viele Versandhändler eine willkommene Hilfe als flexibler und schneller Lieferdienst - sogar mit möglichen Vorteilen gegenüber Amazon & Co. 

Immerhin bereitet sich Uber schon als künftiger Partner vor und bildet sein Personal in den USA derzeit bereits für den Einsatz als Paketzusteller aus. In den USA sind laut Techcrunch bereits Tests für Same Day Delivery angelaufen, an denen sich bekannte Namen wie Neiman Marcus, Louis Vuitton oder Hugo Boss beteiligen. Weitere 400 Händler sollen bereits in Gesprächen mit Uber sein um taggleiche Lieferungen zu übernehmen. 

Wie bereits mehrfach im Versandhausberater erklärt, zeigt sich nun, wie enorm groß die Relevanz eines neuen Partners für logisitische Zwecke sein kann. Nur schade, dass durch das Verbotsurteil für Uber hierzulande Tests und Experimente für den Multichannel derzeit nicht möglich sein werden. Es wird wieder viel Zeit vergehen bis ein neuer Antrag evtl. eine neue Grundlage schafft, auf der eine Genehmigung denkbar wäre. 

Media-Saturn erweitert die Bezahloptionen am POS

26.05.15 von Markus Howest

Die beiden Elektrofachmärkte Media Markt und Saturn feilen weiter an ihrem neuen Image und lassen keinen Zweifel daran, dass Sie hierzu auch beim Bezahlvorgang neue zukunftsweisende Optionen zugunsten des Kunden zum Einsatz bringen. Den Anfang macht jetzt, dass Kunden in allen deutschen Filialen ihre Einkäufe auch per Kreditkarte tätigen können. Hierzu kooperieren die Metro-Töchter mit MasterCard und Visa.

Weiter geht es dann im Herbst mit der eigentichen Umwälzung. Denn dann werden in den derzeit 417 deutschen Märkten alle rund 3.500 Zahlungsterminals mit der Nahfunk-Technologie NFC ausgestattet, die das kontaktlose und das mobile Bezahlen akzeptieren. Dies teilt die Elektromarktkett mit. Demnach benötigen Kunden dann lediglich eine MasterCard oder Visa Karte mit kontaktlos Funktionalität beziehungsweise ein NFC-fähiges Smartphone mit entsprechenden Apps der beiden Kreditkarten-Anbieter.

Mit der Einführung der neuen Bezahlmethoden am POS sieht sich Media-Saturm bestens aufgestellt, um die Voraussetzungen für das Bezahlen der Zukunft in einer Multichannel-Welt zu erfüllen.  

Otto-Bilanz: 5 Erkenntnisse für den weiteren Kurs

20.05.15 von Markus Howest

Richtig überraschend war es nicht, aber jetzt hat es die Otto Group auch offiziell verkündet: Im Geschäftsjahr 2014/2015 erzielten die Hanseaten einen Gesamtumsatz von 12,057 Mrd. Euro und legten damit nur minimal um 0,5 Prozent zu. Auf Deutschland entfiel ein Umsatz von 7,139 Mrd. Euro und damit ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Den Wermutstropfen liefert vor allem das Ergebnis: Das EBIT ging von 401 auf 79 Mio. Euro zurück, vor Steuern (EBT) steht gar ein Verlust von 125 Mio. Euro zu Buche. Was folgt daraus für das laufende Jahr?

1. Wer glaubt, dass die Konzernführung das Abrutschen in die Verlustzone mit demonstrativer Gelassenheit übergeht, der sieht sich getäuscht. Die Reaktion des Vorstandsvorsitzenden Schrader auf der Bilanzpressekonferenz zeigt, das die Zahlen der Konzernführung durchaus unter die Haut gegangen sind. Doch Ursache und Wirkung dieser Entwicklung sind bekannt. Und man scheint genau zu wissen, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss um wieder in die Gewinnzone zu kommen. Dabei gilt es die Gesamtstrategie nicht in Frage zu stellen, im eingeschlagenen Kurs sieht sich das Unternehmen durchaus bestätigt.

2. Doch es sind vor allem die "erheblichen Probleme" im Russland-Geschäft, die neue Lösungen erfordern. Hier will der Konzern nach eigener Aussage zunächst "auf Sicht fahren" und langsam wieder stark werden. Dazu wurden bereits Kosten gesenkt, kleinere Aktivitäten eingestellt und Kräfte gebündelt, wie es heißt. Ein leichter Hoffnungsschimmer könnte durch den erstarkten Rubel bereits in Sicht sein. Zugleich dämpft jedoch die sprunghaft gestiegene Aktivität der Chinesen in Form von Alibaba allzu zuversichtliche Einschätzungen. Möglicherweise drängen sie nun durch die Annäherung Russlands an China verstärkt auf den russischen Markt. 

3. Der Konzern wird künftig nicht ausschließen die ein oder andere Firma seiner derzeit 123 Firmen zu verkaufen oder hier und da Teilverkäufe anzustreben, dort, wo ein anderer starker Owner bessere Aussichten hat das Unternehmen profitabel zu führen.

Dr. Rainer Hillebrand4. Die Otto Group setzt auf Kontinuität und Berechenbarkei, so auch bei den Personalien. So hat der Aufsichtsrat entschieden, den Ende April 2016 auslaufenden Vertrag mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Rainer Hillebrand (Bild rechts) um weitere drei Jahre zu verlängern.

Und: Petra-Scharner Wolff wird bereits zum 1. Juni 2015 Finanzvorständin des internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns.

Kontinuierlich voran geht es auch bei der digitalen Transformation, nur soll hier das Tempo deutilch beschleunigt werden, so dass die Führungsebenen mit geballter Digitalkompetenz ausgestattet werden. Immerhin ist der E-Commerce nach wie vor DER Wachstumsmotor des Konzerns: Die weltweit mehr als 100 Onlineshops konnten den Umsatz um 5,1 Prozent auf knapp 6,5 Mrd. Euro steigern.

5. Auch im laufenden Jahr wollen die Hanseaten kräftig investieren - wie schon im vergangenen Jahr ist von einer dreistelligen Millionensumme die Rede, mit der die IT, Logistik und der Aufbau neuer Geschäftsmodelle gefördert werden soll. Ein neues Modell ist bereits auf den Weg gebracht: Mit der neu gegründeten 100-prozentigen Tochter Otto Group Media steigt der Konzern ein ins Geschäft mit Data Driven Advertising oder auch bekannt unter dem Buzzword Real Time Advertising, also der nutzerbasierte Vermarktung und Aussteuerung von Werbeflächen. Branchenexperte Torsten Ahlers (Bild rechts) wird als Chief Executive Officer (CEO) das Startup leiten.

 

 

Karstadt-Eigner will Kaufhof übernehmen

20.05.15 von Markus Howest

Karstadt-Eigentümer Rene Benko greift nach einem Bericht des Handelsblatt erneut nach der Metro-Tochter Kaufhof. Demnach soll ein schriftliches Übernahmeangebot über rund 2,9 Mrd. Euro auf dem Tisch liegen. Darüber habe der Metro-Aufsichtsrat bereits Anfang Mai diskutiert, heißt es in dem Bericht. Bereits im Jahr 2011 hatte Benko die Düsseldorfer Warenhauskette kaufen wollen, damals führte noch Nicolas Berggruen das Unternehmen. 

Seit Benko als Chef der österreichischen Signa-Holding die Warenhauskette im Sommer vergangenen Jahres übernommen hat, verfolgt er einen rigorosen Sparkurs. Die Folge sind Stellenstreichungen und Filialschließungen. Erst vor einer Woche wurde die Schließung von fünf weiteren Karstadt-Filialen angekündigt. Wie mehrfach berichtet, fiel dem neuen Eigner wie auch der Managerriege außer Sparen bisher wenig ein um eine Neustrukturierung des Konzerns einzuleiten.

Von dem Schritt die Tochter des Metro-Handelskonzerns übernehmen zu wollen versprechen sich die Karstadt-Lenker womöglich einen neuen Impuls für ihr Sanierungskonzept. Denn fest steht, dass Rivale Kaufhof auf dem Weg zum Multichannel inzwischen deutlich weiter vorangekommen ist. So hat der Filialist mit Hauptsitz in Köln in den vergangenen zwölf Monaten nach eigenen Angaben die eigene Technologie-Kompetenz verstärkt und die Online-Plattform galeria-kaufhof.de mittels agiler Entwicklung in Eigenleistung deutlich modernisiert.

 

 

Click & Collect: Bei Kohl's jetzt flächendeckend eingeführt

18.05.15 von Markus Howest

Während der US-Handelsriese Wal-Mart in einigen seiner Filialen erste Erfahrungen mit Click & Collect testet, ist die US-Warenhauskette Kohl's, die in den Staaten mehr als 1.100 Warenhäuser betreibt, schon ein Stück weiter. Hier hat man sich nach einem erfolgreich verlaufenen Pilotprojekt dazu entschieden, Click & Collect jetzt flächendeckend einzuführen. Der Grund: Von den Kunden, die ihre online bestellte Ware im Store abholen, kaufen zwischen 15 und 20 Prozent zusätzlich Waren im Store ein. Das Argument Mehrumsatz hat die Entscheider bei Kohl's überzeugt. Grund genug an weiteren Optionen zu basteln. So sollen Kunden künftig auch bei App-Bestellungen die Möglichheit haben ihre Ware in der Filiale abzuholen.

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