Der Versandhaus-Blog von Barbara Bergmann

Online-Marktplatz: Locafox und Simply Local machen gemeinsame Sache

01.07.16 von Redaktion Versandhausberater

Im Bereich der lokalen Online-Marktplätze zeichnet sich eine Konsolidierung ab: Die beiden größten Player hierzulande – LocaFox und Simply Local – schließen sich unter der Führung von LocaFox zusammen. Unterm Strich heißt das für den Konsumenten: Auf der LocaFox-Plattform findet der Kunde über 50 Millionen Angebote aus über 3.100 Geschäften in Deutschland.

Darüber hinaus kooperieren weitere regionale Zeitungsverlage mit LocaFox, wie der Marktplatz mitteilt. Auf diese Weise kann LocaFox nach eigenen Angaben sein Vertriebsnetzwerk deutlich ausbauen – die Anzahl der Städte, in denen Kunden künftig Angebote aus teilnehmenden Geschäften finden, steigt damit auf 16. 

 

Das Motiv für die Fusion mit Simply Local erklärt LocaFox-CEO Karl Josef Seilern: "Mit dem Zusammenschluss möchten wir uns nachhaltig als erste Online-Anlaufstelle für lokale Kunden, Händler und Verlage im Web etablieren. Uns war es dabei auch wichtig, die unterschiedlichen Erfahrungen der Häuser zum Wohle der Händler und User gut zu ergänzen und zukunftsgerecht aufeinander abzustimmen."

Durch den Zusammenschluss werden Kompetenzen gebündelt und eine stärkere Marktpräsenz erreicht. Das fusionierte Angebot wird von der LocaFox GmbH vom Standort Berlin aus geführt werden. Die my-xplace GmbH, die als Tochterunternehmen der xplace GmbH bisher Simply Local betrieb, wird sich im Zuge dieser Zusammenführung an der LocaFox GmbH beteiligen.

 

 

Versandservice auf Onlinemarktplätzen: Kunden profitieren von weiterer Optimierung

30.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Jeder dritte Onlinemarktplatzhändler beliefert seine Kunden überwiegend innerhalb von ein bis zwei Tagen. Weitere 30 Prozent der Befragten stellen Sendungen größtenteils innerhalb von zwei bis vier Tagen zu. Rund 17 Prozent der Marktplatz-KIX-Teilnehmer können Bestellungen innerhalb von 24 Stunden liefern lassen – in drei bis fünf Jahren will bereits jeder Vierte die überwiegende Lieferung innerhalb eines Tages anbieten. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse zur Lieferzeit, die die die aktuelle Ausgabe des Marktplatz-KIX liefert.  Das ECC Köln und eBay haben hierfür 240 Onlinemarktplatzhändler rund um das Thema Versand befragt.

Bei den Lieferservices ist die Sendungsnachverfolgung inzwischen weit verbreitet. Bei fast acht von zehn Onlinemarktplatzhändlern können Kunden den Status ihrer Bestellung nachverfolgen. Weitere 14 Prozent der Befragten planen, die Möglichkeit zur Sendungsnachverfolgung einzuführen. Die Wahl zwischen verschiedenen Versanddienstleistern bieten nahezu vier von zehn Marktplatz-KIX-Teilnehmern ihren Kunden an. Fast ebenso viele Befragte lassen ihre Kunden einen konkreten Liefertag wählen.

In puncto des wichtigen Themas der Retourenabwicklung liefert die Umfrage folgendes Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten hat eine sehr niedrige Retourenquote, die zwischen null und zwei Prozent liegt. Die Retourenabwicklung ist aus Sicht von zwei Dritteln der Onlinemarktplatzhändler ein wichtiger Faktor, wenn Konsumenten einen Shop wählen. Jedoch empfindet jeder zweite Befragte die Rückabwicklung von Bestellungen im Vergleich zu Umsatz und Gewinn als zu teuer.

Erfreulich ist, dass drei Viertel der Onlinemarktplatzhändler in den Crossborder Handel vertrauen: Sie sind der Meinung, dass sie künftig deutlich häufiger Waren ins Ausland verschicken werden. Auf Hindernisse beim grenzüberschreitenden Versand – zum Beispiel Beschränkungen durch Hersteller – ist bisher ein gutes Drittel der Befragten gestoßen.

 

 

Personalie: Hermes Fulfilment GmbH verstärkt Geschäftsführung

29.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Zum 01. Juli 2016 wird Andreas du Plessis (siehe Foto) bei der Hermes Fulfilment GmbH die Position des bislang vakanten Geschäftsführers Marketing und Vertrieb übernehmen. Dies teilt die Otto Group als Muttterkonzern mit. Mit seiner langjährigen international geprägten Erfahrung in der E-Commerce-Branche verstärke du Plessis die Führungsebene im Unternehmen, dessen Kernkompetenz nationale und internationale Full-Service E-Commerce Lösungen im Bereich Online-Handel und Retail ist, so die Hanseaten.

Ein "außerordentlich kompetenter und international erfahrener Mann" sei für die Position des Geschäftsführers Marketing und Vertrieb bei Hermes Fulfilment gewonnen worden, betont Donald Pilz, CEO der Hermes Europe GmbH. "Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Telekommunikations- und E-Commerce-Branche ergänzt er das bestehende Geschäftsführungsteam der Hermes Fulfilment ideal."

Zuletzt war Andreas du Plessis in den USA als Vice President Global Business Development und Geschäftsführer EU für TradeGlobal tätig, wo sein Schwerpunkt auf Omnichannel- und globalen Fulfillment-Lösungen lag. Davor war er als Geschäftsführer beim britischen Delivery Management Anbieter MetaPack zuständig für den Markteintritt nach Kontinental-Europa, die Akquisition von XLogics und die Entwicklung von Lösungen für personalisierte Lieferungen und Multi-Carrier Konzepte. Als Senior Vice President Business Development zeichnete er zuvor beim E-Commerce Fulfillment-Dienstleister Netrada verantwortlich für den Aufbau der Abteilungen Sales und Marketing und hat dort ab dem Jahr 2010 den Markteintritt nach China geleitet.

Strategie: Burda beteiligt sich an der Weinplattform vicampo.de

27.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Auf der Suche nach neuen Monetarisierungsmodellen geht der Burda-Verlag weiter den Weg sich an vielversprechenden E-Commerce Plattformen zu beteiligen. Nachdem der Verlagsriese bereits seit mehr als einem Jahr mit dem Portal für hochqualitative Weine, vicampo.de, im Rahmen seines "media-for-revenue-Modells" kooperiert hat, folgt nun die direkte Beteiligung. Dies teilt der Medienkonzern mit. Über die Höhe der Beteiligung haben beide Partner Stillschweigen vereinbart. Die Plattform für Winzer wächst jährlich im dreistelligen Prozentbereich.

BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann verdeutlicht, wie genau die Beteiligung in das eigene Verlagskonzept passt: "Die Partnerschaft zwischen Burda und Vicampo.de belegt, dass Magazine hochwertige E-Commerce-Angebote durchaus befeuern können."

Die Beteiligung ist in der TEC GmbH verortet, der von BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann aufgebauten Einheit für das strategische Neugeschäft rund um Burdas Printmarken. "The Enabling Company" (TEC) wird von Hubert Jakob im Range eines Geschäftsführers geführt.

Über vicampo.de: Auf dem Portal bieten 1.000 der besten deutschen und internationalen Winzer ihre Weine an. Im Jahr 2015 hat das 2012 gegründete Start-Up über 100.000 Kunden beliefert.

Studie: Wie sich die Digitalisierung des Handels entwickelt

24.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Die gute Nachricht: Die überwiegende Mehrheit der deutschen Händler hat erkannt, dass um Digitalisierung kein Weg mehr vorbei führt. Dies ist das Ergebnis einer Kurzstudie, für die ECC Köln und plentymarkets rund 200 Händler nach ihren Erfahrungen befragt haben.

Demnach sind die Befragten in puncto Vertrieb bereits gut aufgestellt. Rund 85 Prozent der Händler, vertreiben ihre Ware (auch) online – meist über einen eigenen Onlineshop oder unterschiedliche Marktplätze. Bei der Prozessdigitalisierung sieht dies allerdings ganz anders aus: Lediglich 27 Prozent der Händler bezeichnen sich selbst als weitestgehend digitalisiert. Immerhin knapp 53 Prozent der Befragten haben erste Schritte in Richtung Digitalisierung unternommen und rund 16 Prozent stehen noch ganz am Anfang. Vernachlässigt werden aktuell vor allem die Digitalisierung des Customer-Relationship-Managements und eine digitale Implementierung des Prozessmanagements.

Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln empfiehlt daher: "Digitalisierung lohnt sich – strategisch, imagemäßig und finanziell. Um erfolgreich zu sein, muss diese aber zur Chefsache gemacht werden. Die Führungsebene sollte dafür sorgen, dass Digitalisierungsprozessen der entsprechende Stellenwert eingeräumt wird und die Mitarbeiter rechtzeitig eingebunden werden."

Warum die Zurückhaltung bei der Digitalisierung? Viele Händler sind bezüglich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses noch unsicher (50,3 Prozent). Außerdem fühlt sich jeder Dritte nicht mit dem nötigen technischen Know-how ausgestattet, um Digitalisierungsthemen aktiv vorantreiben zu können. Auch Unsicherheit über den Ablauf, Rechercheaufwand und fehlende Kenntnis zum genauen Bedarf hemmen die Digitalisierung, so die weiteren Ergebnisse der Studie. 

Personalie: Christian Busch übernimmt die Führung von Walbusch

24.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Christian Busch, 44, (siehe Foto) wird am 1.Juli 2016 den Vorsitz der Walbusch-Geschäftsführung übernehmen, der er seit 01.04.2007 angehört.Dies teilt der Solinger Multichannel Händler in einer Presseerklärung mit. 

Walbusch

Bereits seit 2014 ist Christian Busch Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens, sein Vater Thomas Busch bleibt weiterhin Gesellschafter und Mitglied des Beirats. Zugleich übernimmt er zusätzlich zu seinen bisherigen Ressorts Personal und Logistik die zentrale Verantwortung für die Bereiche Unternehmensentwicklung und Neue Aktivitäten.

Die sonstige Ressortaufteilung und Besetzung innerhalb der Geschäftsführung bleibt laut Unternehmensangaben unverändert. Ihr gehören weiterhin an Carel Halff (Unternehmensentwicklung), Dr. Bert Hentschel (Einkauf/Vertrieb/Avena/Mey & Edlich), Cord Henrik Schmidt (Finanzen, IT, Kundenservice).

Zahlungsmoral: Positive Entwicklung in Europa lässt nach

23.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Die Zahlungsmoral in Europa verschlechtert sich, Deutsche Kunden sind am zuverlässigsten. Dies sind zwei Ergebnisse der repräsentativen EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2016, für die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest 3.000 Entscheider aus 14 europäischen Ländern befragt hat. Demnach liegt der Anteil pünktlich gezahlter Rechnungen in Westeuropa durchschnittlich bei 80 Prozent (2015: 81 Prozent), in Osteuropa bei 74 Prozent (2015: 75 Prozent). Gleichzeitig verlängern Unternehmen die Zahlungsziele für Kunden. Diese haben im Durchschnitt 36 Tage und damit zwei Tage länger Zeit als im Vorjahr, um ihre Rechnungen zu bezahlen – in Großbritannien sind es sogar vier (2016: 35 Tage), in Ungarn sieben Tage (2016: 38 Tage) länger.


Hans-Werner Scherer, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe, erkennt anhand der vorliegenden Studien-Ergebnisse einen Zusammenhang zwischen Zahlungsziel und -moral: "Entgegen der Annahme, dass durch längere Zahlungsfristen der Anteil pünktlicher Zahlungen steigt, scheinen Kunden die Bezahlung dann weiter hinauszuzögern. Es fehlt die Dringlichkeit, Rechnungen werden eher vergessen." Wenn die Fristen weiter verlängert werden, sei zu erwarten, "dass die Zahlungsmoral sich verschlechtert".  Somit die klare Empfehlung: lieber kürzere Zahlungsziele als längere.

Hierzulande bleibt die Zahlungstreue auf hohem Niveau: 83 Prozent der gestellten Rechnungen werden fristgerecht bezahlt. Auch in puncto Zahlungsziele setzt sich Deutschland an die europäische Spitze: Nirgends lassen Unternehmen ihren Kunden weniger Zeit zu bezahlen. Wie auch im Vorjahr fühlen sich die deutschen Unternehmen im Forderungsmanagement gut aufgestellt – so sieht ein Großteil der Unternehmen keine Herausforderungen für das Forderungsmanagement (32 Prozent) oder will den Status quo in den kommenden zwei Jahren halten (12 Prozent). 

Bilanz: Channel21 steigert den Anteil des Onlinehandels deutlich

22.06.16 von Markus Howest

Der Homeshopping-Sender Channel21 hat von Januar bis April dieses Jahres den Umsatz von 16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Wachstumstreiber waren wie bereits im vergangenen Jahr die Bereiche Fashion & Accessoires und Beauty, in denen der Homeshopping-Sender sein Sortiment stetig erweitert hat. Gemessen am Gesamtumsatz sei dieses Segment im Zeitraum Januar bis April 2016 um 14 Prozent gestiegen, teilt der Sender mit. 

Auch der Onlinehandel wird beim Homeshopping Sender immer wichtiger. Im Bereich E-Commerce stieg nach Angaben des Unternehmens der Umsatz in den ersten vier Monaten des Jahres um 55,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

Geschäftsführer Klaus Skripalle sieht in den aktuellen Zahlen eine Bestätigung der Unternehmens-Strategie: "Gerade in den Bereichen Fashion und Beauty macht sich die Mischung aus beliebten Erfolgsmarken und aufmerksamkeitsstarken Neuheiten bezahlt. Mit M4R-Partnern wie MOCCA, Eigenformaten wie MONACO blue und bekannten Homeshopping-Persönlichkeiten wie Harald Glööckler und Ricarda M. bieten wir unseren Kunden einen optimalen Mix und können flexibel auf Markttrends reagieren."

Channel21 werde auch künftig verstärkt auf Events setzen und seine Tagesangebotsstrategie sowie die Formatvielfalt ausweiten, heißt es in einer Presseerklärung. Des Weiteren plant der Sender neue Kooperationen und hat bekannte Testimonials im Visier.

Hintergrund: M4R ist ein Kooperationsmodell, bei dem externe Händler und Unternehmen die Möglichkeit haben, das Verkaufsfernsehen risikoarm als zusätzlichen Vermarktungskanal zu erschließen

Fulfillment-Prozess: Der Status Quo im Online Fashion-Handel

21.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Die Erhebung "Fulfillment Benchmarking" hat den Fulfillment-Prozess von 30 verschiedenen Onlineshops untersucht. Im Fokus standen die Prozesszeiten rund um Bestellung, Payment, Versand und Packaging, Service sowie Retouren. Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2014 zeigt sich, dass die Prozesse der Online-Händler erheblich optimiert wurden, teilt der E-Commerce Dienstleister hmmh mit, der zum zweiten Mal den Praxischeck durchgeführt hat. Erfreulich ist auch die Erkenntnis, dass viele der getesteten Shops im Vergleich zu Amazon seit 2014 Boden gut gemacht haben. 

Dazu Gerd Güldenast, Geschäftsführer von hmmh (siehe Foto): "Was Versand- und Abbuchungszeiten betrifft, ist Amazon im Durchschnitt immer noch an der Spitze, allerdings haben andere Shops hier nicht nur aufgeholt, sondern teilweise bereits überholt. In einigen Bereichen, wie etwa bei der Rücksendung von Waren oder im Checkout-Prozess bei Neukunden, sollte sich Amazon mittlerweile etwas von der Konkurrenz abschauen."

Einige der Ergebnisse im Überblick:

- Bestellungen: Bei mehr als der Hälfte aller getesteten Anbieter müssen Neukunden nur noch vier bis sechs Schritte im Checkout-Prozess befolgen. Lediglich bei zwei Onlineshops benötigen sie mit über sechs Stationen mehr Geduld – 2014 war dies noch bei der Hälfte aller Anbieter der Fall. Während Mango das Feld mit nur drei Schritten anführt, bildet Amazon beim Erst-Checkout mit zehn Prozessstufen das Schlusslicht. Bei späteren Einkäufen zeichnet sich Amazon dafür durch das One-Click-Verfahren als umso kundenfreundlicher aus. 

                                                         

Der Anteil der Onlineshops, die einen Mindestumsatz fordern, hat sich im Vergleich zu 2014 halbiert. Aber die Zahl der Gastbestellungen, sprich die Bestellung ohne ein Kundenkonto,  ist zurückgegangen: 2014 boten dies noch 63 Prozent, also 19 der getesteten Shops an, nun ist es nur noch die Hälfte. 

- Zahlungsoption: Der Kauf mit Kreditkarte (Visacard und Mastercard) ist bei allen Onlineshops möglich und damit die am häufigsten angebotene Bezahlmethode. Danach folgen der Kauf auf Rechnung (90 Prozent) und PayPal (87 Prozent). 14 Anbieter, also knapp die Hälfte aller Shops (47 Prozent) bieten insgesamt sechs oder sieben Zahlungsoptionen an, weitere 40 Prozent (zwölf Shops) acht oder neun Alternativen. Zu dieser Gruppe gehört auch Amazon mit ebenfalls acht Zahlungsmöglichkeiten. 

- Versanddauer: Hier haben sich hohe Standards durchgesetzt: 23 Online-Anbieter (75 Prozent) benötigen nicht länger als zwei Werktage, um die Ware zuzustellen (2014: 67 Prozent). Im Schnitt vergehen von der Bestellung der Ware bis zur Auslieferung gerade einmal 51 Stunden. Amazon hat sich mit 40 Stunden im Vergleich zu 2014 verbessert (50 Stunden). Mittlerweile führt jedoch eine ganze Reihe von Anbietern die Best-Practice-Liste an. Händler wie Zara, Zalando und Gerry Weber unterbieten Amazon sogar um bis zu 30 Minuten.

- Retouren: Hier zeichnet sich eine klare Optimierung des Prozesses ab: Im Schnitt warten Kunden nur noch halb so lange (3,5 Werktage) auf die Rückerstattung des gezahlten Betrags. 64 Prozent und damit 19 Händler bieten ihnen dabei das gesetzlich geregelte Widerrufsrecht von 14 Tagen an. Bei knapp einem Drittel (23 Prozent), darunter auch Amazon, können Kunden bestellte Artikel 30 Tage zurückgegeben. Nur vier Shops (13 Prozent) können dies noch überbieten: Fashion ID bietet 60 Tage und Adidas, About You sowie Zalando ermöglichen sogar 100 Tage Rückgaberecht.

Mehr Beratung: Cyberport bringt neues Magazin-Format

20.06.16 von Redaktion Versandhausberater

Das Dresdner Versandhaus für Technik und Lifestyle, Cyberport, verschafft seinen Kunden eine bessere Orientierung auf der Suche nach einem Produkt aus seinem 45.000 Artikel umfassenden Sortiment. Dazu hat der Versender ein Magazin herausgebracht, das er seiner Kundschaft online, mobil und in gedruckter Fassung anbietet.

Cyberport

Antrieb für das Cyberport Magazin ist die Frage: Zu welchem Kunden passt welches Produkt? Computertechnik und Unterhaltungselektronik, das Schwerpunkt-Sortiment des E-Commerce-Unternehmens, sind erklärungsbedürftige Themen. Basierend auf dem "Digital Outfitters"-Konzept von Cyberport beleuchtet jedes Magazin eine bestimmte Produktkategorie und ist in konkrete Anwendungsszenarien wie Einsteiger, Fortgeschrittener und Semi-Profi unterteilt. Für jedes Kundenbedürfnis und jeden Wissensstand sollen Leser eine passgenaue Auswahl an Geräten finden, zusätzlich werden die Grundlagen der Produktkategorie verständlich erklärt.

Nach Angaben der Dresdner kommen die ersten Ausgaben online und mobil bereits auf mehr als 300.000 Öffnungen. Man sei auf positive Resonanz gestoßen: Auf der E-Prospekt-Plattform KaufDa hätten die Kunden durch mehr als 75 Prozent des Magazins geblättert. Für Helmar Hipp, Geschäftsführer von Cyberport und zuständig für Marketing, E-Commerce und Finanzen ein Zeichen dafür, "dass Kunden diese Form der Beratung gern annehmen. Sie nutzen unsere Kompetenz als Digital Outfitters, wir machen sie sozusagen startklar".  Für Konzeption und Umsetzung des Magazins ist die hausinterne Redaktion verantwortlich.

Außer den wöchentlichen Angebotsformaten biete das Magazin online und offline längerfristig nützliche Informationen, die dem Kunden bei der Kaufentscheidung helfen, verdeutlicht Hipp. "Auch unsere Verkaufsberater profitieren vom Cyberport Magazin und nutzen es gern im Kundengespräch". Die Entwicklung von Customer Journey und Service sei ein wichtiger Schwerpunkt für 2016."

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