Above the Line wirkt: Zalando ist der beste Beweis
Über die Gießkannen-Werbung, für die Zalando im TV und im Internet sicher viel Geld ausgibt, kann man streiten. Aber sie wirkt - laut Nielsen Netview. Man hat ja zuweilen das Gefühl, dass eine IP-Adresse aus Deutschland genügt, um Werbeeinblendungen von Zalando zu rechtfertigen. Mit Zielgruppen-Werbung hat das nichts zu tun. Aber warum auch, schließlich muss die Marke wachsen, damit sie irgendwann mal von Amazon/Zappos vielleicht übernommen wird :-)
Im April hat sich Zalando so schon bei den Unique Visits vor Weltbild und knapp hinter BonPrix gesetzt. Bis zu Conrad ist es auch nicht mehr weit, erst danach kommt wieder ein kleiner Sprung, bis Neckermann.de erreicht wird.

Interessant ist, dass (bis auf Conrad) alle anderen im Ranking Universalisten sind. Um ein Spezialsortiment auf solche Besucherzahlen zu bringen, muss man schon sehr viel Geld in die Hand nehmen.
Crossmedia ist ja nicht unbedingt falsch. Und die Versender machen es vor, wenn ich mir die ebenfalls heute veröffentlichten Zahlen von Nielsen über das Direct Mail-Geschäft ansehe. Die Branche hat da zwar in Summe moderat an Spendings abgegeben, aber das dürfte großteils auf den Ausfall der Quelle zurückzuführen sein.

Lediglich Otto hat seinen Mediamix von 79 % Print auf 67 % Print reduziert. Und ist in den Online-Spendings deutlich vorangeprescht. Nach Nielsen-Media zählt Otto jetzt zu den Top10 der Internet-Werbung.

Im übrigen rangiert der Versandhandel ganz hinten.

Zalando ist also massiv und unfokussiert unterwegs, die Versender stark zielgruppen-orientiert im klassischen Print. Ohne Push können beide nicht im Internet vorne mitspielen.
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