Aus "Erfahrungsgefängnissen" ausbrechen
Der treffendste Satz auf dem Versandhandelskongress 2009 kam von Dr. Rainer Hillebrand, Vorstandssprecher des Otto Versands: Versandhändler müssen aus Erfahrungsgefängnissen ausbrechen. Damit wir uns richtig verstehen: Dazu zähle ich auch schon die klassischen Onlineshops.
Häufig werden Onlineshops heute schon behandelt wie Kataloge: Sie werden nach Strich und Faden optimiert, aber am Ende kommt eben immer wieder ein gleich funktionierender Shop heraus. Wenn man mit der Wayback-Machine sich große Versender ansieht, dann sieht man deutlich Fortschritte in der Optik. Es kommen neue Features dazu. Aber am Ende des Tages bleiben es mehr oder minder attraktive und eher starre als flexible Produktdatenbanken.
Dito Kataloge. Es ist ja auch nicht einfach, wenn man die Regeln der Verbesserung kennt und hier noch so viel Potential besteht. Aber jeder Versender ist gut beraten, einmal den Geist zu befreien. Wie wird unser Leben und unser Online-Shopping mit neuen Web-Interfaces aussehen? Sie erinnern an Bücher (Kataloge?), aber ihr Charme liegt darin, dass man die Datenbanken "anzapfen" kann.
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Wir sollten also darüber nachdenken, wie man z.B. aus eine Kalender-Applikation schafft, die bei einer Kategorisierung "PARTY" nicht nur anbietet, die Freunde einzuladen, den Event in Netzwerken zu publizieren etc. Die Chance ergibt sich, dann eine Motto-Auswahl anzubieten. Entscheidet sich der Nutzer dafür, erhält er Deko-Ideen und die nötige Ausstattung. Gefällt das Angebot, wird mit einem Klick gekauft.
Shop? Wozu noch Online-Shops, wenn eine Applikation viel einfacher den Kunden in seinem Alltag unterstützt. Das ist Convenience 3.0.
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