Avatar oder Titan?
Haben Sie James Camerons „Avatar“ gesehen? Das 3D-Spektakel ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man neue Technologien richtig einsetzt. Cameron hat sechs Jahre (!) an dem Film gearbeitet. Das Drehbuch, jede Einstellung, wurde im Hinblick auf die bestmögliche Nutzung der Effekte konzipiert.
You know, everybody is an overnight expert. They think, „what was the takeaway lesson from Avatar? Oh you should make more money with 3D.“ They ignore the fact that we natively authored the film in 3D, and decide that what we accomplished in several years of production could be done in an eight week (post-production 3D) conversion with Clash of the Titans.
Jetzt rollt eine Welle von 3D-Filmen durch die Kinos. Sie fallen seltsam flach aus. Sie nutzen den 3D-Effekt, aber die gesamte Denkweise und Anlage ist zweidimensional. Es ist „3D light“.
Genau so arbeiten viele klassische Unternehmen bis heute mit den ständig neu entstehenden Technologien. Sie nutzen sie in einem alten Kontext.
Problematisch ist, dass viele neue Technologien vom Versandhändler verlangen, eine neue „Sprache“ zu lernen und dann anzuwenden. Wenn er nur Versatzstücke in den gewohnten Redefluss einbaut, wirkt das gekünstelt.
Wundert es dann, wenn die Resultate mager ausfallen?
Camerons „Avatar“ ist abwärtskompatibel: Die Story funktioniert auch in 2D (und soll es erkärtermaßen auch). Allerdings hat Cameron nicht einfach den bestehenden Film in 2D-Kinos geschickt. Die Liste der Versionen ist beeindruckend lang: 18 Versionen allein für den amerikanischen Markt, 92 internationale Ausgaben. Die Ausgaben wurden für 3D und 2D jeweils optimiert; außerdem hat Cameron für IMAX-Leinwände, normale und sog. Scope-Leinwände jeweils Formate entwickelt.
Die Gegenrichtung der „Titanen“ funktioniert nur mäßig. Die Begeisterung bleibt aus. Das Umsatz-Wunder wiederholt sich nicht - aber nicht einer hat in annähernd gleicher Weise die Technik in den Mittelpunkt gestellt und dann die Ausgabemedien entsprechend einbezogen.
Die 3D-Technik ist deshalb nicht bloßer Hype. Genauso sind die neuen Online-Werkzeuge nicht Unsinn. Aber sie wirken nur, wenn das Versandkonzept darauf hin entwickelt wird.
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