Beate Uhse AG: Verkaufsprozess offiziell eingeleitet

Beate Uhse AG: Verkaufsprozess offiziell eingeleitet

Parallel zur Sanierung in Eigenverwaltung hat der Erotikversender Beate Uhse AG offiziell den Verkaufsprozess für das Unternehmen eingeleitet und hierzu auch einen M&A-Berater mandatiert. Dies teilt der Konzern in einer Presseerklärung mit.

„Wir schöpfen selbstverständlich alle vorhandenen Möglichkeiten aus und verfolgen daher eine Dual Track-Lösung“, so Justus von Buchwaldt, einer der Generalbevollmächtigten von Beate Uhse und Partner der auf die Restrukturierung von Unternehmen spezialisierten Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff. Mit anderen Worten: "Der Vorstand und wir arbeiten an einer Fortführungslösung im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens und stehen auch bereits in aussichtsreichen Verhandlungen über die Gewährung eines Massekredites. Parallel setzen wir einen strukturierten M&A-Prozess auf, denn möglicherweise erweist sich die übertragende Sanierung via Unternehmensverkauf als beste Option.“

Nach Angaben von Dr. Georg Bernsau, zweiter Generalbevollmächtigter im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung, gibt es eine Vielzahl von potenziellen Investoren, die dem Unternehmen bereits Interesse signalisiert haben. Dies sind neben strategischen Käufern und Finanzinvestoren auch Insolvenzplanfinanzierer. Es gehe jetzt darum, so Dr. Bernsau weiter, "im Rahmen eines geordneten M&A-Prozesses sicherzustellen, dass kein potenzieller Interessent außen vor bleibt und die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten gefunden wird."

„Der hohe Bekanntheitsgrad und die lange Tradition des Unternehmens stoßen ebenso auf Interesse potenzieller Investoren wie unser Kundenstamm“, betont Michael Specht, Vorstandsvorsitzender der Beate Uhse AG. Dieser sei natürlich weitaus größer als bei reinen Onlineshops.

Zur Erinnerung: Zur weiteren Verstärkung des Sanierungsprozesses hatte die Beate Uhse AG noch vor Weihnachten Thomas Kresse als CRO (Chief Restructuring Officer)  in den Vorstand des Konzerns berufen. Kresse ist parallel Vorstand der nexpert AG, Hamburg, die seit April 2017 den vom Vorstand eingeleiteten Restrukturierungsprozess unterstützt.

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