BP kapiert's nicht
Seit sechs Wochen fließt - nein: schießt Öl ins Meer, fast 1 Mio. Liter am Tag. Der Ölkonzern BP, der im übrigen von der US-Regierung nicht gezwungen werden kann, die Kosten des Desasters zu übernehmen, findet keine Lösung. Aber er mauert sich ein.
Dabei bräuchte er nur zu fragen! Ich habe heute früh mal nach "Crowdsourcing"-Lösungen für das Problem gesucht. Offenbar hat BP seit dem Unfall nicht eine der großen Wissensplattformen angesprochen. Es gibt keine offiziellen Ausschreibungen. Genau die braucht es aber, denn nur damit kommen die technischen Fakten auf den Tisch und das Wissen der Menge kann angezapft werden.
Laurel Paworth hat vor wenigen Tagen einen ähnlichen Versuch unternommen. Und sie ist auf einige Blogs gestoßen, in denen viele Ideen allein auf der Basis von rudimentären Presseinformationen zusammengetragen wurden.
Entweder BP hat Sorgen, dass wertvolle patentgeschützte Technologie offengelegt werden müsste. Oder das Unternehmen sorgt sich, dass noch andere "Lecks" bekannt werden. In jedem Fall aber zeigt sich, dass BP einfach nicht verstanden hat, dass niemand mehr innerhalb des Konzerns eine Lösung finden wird. Die einzige Lösung bestünde darin, freie Assoziation zuzulassen. Eine uralte Technik, die in der Crowd ihre beste Form findet. Ideen von allen Seiten werden ohne Copyright zu ständig neuen Konzepten verwoben. Auf dieser Basis könnten die "Experten" bei British Petrol zu dringend nötigen besseren Lösungen finden.
So ist das einzige, was BP aus der Masse generiert, Hohn, Spott, und Hass. Und ein völlig ruiniertes Marken-Image. BP wird sich vom Deepwater Horizon-Desaster nicht mehr erholen, wenn das Unternehmen sich nicht noch einmal völlig neu erfindet.

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