Das Domino-Projekt: Der logische nächste Schritt?

Das Domino-Projekt: Der logische nächste Schritt?

iPhone und Android. iPad & Co. Kindle und Oyo. Bisher sehen wir hauptsächlich alte Medien auf neuer technologischer Basis. Auch Bertelsmanns Pubbles versucht, ein altes Geschäftsmodell zu retten. Nicht so das Domino Project:

Für das Domino-Projekt hat sich Seth Godin mit Amazon zusammengetan. Das Ziel ist, die Buchkultur vom physischen Träger zu lösen. Wohlgemerkt: Nicht das gedruckte Buch zu ersetzen - das Domino-Projekt ist sozusagen "Carrier-agnostic", offen für jede Art, das "Format: Buch" zu entwickeln.

Wer vor 1985 geboren ist, kennt das Kulturgut Buch. Die "dreidimensionale" Welt des Internet, wo Informationen vom Wissbegierigen im Sprung von Hyperlink zu Hyperlink zu einem Bild zusammengesetzt werden, existierte früher nicht. Wer einen Sachverhalt ergründen wollte, hat lange Texte gelesen. Noch das Cluetrain-Manifest war ein 320 Seiten dicker Wälzer. Ein langsames Medium, das um so besser war, je länger der Autor seine Gedanken gesponnen und dann im Buch verdichtet hat.

Die reine Textmenge und die fehlende Pubikationsalternative haben die Institution "Verlag" geschaffen. Das Wort kommt von "vorlegen" bzw. "in Vorlage treten". Der Verleger geht mit dem Ankauf von Papier und Druckkapazität in Vorlage und kompensiert sein Risiko über den Preis. Zugleich limitiert dieser Preis die Verbreitung der Ideen, die im Buch stecken.

Unfug meint Seth Godin. Und Amazon hat schon vor einiger Zeit (weitgehend unbemerkt) angefangen, als Verleger von "Print on Demand"-Werken zu arbeiten.

Das Domino-Projekt setzt auf die neue Technologie, vom Kindle zum Tablet zum PC zum Audiobook oder eben zur modernen Druckerpresse. Eine Plattform, auf der Bücher in neuer Form fast zeitgleich in jedem Land zur Verfügung stehen, wo Amazon als Vertriebsplattform existiert. Minimierung des Risikos, zugleich aber über die Einbeziehung der Leser in den Vertrieb eine Multiplikation der Buch-Idee auch hin zu denen, die Buchhandlungen schon lange nicht mehr betreten.

The Domino Project is designed to (at least by way of example) remap many of these foundations.

1. There is no middleman. Because there is infinite shelf space, the publisher has more control over what the reader sees and how. In addition, the Amazon platform allows a tiny organization to have huge reach without taking significant inventory risk. "Powered by Amazon” is part of our name—it describes the unique nature of the venture... I get to figure out the next neat idea, and Amazon can handle printing, logistics and the platform for connection.

2. The reader is tightly connected with the publisher and the author. If you like the sort of things I write or recommend, you can sign up here (for free, using your email) and we can alert you to new works, send you free samples and otherwise make it easy for you to be smart about the new ideas that are generated. (RSS works too).

3. Pricing can vary based on volume, on timing, on format. With this project, I’ve made the decision to ignore the rules that publishers follow to get on the New York Times bestseller list. There’s no point in compromising the consumer experience or the product merely to get a nice ego boost and a small shot of promotion. More on this in a future post, but I'll let you use your imagination.

4. Digital goods and manifestos in book form make it easier to spread complex ideas. It’s long frustrated me that a blog post can reach 100 times as many people as a book, but can’t deliver the nuance a book can. The Domino Project is organized around a fundamentally different model of virality, one that allows authors to directly reach people who can use the ideas we’re writing about.

Mehr dazu ist noch nicht bekannt. Aber wer seine e-Mail-Adresse hinterlässt, bleibt auf dem Laufenden über dieses spannende Projekt.

 

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11.05.2012 09:35

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03.05.2012 15:05

Bin den Rest der Woche mit der #Otto Group in Brasilien unterwegs und daher nur ab und an per E-Mail erreichbar.

27.04.2012 13:16

#Neckermann plant angeblich massiven Stellenabbau:http://t.co/Skii4bQz

27.04.2012 11:58

Danke :-) RT@jkrisch: Zalando vs. Otto: http://t.co/sfGu302A tolle Doku eines Zalando-Vortrags von @stephanmeixner und @VH_Berater

23.04.2012 10:18

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