Es dämmert den Göttern...
... oder so könnte man meinen :-) Jedenfalls hat Otto jetzt eine Venture Capital Gesellschaft gegründet, die sich an jungen Internet-Firmen beteiligen soll. Wie - das hatten wir doch schon mal, oder?
Im ersten Online-Boom hatte Dr. Michael Otto im Jahr 2000 die "Otto Venture Capital" gegründet, als "Coporat Venture Capital Arm der Gruppe".
Als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Otto bietet OVC Start-Ups ein umfangreiches Leistungsspektrum. Neben der Gewährung finanzieller Mittel unterstützt OVC die jungen Unternehmen aktiv durch Beratung und Leistungen beim Aufbau und der Führung ihrer Geschäfte.
OVC unterscheidet sich deutlich von den übrigen Venture Capital Gebern, da über die Muttergesellschaft Otto auf mehr als 50 Jahre Erfahrung im Distanzhandel zurückgegriffen werden kann, angefangen bei dem eigenen Logistiksystem über Marketing-Know-how bis zu weiteren Geschäftsfeldern wie z.B. Otto Supermarkt Service, Discount24.de, etc
Wer die hehren Ziele nochmal nachlesen möchte, hier ist der Link:
Nicht zu vergessen, dass Otto sich mit Erfolg z.B. die Mehrheit an mytoys.de gesichert hat. Auch mit einem Mass Customization-Anbieter hatte Otto damals Kontakte geknüpft.
Daher ist es kein Zeugnis der Stärke, sondern der Müdigkeit, wenn Otto jetzt eine neue Firma für den gleichen Zweck gründen muss.
"Wir brauchen neue Ideen und müssen uns nach neuen Konzepten für den elektronischen Verkauf von Waren umschauen. Dafür schaffen wir jetzt eigens eine Gesellschaft, die wir E-Venture Capital Partners nennen", sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader der WELT.
Nun aber gibt es sogar Kollegenschelte. Ein Unternehmen dürfe sich nicht wundern, keinen ausgeprägten Innovationsgeist zu haben, wenn nur die absichernden und bewahrenden Manager Karriere machten, zitiert der Kollege Birger Nicolai Vorstandschef Hans-Otto Schrader. (Vielleicht hat er meinen letzten Blog-Eintrag gelesen?)
Vorstandskollege Rainer Hillebrand verspricht (sich): "Wir lernen von den Start-ups, und sie lernen von uns." Gesucht werden laut WELT Firmen, die sich etwa mit mobilen Verkaufskonzepten für das Handy, mit Suchmaschinen im Internet oder der Kundenkommunikation beschäftigen. Geschäftsführer von E-Venture Capital Partners sind Ludwig Richter und Andreas Haug. Mittelfristig soll die Firma rund ein Dutzend Beschäftigte haben.
Mal sehen, wo die E-Venture Capital mit Sitz in Hamburg und San Francisco in acht Jahren steht...
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