Ist das alles, Herr Görg?
Dem kritischen Beobachter fällt zur eilig einberufenen Presse-Konferenz in Fürth nichts mehr ein. Natürlich - Einschnitte waren zu erwarten. Aber doch auch der Anschein eines Konzeptes. Stattdessen: Enttäuschung. Leere.
Die Fakten sind schnell zusammengetragen:
- Die Quelle Technik Center werden geschlossen.
- Von 1450 Quelle Shops bleiben nur 1000 erhalten.
- Für 6400 von 10.500 Stellen gibt es eine Perspektive.
- 3700 Leute müssen bis Januar gehen.
Das war's dann auch schon - und das ist die eigentliche Bankrotterklärung. Wenn man die Ausführungen des Insolvenzverwalters hört, läuft alles auf ein "weiter wie bisher, denn wir wissen auch nichts Besseres" hinaus:
Eine „neue Quelle“ bleibt stationär in der Fläche vertreten, kann weiterhin im Printbereich mit Katalogen arbeiten (die Planungen für den Hauptkatalog Frühjahr/Sommer 2010 laufen) und elektronischen Handel sowie mediale Vertriebskanäle verstärkt nutzen. Die „neue Quelle“ im Verbund der Primondo kann Universal-Versand und Spezial-Versender bei profitablem Deutschland- und wachsendem Auslandsgeschäft integrieren. Die „neue Quelle“ kann ihren Kunden virtuelle wie reale Berührungs- oder Kontaktpunkte anbieten, nicht zuletzt über den Kundendienst der „Profectis“.
Was ist daran "neu"? Warum soll funktionieren, was bisher rote Zahlen präsentiert hat? Sicher: die Personallast wird geringer. Aber genügt das?
Im November - ja richtig, im November, also wenn das Weihnachtsgeschäft schon halb gelaufen ist - will man den Gläubigern Konzepte präsentieren. Das ist zu wenig, Herr Görg!
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