JC Penney gibt Kataloge vollständig zugunsten "Lookbooks" auf

JC Penney gibt Kataloge vollständig zugunsten "Lookbooks" auf

Kein Print, aber doch etwas Print: Der US-Retailer JC Penney hat angekündigt, nach dem vor einem Jahr eingestellten Big Book auch seine Spezialkataloge einzustellen. Stattdessen sollen sog. Lookbooks die Ware inszenieren und ins Internet locken.

Einen ersten Hinweis darauf hatte JC Penney auf einer Investoren-Konferenz Mitte September gegeben. Ende letzter Woche bestätigte das Unternehmen offiziell, dass es vom nächsten Jahr an Kataloge wie "Matter of Styles" oder das "Little Red Book" nicht mehr geben wird. Noch vor einem Jahr hatte JC Penney die Spezialkataloge als Ersatz für das Big Book bezeichnet. Die Quittung kam ein Jahr später: Zum Halbjahr räumte JC Penney ein, dass die Umsätze stärker als erwartet durch die Aufgabe des Kataloges abgeschmolzen seien. So gab das Unternehmen Umsatz ab, obwohl die "Retail Comps" - also die vergleichbaren Store-Umsätze - gestiegen seien.

Allerdings hat sich das Ergebnis deutlich verbessert. Die Entscheidung, nun ganz auf die traditionellen Kataloge zu verzichten, ist die nächste große Wette. Sears hat die Entscheidung vor Jahren ruiniert. Andere Händler wie Urban Outfitters oder Williams-Sonoma haben den Prozess des Katalogabbaus zumindest gestoppt.

Die Lookbooks werden weniger Ware tragen als die Kataloge - das wird Umsätze aus den traditionellen Zielgruppen zurückwerfen. Andererseits kann JC Penney mit weniger Ware arbeiten und flexibler agieren. Der Lagerumschlag dürfte sich erhöhen. Ob dies genügt, um - wie angekündigt - den Umsatz bis 2015 und 5 Mrd. Dollar zu steigern, zum größten Teil aus dem Internet, sehen viele Beobachter skeptisch. Der Umsatz von JC Penney lag 2009 bei gut 17,5 Mrd. Dollar, 2007 waren es (vor der Finanzkrise) knapp 20 Mrd. Dollar.

 

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