Presse-Schau: Stimmen zur neuen Otto-Strategie

Presse-Schau: Stimmen zur neuen Otto-Strategie

21.06.2012 von Stephan Meixner

Auf der Bilanzpressekonferenz gestern hat Hans Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto-Group, noch einmal betont, was wir im Versandhausberater bereits in den vergangenen Wochen ausführlich berichtet hatten:

  • Der Konzernumsatz stagniert, der Gewinn ist drastisch eingebrochen
    (mehr zu den Hintergründen in der aktuellen Ausgabe 25/12)
  • Mit dem Projekt "Fokus" will man Kosten sparen, indem die Organisation der drei Versender Otto, Schwab und Baur zusammengelegt werden (siehe Ausgabe 17/2012)

Was das Projekt Fokus betrifft, so hat Schrader erstmals Details verraten. Demnach habe man ein Sparpotenzial von 11 Mio. Euro identifiziert. Diese Summe soll vor allem über eine Reduzierung von Sachkosten eingespart werden, Stellenstreichungen soll es dagegen kaum geben.

Generell will man in Preise investieren und "preisattraktiver werden" - sprich über günstige Preise verstärkt Top-Positionen in Preissuchmaschinen belegen, um Sparfüchse zu erreichen.


Das meinen die Kollegen von der (Publikums-)Presse zur neuen (Preis-)Strategie:

Greifen soll die neue Preisstrategie zum Herbst bzw. Weihnachtsgeschäft. Mehr zum Thema in den kommenden Print-Ausgaben des Versandhausberaters.

Kurzes Update: Die Zahl von elf Mio. Euro bezieht sich nicht auf das Programm Fokus, sondern ein anderes internes Otto-Projekt. Vielen Dank für den Hinweis!

 

Kommentare

Uwe H.+Drescher schreibt am 22.06.12 18:58:
Ein bisschen amazon und ein bisschen Zalando!?1?

Und wo bleibt OTTO?

Momentan erinnert mich die OTTO-Strategie an meine ualt Erkenntnis:

"Als wir das Ziel aus den Augen verloren, verdoppelten wir unsere Anstrengungen!"

Wohin? Keine Ahnung.

Mir wird Angst und Bange um OTTO. Wenn OTTO untergeht, dann ist die Zeit der modernsten Handelsform aller Zeiten vorbei. Mit FOKUS sowohl als Managment-Review-Strategie und Eigenmarken Promotion ist kein grosser Blumentopf zu gewinnen. Dreimal habe ich persoenlich erlebt, dass OTTO fesrgezurrt ist in starren Fuehrungsstrukturen und Organigram-Denken. Flexibilitaet ist mehr eine theoretische Groesse. Die Schwaechen werden offenkundig.
KUERZLICH SCHRIEB ICH: "jETZT BITTE NICHT AUCH NOCH OTTO.
Es sieht mehr und mehr so aus, als wenn es jetzt gerade OTTO ist.

Die naechsten Monate werden spannend. Hoffentlich nicht desastroes.
Stephan Meixner schreibt am 23.06.12 20:45:
Die nächsten Monate werden in der Tat spannend, mehr dazu in der kommenden Print-Ausgabe ;-)
Sören Nilsson schreibt am 25.06.12 10:54:
Bitte dann aber bei der Printausgabe nicht nochmals unsere verschiedenen Projekte durcheinanderbringen. ;-)
Für FOKUS wurden keine Werte veröffentlicht. Das im Artikel genannte Sparpotenzial betrifft das Projekt Konzernfunktionen (CFS), nicht FOKUS.

Viele Grüße,
Sören Nilsson (OTTO-Mitarbeiter)
Stephan Meixner schreibt am 25.06.12 13:21:
Ups, sorry! Vielen Dank für den Hinweis!
Sören Nilsson schreibt am 25.06.12 18:40:
Immer gerne. ;-)

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