Reinventing Crayola - für Teenager
Crayola ist eine starke Marke. Und zwar (IMHO) deshalb, weil sie für Kreativität steht und enorm sensorisch funktioniert. Es gibt sogar den typischen Crayola-Geruch. Aber nach der Grundschule war es damit vorbei. Bis jetzt.
Crayola startet in Target-Stores in den USA jetzt die neue Marke "Livcrayola". Dabei dreht sich alles um das Gestalten von typischen Schul-Accessoirs. Das ist ja ohnehin ein Dauerbrenner. Nur hat Crayola eine ganze "Experience" mit Community darum gestrickt. Facebook ist ein Startpunkt dafür.

Die Wahrnehmung der Mädchen, an die sich Livcrayola in erster Linie wendet, war nämlich nicht etwa Mißachtung der Marke. Stattdessen hatten sie den Eindruck, Crayola habe sie vergessen. Entsprechend dockt Crayola jetzt bei dem Wunsch an, "special" zu sein. Z.B. mit einem persönlichen Livcrayola-Nickname. Und mit einer Galerie von Designs, die Livcrayola-Mitglieder selbst erstellen.
Außerdem wurden Game-Elemente eingebaut. "Gameification" ist ja auch so ein Buzz-Wort, aber hier hat es tatsächlich Sinn. Die Nutzerinnen erhalten "rewards" abgestuft nach den Beiträgen, die sie leisten. Als "Ambassador" mehr, für einen simplen Blog-Post weniger.
Für Crayola wäre es ein leichtes, das Online-Konzept zu einem direkten Verkaufskanal auszubauen. Genau hier greift die Seite aber zu kurz. Die Kundinnen werden zu Target geschickt. Und nur dahin. Schade.
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