Start-Up des Jahres: Upcload holt den Titel

Start-Up des Jahres: Upcload holt den Titel

19.12.2011 von Stephan Meixner

Die Berliner Upcload GmbH ist vom Online-Portal Deutsche-Startups.de nun zum „Start-Up des Jahres“ gekürt worden. Der Dienstleister bietet einen webbasierten Körper-Scanner an, über den Verbraucher zuhause ihre exakten Körpermaße ermitteln können. Nutzer müssen dazu ihre Webcam starten und sich anschließend etwa drei bis vier Meter vor ihrem PC positionieren, um den Scan durchzuführen.

Die Körpermaße werden anschließend in einem indivuellen Upcload-Profil abgespeichert. Diese Daten lassen sich dann in jedem Textil-Shop abrufen, der den Service von Upcload unterstützt. Online-Shops sollen mit dem Service ihre Retourenquoten verringern, da Nutzer nicht mehr von einzelnen Klamotten unterschiedliche Größen zum Anprobieren ordern müssen.

Das Berliner Start-Up konnte insgesamt elf von 39 Jury-Stimmen ergattern und damit so viele wie kein anderes der nominierten Unternehmen. Auf den von uns organisierten E-Commerce Strategietagen (ECOM) konnte das Start-Up auch schon den Elevator's Pitch gewinnen. Dennoch ist ein Körper-Scan kein Allheilmittel gegen Retouren, wie unsere Analyse in der aktuellen Print-Ausgabe des Versandhausberaters zeigt.

Tatsächlich löst der Service in erster Linie ein Problem der Versender und nicht zwangsweise ein Problem der Kunden. Wir wünschen Sebastian Schulze & Team an dieser Stelle daher alles Gute für die Zukunft. Dass Körper-Scanner die Retouren aber entscheidend eindämmen können, muss die Praxis erst noch beweisen – bislang testet nur Northface in den USA das Feature.

Vor diesem Hintergrund hatte ich meine Stimme an den Abo-Commerce-Dienst Glossybox vergeben. Dabei handelt es sich zwar "nur" um einen Samwer-Klon des US-Originals Birchbox. Das Business-Modell ist aber einfach zu verführerisch: Die Box voll Beauty-Pröbchen bietet Monat für Monat neue Überraschungen, die direkt Folgebestellungen anschieben. Der Kunde zahlt für die Bedarfsweckung – sehr charmant! Dazu stellen die Hersteller die Proben auch noch kostenlos zur Verfügung stellen - zumindest beim US-Original Birchbox, wie Jochen Krisch berichtet. Glossybox verdient an einem Kunden damit nicht nur dopppelt, beim ersten Mal muss der Anbieter nicht einmal Ware einkaufen.

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