Warum wir mehr "social" verkaufen müssen
Ja ja, ich weiß - Social Commerce ist so ein Hypewort, das wird so bald nix. Dennoch gibt es interessante soziologische Befunde über die Veränderung bei den Kaufentscheidungen.
Der eMarketer hat eine interessante Erhebung darüber veröffentlicht, was die "Millennials" zum Kaufen motiviert, und was die heute 35jährigen angeht, die also aktuell im besten Einkaufsalter sind. Dabei fällt auf, dass die Kurven zwar ähnlich verlaufen, wenn es um Dinge geht, die ihnen wichtig sind. Aber während die jüngeren Befragten gesellschaftliche Themen wie Nachhaltigkeit deutlich stärker gewichten als die 35+-jährigen, hat das konkrete Verhalten der Unternehmen weniger Einfluss auf die Kaufentscheidung.
Stattdessen fällt deutlich auf, dass die Millennials sehr auf die Erscheinung und den Zuspruch der anderen achten. D.h. sie haben das 5-Sterne-System inzwischen verinnerlicht. Ich würde hier freilich einschränkend sagen, dass 18-35jährigen immer deutlich mehr darauf achten, wie sie wahrgenommen werden.

Wenn es sich um einen nachhaltigen Mentalitätswandel handelt, dann wird es für Versender höchste Zeit, über mehr Wege nachzudenken, die aktiven Kunden mit ihren Meinungen auch deutlicher einzubeziehen. In Deutschland dürften die Zahlen nämlich ähnlich aussehen. Und wenn ich an die Erkenntnisse von Yalook denke, dass Kunden 2x so oft Produkte in den Warenkorb gelegt haben, wenn andere Yalook-Nutzer die Modeartikel so cool fanden, dass sie sie in einem "User-Style-Bild" verarbeitet haben - der dann prominent beim Artikel abgebildet wurde! -, dann könnte ein echter Hebel darin liegen.
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