Was Twitter über Googles Nexus One verrät
Wie man aus unstrukturierten Kundentexten Marketing-Aussagen gewinnt, ist eines der Top-Themen der ECOM im April in Berlin. Ein schönes Beispiel gibt es für Googles Nexus One:
Die Beratung Attensity hat 15.000 Tweets über das angekündigte Google Phone analysiert und kommt zunächst zu sehr positiven Aussagen: 55 % derjenigen, die über das Nexus twittern, sind positiv eingenommen, 6 % "lieben" es sogar. Zwar können alle erstmal nur sehr allgemein reden, aber zumindest sieht man, dass für diejenigen, die das neue Smartphone schätzen, vor allem Android, der Bildschirm und die kommenden Apps von besonderer Bedeutung sind.

Die Gegenprobe: Offenbar sind für die Nexus-Hasser ebenfalls das Betriebssystem und die (geringe Zahl der) Apps ein Stolperstein. Und die fehlende Hardware-Tastatur (kann ich verstehen).

Immerhin wollen 87 % derjenigen, die überhaupt über das Nexus reden, das Smartphone mal ausprobieren, wenn nicht gar kaufen. Aber Achtung: Es gibt 6 %, die einen echten "Deal-Breaker" nennen, also einen Killer-Faktor im negativen Sinn.
Aberwie einflussreich sind die Freunde und Feinde?
Intend to Buy: 100 "Tweeters" that have indicated that they intend to buy the Nexus One have 1,000 or more followers. Five of the people in this category have more than 10,000 followers. So they are quite influential.
Will Not Buy: Eight of the people in this category have more than 1,000 followers, with two having more than 10,000.
Der Einflussreichste aller Twitterer, mit 83.000 Followern, hasst das Nexus wegen eines harten Deal-Breakers: Das Telefon ist nicht in seinem Land verfügbar.
Mit guter Analyse-Software kann man über solche Analysen hinaus auch noch nachvollziehen, welche der Eigenschaften von Produkten, Angeboten, Unternehmen den tiefsten Eindruck hinterlassen haben, etwa in Form von Retweets der Nachricht.
Google bekommt also einen schnellen Eindruck der Sweet Spots seines Phones und kann entsprechend gegensteuern. Auf der ECOM zeigen wir anhand eines Beispiels aus der Tourismus-Wirtschaft, wie man das Social Web unter Marketing-Fragestellungen "scoren" kann.
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