Welche Maße sind ideal - für den Verkauf?

Welche Maße sind ideal - für den Verkauf?

Keine mageren Models mehr bei Brigitte. Stattdessen mehr Gesichter von der Straße und Promis als Mode-Testimonials. Ein Schritt zu Normalität?

Wenn Models 25 % leichter sind bzw. einen um ein Viertel geringeren BMI aufweisen als der Durchschnitt der Vergleichsgruppe, ist das rein physiologisch schon mal bedenklich. Unter Gesichtspunkten der Verkäuflichkeit muss man es aber anders betrachten.

In der Katalogfotografie hat sich immer wieder herausgestellt, dass ein Model besser verkauft, wenn es nicht die reale, sondern die Zielvorstelung der Kunden spiegelt. Sprich: etwas jünger, schlanker, gesünder... Die Amerikaner sprechen vom "aspirational I".

Der beste Beleg dafür ist Ottos "Cinderella-Contest". Das Versprechen: die Schönheit unter der Alltäglichkeit freisetzen. Daran ist nichts verkehrt oder zu kritisieren. Höchstens, dass die Models dann doch wieder ein Quentchen schlanker als der Schnitt sind.

Die Brigitte wird kaum das Genre revolutionieren, weil sie sonst die Leser verlöre. Schon die Ankündigung, wie die Versender und Agenturen zu "casten" bzw. auf Promis zu setzen, dabei freilich Schönheitsfehler (!) zu dulden, spricht dafür, dass man noch nicht beim "StreetStyle" angekommen ist.

Das wäre wirklich spannend. Blogs haben großen Erfolg mit Fotos "von der Straße weg". Dieser Modejournalismus 2.0 stellt wirklich ehrlich Mode und Stil der Endverbraucher in den Mittelpunkt. Einige Anbieter, z.B. American Apparel, gehen inzwischen bei der Modelwahl fast so weit.

Ehrlichkeit und Verkäuflichkeit stehen zuweilen im Spannungsfeld. Man kann, besser: man sollte regelmäßig testen, ob die gesellschaftliche Veränderung nicht mehr und mehr die Ehrlichkeit als Mittel zu mehr Verkauf erlaubt.

Vielleicht will die Welt betrogen sein. Aber der epochale Trend zu höherer Transparenz (dank Internet) erlaubt es, diese Regel zu brechen.

 

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