Wie man kein Angebot macht...
Ich versuche auch der Groupomania zu erliegen. Allerdings ist bislang für Bonn wenig dabei, was mich reizt - aber das ist ja "in the eye of the beholder". Schwerer wiegt, dass ich manche Deals einfach nicht verstehe.
Heute zum Beispiel gibt es einen Gutschein von Madame YamYam. Das ist ein witziges Bistro und wäre durchaus mal etwas für einen mittäglichen Besuch.
Dem Header der e-Mail entnehme ich, dass es wohl 50 % auf jeglichen Artikel sind - oder auf die gesamte Bestellung?

So sieht das Angebot aus:

Was ist das Angebot? Ich zahle 3 Euro statt 6 Euro, der Gutschein kostet mich aber 3 Euro? Where's the Deal? Bekomme ich einen 6 Euro-Gutschein, oder einen 50 % Gutschein, den ich für 3 Euro statt 6 Euro kaufe?
Der Angebotstext selbst erwähnt die 50 % nicht mehr, sondern stellt auf einen absoluten Betrag ab. Es gibt übrigens klare Erkenntnisse aus den Gutscheinen des Versandhandels, ob und wann man besser Prozent-Gutscheine oder Beträge auslobt. Sollte man sich bei Groupon Deutschland mal aus dem Otto-Archiv holen. Vermutlich wird dort stehen, dass ein absoluter Betrag besser zieht als ein Prozent-Wert. Aber bitte: Das gilt in der Regel für Beträge, die nicht so klein sind wie hier im Angebot.
Das eigentliche Problem mit diesem Angebot ist nämlich ein ganz anderes: Wie soll ich denn den "Wert" des Gutscheins einschätzen, wenn ich keine Vergleichspreise habe? Egal ob 50 % oder 3 Euro: Dieses Angebot ist letztlich unsinnig, weil keine Erwartungshaltung an den Durchschnittsbon besteht. Hier hätte man bei den Highlights deutlich mehr "vorkonditionieren" können. (OK, wieder so eine alte Versandhandels-Terminologie.)
Groupon/CityDeal ist eine interessante Plattform, aber hier fehlt es entweder an der Beratung für diejenigen, die die Gutscheine ausloben. Oder die Marketer von Groupon selbst haben diesen Deal nicht verstanden. Oder sie haben schlicht keine Ahnung von Gutschein-Mechanismen - das wäre das schlimmste, denn dann kommt am Ende nur ein Preisverhau ohne weiteren Mehrwert für die Handelspartner heraus.
P.S. Falls man mir als Versandhandels-Opa nicht glaubt, empfehle ich hier zur Lektüre einen kleinen Beitrag von Matthias Henrici bei Konversionskraft. Und noch ein Beitrag vom Marketingguy, in dem aus einer MarketingSherpa-Studie zitiert wird.
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Zudem scheint die zeitliche Begrenzung der Gutscheinlaufzeit ja auch ein (nicht geringes) Erlöspotential der Groupon-Seiten zu sein, denn manchmal werden nur 50% der gekauften(!) Gutscheine dann innerhalb des Gültigkeitszietraumes auch real eingelöst.
Das mit dem Angebot versteh ich aber auch nicht :)
@Christian Martin
Diese Seiten zielen sogar bewusst darauf ab, dass nur ein kleiner Teil der Käufer die erworbenen und bezahlten Deals in Anspruch nimmt. Ein Teil der Käufer wird überweisen und dann den Deal vergessen oder einfach das Interesse verlieren. Für den Anbieter natürlich optimal.
P.S.: Sobald in einem Kommentar das \"kleiner\"-Zeichen enthalten ist, wird der Rest nicht übermittelt, siehe oben.
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