Wie Twitter Zappos hilft - und warum deutsche Versender zögern
Zappos CEO Tony Hsieh hat jetzt in seinem Blog schön beschrieben, wie und warum Twitter für ihn persönlich, aber auch für das Unternehmen wichtig geworden ist:
For me, it comes down to these 4 things:
- Transparency & Values: Twitter constantly reminds me of who I want to be, and what I want Zappos to stand for
- Reframing Reality: Twitter encourages me to search for ways to view reality in a funnier and/or more positive way
- Helping Others: Twitter makes me think about how to make a positive impact on other people's lives
- Gratitude: Twitter helps me notice and appreciate the little things in life
Der ganze Post ist sehr ausführlich und zeigt den großen Unterschied, den man auch in Deutschland zwischen traditionellen Versandhäusern und Start-ups oft spürt: Die Start-ups denken vernetzt. Sie sehen sich oft als Teil einer Gemeinschaft, die sich dann auch in Community-Events wie Barcamps spiegelt.
Demgegenüber sind Versandhäuser in Deutschland früher still und fleissig aufgebaut worden. Es war eine Zeit, in der man anders miteinander und übereinander gesprochen hat. Das hält sich bis heute.
Es gibt Jahrzehnte alte Versandhäuser, die dynamisch genug sind, sich in solchen neuen Organisationsformen wiederzufinden. Die Mitarbeiter sind genauso lebendig wie in Start-ups. Man muss nur mal die bvh-Junioren kennenlernen. Aber wenige (ganz wenige) werden wirklich Teil dieser "anderen" Community.
Ich weiß nicht, ob es ein einziges Versandhaus in Deutschland gibt, dass die "Zehn Gebote" von Zappos unterschreiben würde, die man in Tonys Post nachlesen kann, und die wir auf dem Versandhandelskongress 2008 vorgestellt haben. Zappos ist so über 1 Mrd. Dollar Umsatz gewachsen.
Es gibt in Deuschland eine andere Unternehmenskultur als in Amerika. Das mag der Hauptgrund dafür sein, dass Twitter und andere Formen so langsam Einzug halten. Ich war überrascht, wie viele Blogs ein Handelsgigant wie Wal-Mart heute hat. Kaum einer, der nicht irgendwo diese Kommunikation sucht.
Natürlich ranken sich viele Mythen um Social Media (ein tolles Buch dazu kann man kostenlos bei Michelle MacPhearson runterladen). Es ist ein langfristiger Ansatz, kein kurzer Marketing-Stint.
Gerade deshalb sollten doch eigentlich viel mehr Versender damit experimentieren. Wann hat man schon die Möglichkeit, mit einem neuen Medium zu wachsen und es kennenzulernen. Dann ist man da, wenn die Gesellschaft darauf einsteigt. Das setzt natürlich voraus, dass man sich und sein Unternehmen darauf einstellt und nötigenfalls auch umbaut.
Mehr dazu hören wir auf der "ecom-berlin" im Mai.
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Wir experimentieren auch mit Social Media, nur manchmal denke ich mir: \"Kommt da wirklich was bei rum\", bzw. \"Habe ich wirklich soviel zu sagen, daß es sich lohnen würde das der Menschheit mitzuteilen\"
Soviel Subtantielles fällt mir dann auch nicht ein ;-)
Von daher bin ich mir noch nicht sicher, was von Social Media übrig bleiben wird.
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