Der Versandhaus-Blog von Stephan Meixner

Amazon: 500 Beschäftigte in Bad Hersfeld proben den Aufstand

10.04.13 von Jaqueline Pohl

Nach Leipzig bahnt sich nun auch im größten deutschen Amazon-Logistikzentrum in Bad Hersfeld ein Arbeitskampf an. 500 Mitarbeiter haben am Dienstag kurzzeitig die Arbeit niedergelegt.

Der Arbeitskampf bei Amazon weitet sich offenbar aus. Auf einer Kundgebung im hessischen Bad Hersfeld haben sich etwa 500 Beschäftigte des Logistikzentrums von Amazon versammelt, um einen Tarifvertrag einzufordern und sich über den Stand der Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Amazon-Geschäftsführung in Deutschland zu informieren. Verdi möchte Lohnerhöhungen durchdrücken, die dem Niveau des Branchentarifvertrags für den Einzel- und Versandhandel entsprechen. Außerdem stehen Schichtzulagen und allgemein bessere Arbeitsbedingungen zur Debatte.

Die ersten Gespräche verliefen ergebnislos. Bad Hersfeld ist mit zirka 3700 Beschäftigten der größte deutsche Amazon-Standort und eines von sieben Amazon-Logistikzentren in Deutschland. Insgesamt beschäftigt Amazon 9000 festangestellte Mitarbeiter in allen seinen Logistikzentren.

In Bad Hersfeld soll es nun nächste Woche zur Urabstimmung über einen Streik kommen. Am vergangenen Freitag hatten bereits Mitarbeiter in Leipzig die Arbeit niedergelegt. In einer Urabstimmung sprachen sich dort bereits 97 Prozent der Verdi-Mitglieder für einen Arbeitskampf aus.

Wie sich Amazon auf die drohenden Streiks in seinen Logistik-Drehscheiben vorbereitet, um sein Versandgeschäft trotz der Ausstände möglichst reibungslos abzuwickeln, ist bisher nicht bekannt.

Fashion-Strategie: eBay wird zum Mode-Marktplatz

09.04.13 von Stephan Meixner

Das Online-Unternehmen eBay hat eine exklusive Kooperation mit dem deutschen Mode-Designer Guido Maria Kretschmer gestartet. Dieser bietet auf dem Online-Marktplatz unter www.gmk.ebay.de ab sofort Skizzen für eine 20-teilige Kollektion an, die ab 28. Juni exklusiv bei eBay verkauft wird.

Bis dahin können die Nutzer entscheiden, welche elf Teile aus der Kollektion produziert werden sollen. Kosten sollen einzelne Teile zwischen 49 und 199 Euro.

Mit der Aktion will sich eBay verstärkt als Fashion-Anbieter positionieren. Zum Mai soll die Mode-Rubrik auf eBay außerdem ein neues Layout erhalten und damit sowohl für Kunden als auch Marken und Hersteller attraktiver werden.

Bestätigt: Neues Otto-Portal ("Collins") startet 2014

05.04.13 von Redaktion Versandhausberater

Unter dem Projektnamen "Collins" arbeitet die Otto-Gruppe mit Hochdruck an einem E-Commerce-Portal, das voraussichtlich Anfang 2014 an den Start gehen wird. Das hatte der Versandhausberater bereits zu Beginn der Woche exklusiv berichtet und wurde heute morgen auf einer Pressekonferenz in Hamburg von Rainer Hillebrand bestätigt. Laut dem Konzern-Vorstand für E-Commerce und Strategie wird das "Collins"-Projekt von Benjamin Otto und Tarek Müller verantwortet, wie wir ebenfalls bereits zum Wochenstart in Newsletter und Blog berichtet hatten.

Bei Collins will man versuchen, Frauen über eine neue Nutzeransprache als Kunden zu gewinnen (Stichwort: "Female Commerce"). 60 Mitarbeiter sind bereits für das Projekt tätig. Bestätigt wurde auch, dass eine dreistellige Summe investiert wird. Mehr Details hat Hillebrand nicht verraten. Welche Umsatzziele man mit "Collins" verfolgt, wollte man auch nicht sagen.

Weitere Informationen erhalten Sie über unseren wöchentlichen Newsletter (Hier anmelden!). Mehr Details und Hintergründe zum Projekt "Collins" lesen Abonnenten wahlweise sofort online oder ab morgen in unserer druckfrischen Print-Ausgabe 14/2013 (Jetzt Probe-Abo anfordern).

Projektname "Collins": Was die Otto-Gruppe mit Benjamin Otto plant

02.04.13 von Stephan Meixner

Unseren Informationen zufolge arbeiten die Hanseaten unter dem Projekttitel "Collins" an einem neuen Online-Shop, der auf die Sortimente "Fashion" sowie "Home & Living" spezialisiert sein soll. Der Projektname geht auf den Wirtschaftsautor "Jim Collins" zurück, wie unsere Informationen besagen. Zielgruppe sei eine "junge und weibliche Zielgruppe", die man mit einem "vielfältigen Einkaufserlebnis, Top-Fashion-Marken und gutem Service" überzeugen will. Großes Ziel sei, dass Collins zu einer "tragenden Säule innerhalb der Otto-Gruppe" werde - wobei der Shop erst 2014 und unter einer anderen Bezeichnung als dem aktuellen Projektnamen starten soll, wie es heißt.

Der Projektverantwortliche ist laut dem Schreiben übrigens kein geringer als Benjamin Otto - Sohn des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Otto und Enkel von Firmengründer Werner Otto. In seiner Funktion als Geschäftsführer berichtet der 37-Jährige direkt an Rainer Hillebrand, verantwortlich für Konzernstrategie und E-Commerce bei der Hamburger Otto-Gruppe.

Zweiter Geschäftsführer beim "Collins"-Projekt soll ein gewisser Tarek Müller werden, wie uns aus sicherer Quelle zugetragen wurde. Der 24-jährige Jungunternehmer ist zur Zeit noch Chef der Unternehmensberatung Netimpact. Diese Agentur entwickelt nach eigenen Angaben "digitale Geschäftsmodelle" und zählt neben der Otto-Gruppe übrigens auch den Otto-Versand zu ihren Kunden. Uns wurde aus sicherer Quelle zudem zugeflüstert, dass Müller mitsamt seinem rund 65-köpfigen Beratungsteam zur Otto-Gruppe wechseln werde.

Bestätigt wurden diese Infos bislang von Unternehmensseite allerdings noch nicht. Ende der Woche veranstaltet die Otto-Gruppe allerdings eine Pressekonferenz, auf der Rainer Hillebrand über kommende E-Commerce-Projekte berichten will. Wir bleiben dran und berichten zeitnah in Newsletter und Blog über die neuesten Informationen und Hintergründe.




Otto-Gruppe veröffentlicht vorläufige Jahresbilanz

27.03.13 von Stephan Meixner

Die international tätige Otto-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012/13 (Stichtag: 28. Februar) einen Gesamtumsatz von 11,8 Mrd. Euro erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr gab es damit lediglich ein Mini-Plus von 1,7 Prozent. Dass der Umsatz praktisch stagniert, kommt für die Hanseaten nicht überraschend. So habe man den Umsatz wie geplant moderat ausgebaut, dabei die Gewinne aber deutlich steigern können. Konkrete Zahlen zum Ergebnis gibt es aber erst, wenn der finale Jahresabschluss veröffentlicht wird.

Beim Blick auf die drei Geschäftszweige der Gruppe zeigt sich, dass vor allem im Service-Geschäft die Musik spielt. Im Segment "Multichannel-Einzelhandel" (hier werden alle Umsätze der Handelsunternehmen wie Otto, Bonprix und Baur konsolidiert) gab es gerade einmal ein mickriges Wachstum von 0,4 Prozent auf 10,07 Mrd. Euro.

Das Service-Geschäft dagegen (u.a. Hermes) ist um 10,1 Prozent auf 1,134 Mrd. Euro gewachsen. Die Einnahmen aus Finanzdienstleistungen wiederum (u.a. EOS) haben um 11,7 Prozent auf 594 Mio. Euro zugelegt. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde gerade über Finanzdienstleistungen ein überdurchschnittliches EBIT erzielt, was letztlich das Ergebnis der gesamten Gruppe befeuert hatte.

Mehr Hintergründe und Details zu den Otto-Zahlen gibt es in der kommenden Print-Ausgabe (Jetzt Probe-Abo anfordern).

Globetrotter: Umsatz stagniert

27.03.13 von Stephan Meixner

Laut einem Bericht der Fachzeitschrift "Textilwirtschaft" soll Outdoor-Spezialist Globetrotter im vergangenen Geschäftsjahr eine Nullrunde gedreht haben. Demnach habe der Umsatz im Geschäftsjahr 2012/13 (Stichtag: 28. Februar) auf Vorjahresniveau stagniert. Investitionen in neue Geschäfte wie die Franfurter Filiale und Kosten für den Relaunch des Online-Shops hätten zudem das Ergebnis belastet.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2011/12 konnte Globetrotter seinen Brutto-Umsatz um zehn Prozent auf 250 Mio. Euro steigern. 2010/11 gab es noch 5,1 Mio. Euro Gewinn.

Zweitausendeins schließt seine erste Filiale

25.03.13 von Stephan Meixner

Das Freiburger Ladengeschäft von Zweitausendeins ist Geschichte. Zum April wird die Filiale geschlossen, da der Medienversender wie erwartet leider keinen Franchise-Nehmer vom Geschäft in Süddeutschland überzeugen konnte (siehe Ausgabe 08/2013).

Vor knapp einem Jahr hatte Zweitausendeins angekündigt, seine insgesamt 14 Filialen in Deutschland von Franchise-Nehmern betreuen lassen zu wollen und so Kosten zu senken (siehe Ausgabe 17/2012).

An den 13 übrigen Standorten wird derzeit noch mit Interessenten verhandelt, einen Vertragsabschluss hat man aber noch nicht erreicht. Es dürfte zudem nicht einfach werden, die Filialen zu retten.

Branchenbeobachter bemängeln, dass das Ende der 60er Jahre gegründete Unternehmen jenseits der 68er-Generation heute ein etwas angestaubtes Image habe. Die Krise der Musikindustrie macht den Handel mit Tonträgern für Investoren  dazu auch nicht gerade interessanter.

Emeza: Zalando startet seinen Luxus-Shop offiziell

22.03.13 von Stephan Meixner

Mit dem Luxusmode-Ableger Emeza.com experimentiert Zalando bereits seit Dezember. Nun ist der offizielle Startschuss für den deutschen Net-a-Porter-Klon gefallen. Zum Start in die erste Frühjahr-/Sommer-Saison gibt es hochpreisige Mode von rund 120 Designer-Marken.

Über ein selbst produziertes Online-Magazin will man Bedarf wecken und Kunden zu Käufen inspirieren. Parallelen zur Content-Strategie von Net-a-Porter sind offensichtlich. Unter dem Titel "The Edit" veröffentlichen die Briten jede Woche neue Styling-Tipps, Interviews und Kaufempfehlungen im Online-Shop. Im direkten Vergleich ist das Zalando-Magazin noch deutlich rudimentärer und besteht aktuell lediglich aus Kaufempfehlungen.

Kunden von Emeza.com haben 30 Tage Rückgaberecht, auf Versandkosten wird verzichtet. Bezahlen kann man per Vorkasse, Kreditkarte, Paypal und auf Rechnung.

Intersport verkauft jetzt online

20.03.13 von Stephan Meixner

Die Verbundgruppe Intersport hat jetzt ihren angekündigten Online-Shop gestartet. Auf Intersport.de können Kunden wahlweise Ware online bestellen oder zur Abholung bei einem stationären Händler reservieren.

Wenn Kunden die Ware abholen, bekommt der lokale Händler den Umsatz. Ob Ware bei einem Händler verfügbar ist, erfahren Kunden aber erst nach einer Abfrage der lokalen Warenbestände, die bis zwei Stunden dauern kann. Dann erhält der Kunde per E-Mail eine Benachrichtung.

Schneller geht es, wenn Kunden online ordern. Dann wird die Ware aus einem Lager bei Heilbronn mit Hermes verschickt. Beim Bestellen muss der Kunde einen Fachhändler auswählen, den er bei Fragen vor Ort kontaktieren möchte. Dieser Händler erhält dann eine Provision vom Web-Umsatz.

Jetzt bewerben: Wir suchen den Katalog und Shop des Jahres

13.03.13 von Stephan Meixner

Ab sofort können Versandhändler wieder ihre Konzepte für die begehrten Branchen-Awards "Katalog des Jahres" und "Online-Shop des Jahres" einreichen. Beide Preise gelten als Auszeichnung für ein exzellentes Konzept im Versand- bzw. Onlinehandel mit klarem USP, der Fähigkeit zur Begeisterung und handwerklicher Präzision.

Die Auszeichnungen für den „Katalog des Jahres“ und den „Online-Shop des Jahres“ werden traditionell im Rahmen der jährlich stattfindenden NEOCOM (vormals Deutscher Versandhandelskongresses) vergeben. In diesem Jahr erfolgt die Verleihung erstmals auf der großen Bühne der NEOCOM im Rahmen des Gala-Events am Abend des 28. Oktober in der Alten Federnfabrik auf dem AREAL Böhler in Düsseldorf. Die Preise werden von Management Forum und dem Versandhausberater verliehen.

Alle Infos zur Preisverleihung gibt es hier, zur Anmeldung geht es dort entlang.

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Diana GoldbeckDer „Versandhausberater“ bietet regelmäßig exklusive Praxis-Seminare rund um die Themen Kataloggestaltung, Onlineshop-Optimierung, Versandhandelsrecht und Social Media an.

Für Informationen zu den nächsten aktuellen Terminen und der Möglichkeit, unsere Referenten für eine Inhouse-Schulung zu buchen, wenden Sie sich bitte an Diana Goldbeck, .