Der Versandhaus-Blog von Markus Howest

Windeln.de übernimmt Feedo.cz

20.04.15 von Redaktion Versandhausberater

Nachdem Windeln.de bis jetzt nur in Deutschland, in der Schweiz mit Kindertraum.ch & Toys.ch seit 2013 und China aktiv ist, bewegt sich der Spezial-Versender für Baby- und Kleinkinderbedarf jetzt richtig Osten. Der osteuropäische Markt soll durch die Übernahme des Wettbewerbers Feedo gelingen. Der tschechische Online-Händler soll seinen Namen behalten. Gemeinsam mit den Gründern von Feedo will Windeln.de durch Synergien im Einkauf, Versand und sonstigen Prozessen schnell wachsen.

Feedo ist für Windeln.de so interessant, weil das in 2010 gegründete tschechische Unternehmen mit 6 Mio. € Jahresumsatz in 2014 nicht nur einen tschechischen Online-Shop betreibt, sondern auch Online Polen und die Slowakei bedient. Besonders interessant ist die Tatsache, dass in diesen Ländern der Online-Handel gerade richtig angekommen ist und weiter dynamisch wächst. Dementsprechend ist auch das Ziel von Windeln.de Europas größter Online-Händler für Baby- und Kleinkinderbedarf zu werden.

Das Windeln.de schnell und effektiv im Ausland wachsen kann, ist bereits am chinesischen Markt zu sehen gewesen. Während der Umsatz in 2012 noch bei 7 TEUR lag, wuchs dieser in 2014 bereits auf 55.666 TEUR erhöht werden und hat damit den Umsatz in DACH bereits überholt.

Benjamin Otto wechselt im Juni in den Gesellschafterrat

20.04.15 von Redaktion Versandhausberater

Benjamin Otto, der lange als potenzieller Vorstandsvorsitzender der Otto Group gehandelt wurde, wechselt zum 1. Juni in den Otto Gesellschafterrat. Dahinter verbirgt sich das Gremium für die strategische Ausrichtung der Otto Group. Neben ihm ist auch sein Vater, der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Otto, als gestaltender Gesellschafter tätig. Gemeinsam haben beide bereits einen Strategieplan erarbeitet, um den Konzern in das digitale Zeitalter zu überführen. „Als Vertreter einer jungen Otto-Generation fühle ich mich verpflichtet, meinen Teil beizutragen, die Otto Group vollständig ins digitale Zeitalter zu überführen und ihre Innovationskraft weiter zu stärken“, begründet Benjamin Otto den Schritt. 

Zuvor war der 39-jährige Enkel des Firmengründers Werner Otto CEO beim Start-Up Collins. Dort übernimmt Traek Müller die Leitung. Beide hatten Collins in 2014 gemeinsam gegründet. 

Die Erfahrungen, die er bei Collins gemacht hat, kann er für den anstehenden Transformationsprozess bei Otto sicher gut gebrauchen, da der Konzern durch neue Marktteilnehmer bedrängt wird. So hatte Otto im Geschäftsjahr 2014/2015 erstmals rote Zahlen geschrieben. Es bleibt abzuwarten, inwiefern es Benjamin Otto gelingt seine Expertise von Collins auf die Otto Gruppe zu übertragen.

Wieder negatives Ergebnis: Wird Pixmania jetzt verkauft?

17.04.15 von Redaktion Versandhausberater

Der Umsatz des auf Spielwaren und Unterhaltungselektronik spezialisierten französischen Online-Händler Pixmania ist in 2014 auf einen Netto-Umsatz von  europaweit 213 Mio. € gesunken. Geplant waren für das Jahr 2014 allerdings 250 Mio.€. 2013 hatte der Online-Versender, der in 14 europäischen Ländern aktiv ist und 500 Mitarbeiter in Frankreich und Tschechien beschäftigt, noch einen Netto-Umsatz von 300 Mio. € erwirtschaftet. In Hochzeiten hatte das Unternehmen sogar einen Netto-Umsatz von 800 Mio. €.  Mutares hatte das Unternehmen im Januar 2014 übernommen und sich dabei von Randsortimenten getrennt.

Mutares muss sich jetzt schnell etwas einfallen lassen, um trotz gestiegener Konkurrenz den Umsatz in 2015 anzukurbeln. Denn das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen Pixmania schreibt seit 2013 negative Ergebnisse. Auch wenn sich diese von -30 Mio. € in 2013 auf -10 Mio.€ in 2014 „verbessert“ hat, ist das Unternehmen zu dem auch Pixmania Pro und Oferton gehört auf einen baldigen Turnaround angewiesen.

Zwar konnte durch die Optimierung des Einkaufs und Kostensenkungen u.a. beim Personal etwas Luft geschaffen werden,  aber durch Vorkasse-Zahlungen bei einigen Lieferanten und den gesunken Bruttomargen durch den gestiegenen Konkurrenzdruck bleibt nicht viel zum atmen.

Sicherlich könnten Verbesserungen bei den Konditionen im Einkauf einiges bewegen. Sollte dies nicht gelingen, wäre eine weitere Option der Verkauf. Dementsprechend bleibt es interessant wie die strategische Richtung des Online-Versenders aussehen wird.

Personalie: Generationswechsel bei Conrad Electronic

17.04.15 von Markus Howest

Die Elektronikmarktkette Conrad wird zum 1. Mai dieses Jahres einen Wechsel in der Führungsspitze des Unternehmens vornehmen und damit einen Generationswechsel einleiten, teilt der Multichannel-Händler mit. Das Conrad "Eigengewächs" Holger Ruban (44), der zuvor das internationale Geschäft des Versandhändlers verantwortet hat, wird neuer CEO. Er folgt auf Jörn Werner, der seit 2012 diese Position inne hatte und entscheidend die Umstrukturierung hin zu einem Multichannel-Unternehmen vorangetrieben hat. Als zweiter im Bunde wird Ralph Goedecke (43), der vor einem Jahr vom Schweizer B2B-Online-Händler ARP gekommen ist, weiter für den Bereich IT und E-Commerce verantwortlich sein. Den Geschäftsbereich von Bernhard Bach (Finanzen und Logistik) als dritter im Führungsteam wird dann zum Jahresende eine junge Geschäftsführerin übernehmen, deren Name wunschgemäß erst zeitnah veröffentlicht werden wird, teilt der Elektronikhändler mit.

Dass die Führungsriege künftig mit einer Frau besetzt sein wird, freut den Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Werner Conrad, ganz besonders. Zumal er im vergangenen Jahr bereits die 27-jährige Lea-Sophie Cramer, CEO der Sonoma Internet GmbH, in den Verwaltungsrat der Conrad Electronic SE geholt hatte.

Dass Conrad auf junge Fachkräfte aus den eigenen Reihen setzt, ist als Signal an die Belegschaft wie auch an den Markt zu verstehen. Es soll in Zeiten des Fachkräftemangels eigene Mitarbeiter und Führungskräfte ermutigen ihren Weg bis ganz nach oben zu verfolgen und zugleich als Außenwirkung die Botschaft verkünden: Karriere machen bei Conrad ist möglich. So wird das internationale Geschäft künftig auch von zwei Geschäftsführern aus dem eigenen Haus besetzt werden: Klaus Mittermayr und James Bell werden ab Mai die Expansion des Konzerns im Ausland vorantreiben.

Den weiteren Weg des Unternehmens skizziert Werner Conrad wie folgt: "Für uns ist es wichtig, eine gute Balance zwischen Innovation und Erfahrung zu halten, was in der heutigen Zeit nicht immer ganz leicht ist. Ohne unsere Wurzeln aufzugeben, haben aber im Moment eher die neuen Themen Vorfahrt."

dm Drogeriemarkt wächst zweistellig

16.04.15 von Markus Howest

Die Drogeriemarktkette dm hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/2015 den Umsatz in Deutschland um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf nunmehr 3,481 Mrd. Euro (Hj.2013/2014: 3,15 Mrd. Euro) steigern können. Auf ganz Europa bezogen konnte der Konzern 4,476 Mrd. Euro erwirtschaften und lag damit um 9,4 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (4,092 Mrd. Euro).

Damit profitiert dm weiter von dem insgesamt vom steigenden Marktvolumen im deutschen Markt für Drogeriewaren insgesamt. Laut IFH Köln stieg das Volumen seit 2008 um 5,9 Prozent auf 26,3 Mrd. Euro, dabei kommt den Drogeriemärkten die Rolle der zentralen Distributeure zu: Rossmann, dm & Co erzielen heute einen Umsatzanteil von 32,4 Prozent am Kernsortiment Drogeriewaren.

Mit der für den Frühsommer dieses Jahres geplanten Online-Offensive durch den Launch des eigenen dm-Webshops in Deutschland wird voraussichtlich ein weiterer Schub für die Umsatzentwicklung zu erwarten sein. Zumal das neue Portal sich an jene Zielgruppe richtet, die zu den Ladenöffnungzeiten nicht die Zeit finden und lieber zeit- und ortsunabhängig shoppen wollen.

Windeln.de ist reif für die Börse

13.04.15 von Markus Howest

Was sich zuletzt bereits angedeutet hatte, ist nun Gewissheit. Der Online-Händler für Baby- und Kinderprodukte Windeln.de bereitet seinen Börsengang vor. Und zwar in Deutschland und Luxemburg sowie außerbörsliche Privatplatzierungen in bestimmten Ländern außerhalb von Deutschland und Luxemburg, teilt der Online-Pureplayer mit. Die Zulassung seiner Aktien strebt das Unternehmen im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse noch in diesem Jahr an. Voraussichtlich werde das Angebot aus neuen, im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegebenen Aktien in Höhe von ca. 100 Mio. Euro sowie einer Veräußerung von Anteilen einiger derzeitiger Gesellschafter in Höhe von ca. 80 Mio. Euro bestehen, zuzüglich potenzieller Greenshoe-Erlöse.

Im Zuge des bevorstehenden IPO hat der Online-Händler seit dem 1. April Nikolaus Weinberger (40) als Finanzvorstand ins Team geholt. Er wird in dieser Position für die Bereiche Finance & Controlling, Accounting, Investor Relations, Recht, Personal und Facility Management verantwortlich sein. Der promovierte Betriebswirt kommt von Goldmann Sachs Investment Banking und hat reichlich Erfahrungen in der Unternehmensfinanzierung. Auch in Börsengängen ist er durchaus bewandert.

Für Windeln.de ist der Börsengang der "nächste logische  Schritt", sagt Mitbegründer und Geschäftsführer Alexander Brand. Damit verschaffe man sich eine stärkere Ausgangsposition für ein beschleunigtes langfristiges Wachstum, so Brand. Erst im vergangenen Jahr hatte das in 2010 gegründete Unternehmen die Gewinnzone erreicht.

Mit dem Börsengang liegt Windeln.de ganz im Trend. Denn wie der aktuelle Global Retail E-Commerce Index bestätigt, bestimmen neben Omnichannel-Strategien und Internationalisierung u. a. auch E-Commerce-Börsengänge die Branche maßgeblich.

Lascana steigert Umsatz um 30%

10.04.15 von Redaktion Versandhausberater

„Von Frauen für Frauen, dafür steht LASCANA!“ Mit dieser Philosophie hat der Bademoden- und Wäschehändler seinen Umsatz von 93 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014/2015 gesteigert. Die Tochter der Otto Group hat damit ihren Markenumsatz um rund 30 Prozent ausbauen können.

Das Umsatzplus geht zum größten Teil auf den Wholesale-Kanal zurück, der um 43 Prozent anstieg. In den 13 eigenen Filialen ist der Umsatz um 23% gewachsen. In 2015 sollen 4 bis 5 neue Filialen dazu kommen. Unter anderem sind Mönchengladbach und Aachen als Standorte geplant. Gründer und Geschäftsführer Jens Fehnders sieht das Potenzial in Deutschland mittelfristig bei 50 bis 80 Läden. Gleichzeitig sollen die Vertriebskanäle besser verzahnt werden, indem Click & Collect und Click & Reserve eingeführt werden. Daneben sind neue Onlineshops in Österreich, der Schweiz und Großbritannien geplant, die noch in diesem Jahr an den Start gehen sollen.

Ob sich dieser Erfolg übertragen lässt? Zumindest wird als Ziel für das nächste Geschäftsjahr wieder ein zweistelliges Umsatzwachstum anvisiert. Mit den weiteren Schritten ins europäische Ausland und den bisherigen Erfahrungen könnte das durchaus gelingen.

Rossmann schreibt Verluste im Online-Handel und in der Türkei

09.04.15 von Redaktion Versandhausberater

Die Rossmann Online GmbH hat in 2013 mit rund einer Million Euro Minus abgeschnitten, wie aus der Konzernbilanz hervorgeht. Neben dem negativen Ergebnis im Online-Handel verbuchte die Türkeitochter einen Fehlbetrag von 5,5 Millionen Euro.

Langsam ausgebrütet: Aldi plant Onlineshop in Großbritannien

20.03.15 von Markus Howest

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der Lebensmittel-Discounter Aldi seine Zurückhaltung in puncto E-Commerce abgelegt und steht vor dem Launch eines Onlineshops in Großbritannien. Nicht von ungefähr startet der Discounter auf der Insel, ist hier doch die Affinität Lebensmittel online zu bestellen deutlich ausgereifter und verbreiteter als hierzulande. Und zugleich ist die Filialdichte in UK längst nicht so hoch ist wie im Stammland Deutschland.

Wie die Lebensmittelzeitung berichtet hat sich die Entscheidung vor alllem in den vergangenen zwei Jahren langsam angebahnt, zuletzt soll der Discounter vermehrt Online-Spezialisten zu Rate gezogen haben. Auch wenn Aldi in Sachen E-Commerce eher als Nachzügler gilt, ganz ohne Erfahrungen im Online-Bereich ist Aldi jedoch nicht: In Australien betreibt der Discounter bereits seit zwei Jahren einen Onlineshop für Spirituosen.

Ob nun der Durchbruch im E-Commerce gelingt und sich auf Deutschland überträgt? Mit diesem Schritt wird diese Option zumindest wahrscheinlicher. E-Commerce-Spezialist Ansgar Holtmann, der ohnehin fest überzeugt ist, dass der Distanzhandel mit Lebensmitteln zunehmen wird, kann sich auf Nachfrage folgende Strategie vorstellen: "Erfahrung in UK sammeln, dort lernen wo die Margen höher sind und das „Lehrgeld“ nicht direkt die komplette Marge auffrisst. Dann die Prozesse und Erfahrungen nach Deutschland übertragen", so sein mögliches Szenario. Mit der Konsequenz, dass Aldi in Deutschland schnell "den Ton bei der Lebensmittel-Lieferung angeben" könnte, so die Prognose des Spezialisten.

Denn in Deutschland experimentiert die Branche nach wie vor. Noch rechnet es sich nicht. "Aber man setzt wohl auf die Amazon-Grundstrategie: get big fast – earn money later"

Otto profitiert vom frühen Wandel hin zum Onlinehandel

19.03.15 von Markus Howest

Otto schreitet weiter voran auf seinem profitablen Wachstumskurs. Auch im ?Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 28. Februar 2015) konnte die Otto-Einzelgesellschaft den Umsatz um ca. drei Prozent auf 2,335 Mrd. Euro steigern, der Gewinn lag auf dem Niveau des Vorjahres, teilen die Hanseaten im Rahmen ihrer Bilanzpräsentation mit. Man habe frühzeitig den Wandel hin zum Onlinehandel forciert sieht sich der Versandhändler in seiner Strategie bestätigt: „Wir haben unseren Umsatz in den letzten fünf Jahren bei einer konstant hohen Rendite um rund eine halbe Milliarde Euro gesteigert”, erklärt Konzernvorstand Alexander Birken.

So habe der Konzern allein im vergangenen Jahr rund 60 Mio. Euro u. a. in die Technologie- und Sortimentsentwicklung investiert. Und auf diesem Weg wird es auch künftig weitergehen. Die rentable Entwicklung schafft hierfür die Grundlage. So wird für das kommende Jahr die Investition in die Stärkung der eigenen Position im Onlinehandel auf eine dreistellige Millionensumme aufgestockt. Die Gelder werden nach Otto-Angaben z.B. in zukunftsträchtige Felder wie das Online-Performancemarketing oder die Weiterentwicklung des Webshops fließen. Mehr noch: Auch in bis zu 300 neue Arbeitsplätze wollen die Hamburger investieren. Sie wissen, wie wichtig die klugen Köpfe für die weitere Digitalisierung ist.


Doch zurück zum vergangenen Jahr. Einerseits sei die schwache Marktentwicklung im Textilmarkt auch an Otto nicht spurlos vorüber gegangen, heißt es. Andererseits konnten in den Bereichen Multimedia und Hauselektro sowie vor allem im Möbelsegment Marktanteile hinzu gewonnen werden. Hier liegt auch für die kommenden Jahre ein Schwerpunkt: Bis 2016 werden im deutschen Möbelhandel zusätzliche Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Dazu sollen vor allem die erfolgreichen Spezialshops ihren Anteil beitragen. Ihre Service- und Beratungsleistung werde die Kaufentscheidung im Netz erleichtern, so das Konzept.

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