Herzlich Willkommen im Blog des Versandhausberaters

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

herzlich willkommen im Blog des Versandhausberaters. Hier finden Sie täglich, ja fast stündlich die aktuellen Nachrichten: Personalien, Bilanzen und Unternehmensverkäufen über Logistik, Marketing bis hin zu Recht. Kurz: Alles, was aktuell an News durch die Branche geht. 

Ihre, Barbara Bergmann 

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Der Versandhaus-Blog von Barbara Bergmann

Digitalisierung: toom erweitert sein Online-Angebot

12.01.17 von Redaktion Versandhausberater

Die Baumarktkette toom erweitert ihre Online-Präsenz. Künftig wird das Sortiment auch online bestellbar sein. Dafür setzt der DIY-Spezialist auf die enge Verzahnung seines Filialnetzes mit dem Onlinegeschäft. Als erste der der geplanten Ausbaustufen der neuen Onlinehandels-Präsenz hat das E-Commerce-Team von toom das sogenannte Schaufenster live geschalten.

Damit können Besucher der Onlineseite toom.de bereits jetzt viele Produkte und Marken online sehen, die toom führt. Ein verstärkter Fokus auf für die Kunden aufbereitete und detaillierte Produktdaten macht es leichter, sich über ein neues Wunschprodukt bereits vom heimischen Sofa aus zu informieren. toom begleitet damit seine Kunden online besser in der Phase bis zur Kaufentscheidung.

Um die dafür benötigte Menge an Daten noch leichter verwalten und über alle Kanäle und endgeräteunabhängig visuell ansprechend und stets aktuell ausspielen zu können, setzt toom auf das integrierte Produktinformations-Management System (PIM) des Münchner Dienstleisters commercetools.

Technologisch arbeitet der neue Onlineshop mit einer Microservices-Architektur. Die Lösung bietet für die von toom angestrebte schrittweise Modernisierung durch ihren stark modularen Aufbau eine ideale Ausgangsbasis: einzelne Komponenten der Lösung können unabhängig voneinander implementiert und weiterentwickelt werden. Über sogenannte Microservices können weitere Elemente dann zusätzlich jederzeit an das laufende System angedockt werden.

Das IT-Team von toom konnte Kunden so erste Neuerungen wesentlich schneller zur Verfügung stellen, während es das System im Hintergrund für ein noch besseres Kundenerlebnis weiter ausbauen und optimieren kann. So stehen die genannten, erweiterten Produktbeschreibungen Kunden bereits jetzt zur Verfügung, während toom die Online-Präsenz mit Hilfe des Microservices-Ansatzes permanent überarbeitet, etwa in puncto Produktsuche und Anbindung von externen Lieferantensystem.

E-Privacy-Verordnung: BVDW sieht Digitale Wirtschaft in Europa gefährdet

11.01.17 von Redaktion Versandhausberater

In seiner ersten Reaktion hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. den ersten Entwurf der künftigen E-Privacy-Verordnung kritisiert, den die EU-Kommission gestern veröffentlicht hat. Der BVDW sieht in dem Entwurf eine fundamentale Gefährdung der heutigen Informationsgesellschaft. Eine Einwilligungspflicht für beinahe jede Form der Datenverarbeitung im Internet entziehe zahlreichen Geschäftsmodellen der Digitalen Wirtschaft die Basis und gefährde die Grundfeste der digitalen Gesellschaft, so die deutliche Kritik.

BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr (siehe Foto; BVDW) befürchtet weitreichende Folgen: "Diese Verordnung stellt etablierte und von den Verbrauchern akzeptierte Geschäftsmodelle in Frage und negiert fundamentale Prinzipien der Digitalen Wirtschaft. Das Internet, wie wir es heute kennen, wird es damit nicht mehr geben."

Der vorgelegte Entwurf der E-Privacy-Verordnung unterscheide im Grundsatz nicht mehr zwischen personenbezogenen, pseudonymen und anonymen Daten – der Nutzer soll demnach nahezu immer sein Einverständnis für die Erhebung und Verarbeitung von Daten geben müssen. Die Folge: Third-Party-Cookies würden in den allermeisten Fällen nicht mehr ohne explizite Einwilligung eingesetzt werden dürfen. Hierauf basierende Technologien dienen beispielsweise der Reichweitenmessung oder auch Besuchsanalyse von Webseiten oder als Grundlage für die Ausspielung digitaler Werbung, durch die die Mehrzahl der kostenfrei zugänglichen Inhalte und Services im Internet finanziert werden. 

Darüber hinaus sei die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Digitalen Wirtschaft gefährdet: "Eine solche Regelung bevorteilt vor allem Login-basierte Nutzungsmodelle, bei denen Nutzer ein pauschales Einverständnis für die Erhebung und Verarbeitung ihrer Daten geben", argumentiert Duhr. Zudem konterkariere das Vorhaben die auf der Datenverarbeitung basierende Arbeitsteilung digitaler Produkte und Dienstleistungen.

Der vorliegende Entwurf laufe auf ein Verbot der Daten- und Informationsverarbeitung auch in Fällen, in denen die Daten keinen Personenbezug haben, hinaus. "Wir erwarten von Parlament und Rat gerade vor dem Hintergrund der Bedeutung der Digitalen Wirtschaft eine deutliche Verbesserung dieser realitätsfernen und rückwärtsgewandten Vorschläge der Kommission", erklärt Duhr weiter.

Personalie: Neuer CFO bei limango

10.01.17 von Redaktion Versandhausberater

Der Private Shopping Club für Familien, limango, besetzt die neu geschaffene Stelle des Chief Financial Officer (CFO) mit Frank Losem. In dieser Position verantwortet der 47-Jährige neben allen Finanzthemen auch den Bereich Operations (Logistik, Produktion und Kundenservice) der hundertprozentigen Tochter der myToys Group.

Vor seinem Wechsel zu limango war Frank Losem (siehe Foto links; limango) als CFO für die europäischen Aktivitäten von Arrow ECS, dem weltweit führenden Distributor im Bereich IT Security und Datencenter, tätig. Zuvor arbeitete er über 13 Jahre als Gruppen CFO für die ComputerLinks AG, die unter seiner Leitung in 25 Ländern auf ein Umsatzvolumen von über 1 Mrd. Euro expandierte und 2013 von Arrow übernommen wurde.

Frank Losem übernimmt bei limango die Geschäftsführer-Position von Kathrin Anselm, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Juli 2017 verlässt, um sich beruflich und privat nach Berlin zu orientieren.

Zur Personalie Sven van den Bergh (siehe Foto rechts; limango), limango Gründer und Geschäftsführer: „Wir freuen uns, dass wir mit Frank Losem einen so erfahrenen CFO für limango begeistern konnten. Mit seiner langjährigen Expertise sind wir bestens gerüstet, um unser Wachstum und unsere internationale Expansion weiter zu beschleunigen. Bei Kathrin Anselm möchte ich mich im Namen von limango für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken und wünsche ihr für ihren weiteren Weg in Berlin alles Gute.“

"Der weitere Ausbau des erfolgreichen limango-Geschäftsmodells als führender Private Shopping Club für Familien in Europa ist eine äußerst spannende Aufgabe, die mich sehr reizt. Ich freue mich darauf, das Wachstum von limango aktiv voranzutreiben“, erklärt Frank Losem die Herausforderung seines Wechsels.

Mehr zu limango lesen Sie hier.

Bilanz: Walbusch erzielt Umsatzplus in 2016

08.01.17 von Redaktion Versandhausberater

Der Spezialist für Männermode, Walbusch, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 einen Gruppenumsatz von 305 Mio. Euro erwirtschaftet – ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie das Solinger Familienunternehmen bekannt gab, beliefen sich die Umsätze der im Wandel befindlichen Hauptmarke Walbusch auf einem stabilen Niveau. Dem gegenüber legten die Töchter Avena-Gesundheitsversand sowie die urbane Männermodemarke Mey & Edlich stark zu und trugen maßgeblich zur positiven Gesamtentwicklung bei.

Dazu Christian Busch, zugleich Vorsitzender der Geschäftsführung und Hauptgesellschafter: "Unsere Planungen für 2016 waren vorsichtig, da die Neujustierung und Modernisierung der Marke Walbusch Zeit benötigt. Vor diesem Hintergrund bewerten wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im letzten Jahr als erfreulich und sehen gute Chancen für weiteres Wachstum in der Gruppe im Jahr 2017."

Und so sieht die Marschrichtung für die Zukunft aus: Allen voran gilt es, in die Zukunft als Multichannel-Unternehmen zu investieren. Für die Bereiche IT, E-commerce und Marketing sind in den nächsten Monaten mehr als 10 hochqualifizierte Neueinstellungen geplant. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt in neuer Soft- und Hardware für ein hochperformantes Datamanagement-System, das in Zukunft eine individuellere Kundenansprache und bessere Werbeselektionen ermöglichen soll.

Dr. Bert Hentschel, Geschäftsführer Einkauf und Vertrieb, zu den Plänen für die Ware: IIm Sortimentsbereich investieren wir ebenfalls, indem wir das Angebot für die Walbusch-Kunden zielgruppendifferenziert vergrößern. Auch einige neue Fremdmarken wird der Kunde zukünftig bei Walbusch finden, vor allem im Online-Shop."

Weiter ausbauen will das Modeunternehmen seine Marktstärke bei Hemden, wo man sich aufgrund der besonderen Kragenkompetenz, der angebotenen Größen- und Passformenvielfalt, des besonderen Gewebe-Knowhows und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses für den Wettbewerb gut gerüstet sieht. Schließlich steht ein weiteres Wachstum der Tochterfirmen Avena und Mey & Edlich im Fokus. Für beide Label sehen die Solinger gute Chancen für eine dynamische Entwicklung auch in 2017.

Mehr zu Walbusch lesen Sie hier:

 

 

Übernahme: Bettzeit GmbH schnappt sich Dunlopillo

05.01.17 von Redaktion Versandhausberater

Zum 21. Dezember 2016 hat die Frankfurter Bettzeit GmbH die Traditionsmarke Dunlopillo übernommen. Damit wird Bettzeit zu einem der größten Anbieter für Matratzen und Schlafsysteme und stärkt seine Marktposition im Deutschen Matratzenmarkt. Mit über 100 Mitarbeitern betreibt die inhabergeführte Bettzeit-Gruppe damit nunmehr drei Geschäftsfelder: Neben dem 2013 gegründeten Online-Fachhandel Dormando, der als separates und unabhängiges Geschäftsfeld geführt wird, gehört die seit Ende 2015 aktive Emma Matratzen GmbH mit bis zu 1.500 verkauften Online-Matratzen pro Woche zur Gruppe. Mit Dunlopillo baut Bettzeit einen eigenen B2B-Bereich auf. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.


"Mit Dunlopillo haben wir eine große Chance, aber auch eine große Verpflichtung", erklärt Manuel Müller gemeinsam mit Dr. Dennis Schmoltzi, Gründer und Geschäftsführer der Bettzeit-Gruppe. "Wir wollen einer der bekanntesten Handelsmarken im Schlafsegment wieder zu alter Stärke verhelfen, und die ohnehin starke Position beim Endkunden weiter ausbauen. Dabei werden Handelspartner von Dunlopillo zukünftig von der Expertise und den Synergien in den Bereichen Produktentwicklung und -fertigung, Supply-Chain-Management profitieren, ebenso von der führenden Marketingkompetenz in der Bettzeit-Gruppe."

Umfangreiche Marketingaktivitäten sollen u.a. dafür sorgen, dass Dunlopillo wieder zu einer begehrten Marke im Handel wird. Auch eine eigene TV-Kampagne ist geplant, die die Marke Dunlopillo klar positioniert und eine attraktive Frequenz für den Handel schafft. Zudem wird das Produktportfolio geschärft: Beliebte etablierte Artikel werden beibehalten und sind zeitnah wieder verfügbar. Innovative, zielgruppengerechte Produkte sollen hinzukommen. "Dabei möchten wir die Tradition Dunlopillos wahren, die Produkte aber durch neue Technologien verbessern", sagt Müller.

Die Dunlopillo-Matratzen werden weiterhin in Deutschland produziert. Dabei greift die Bettzeit-Gruppe auf solide Lieferbeziehungen mit etablierten Zulieferern in allen Materialsegmenten zurück. Ziel ist es, eine integrierte Produktion an einem Standort zu schaffen, um Produktions- und Lieferzeiten erheblich zu verkürzen. Die Geschäftsleitung der neuen Bettzeit-Tochterfirma Dunlopillo wird zunächst von Manuel Müller übernommen. Gleichzeitig wird für Dunlopillo ein neues, eigenständiges Führungs- und Vertriebsteam am Firmensitz in Frankfurt am Main aufgebaut. Damit soll Dunlopillo über die nächsten Monate im Vertrieb sowie in den Bereichen Beschaffung, Logistik und Marketing personell wieder verstärkt werden.

Personalie: Marc Opelt ist neuer Sprecher von OTTO

04.01.17 von Redaktion Versandhausberater

Marc Opelt, OTTO-Bereichsvorstand Vertrieb, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum Sprecher der OTTO-Einzelgesellschaft berufen. Er tritt damit die Nachfolge von Alexander Birken an, der Vorstandsvorsitzender des internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group wird.

Marc Opelt ist seit dem 1. August 2012 OTTO-Bereichsvorstand Vertrieb und neben der Weiterentwicklung des Onlineshops otto.de unter anderem für die Themen Markenführung, Vertrieb sowie Business Intelligence verantwortlich. Ab sofort übernimmt der 54-Jährige zusätzlich die Sprecherrolle im vierköpfigen Management-Team des Onlinehändlers.

In Deutschland sei das hanseatische Unternehmen eines der "besten Beispiele für den Umgang mit der digitalen Transformation und dem Kulturwandel in der Wirtschaft", sagt Opelt. "Ich freue mich darauf, eine der spannendsten Entwicklungsgeschichten im E-Commerce als Sprecher von OTTO weitererzählen und repräsentieren zu können."  Ziel des Bereichsvorstand bei OTTO sei es, "gemeinsam die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells weiter voranzutreiben, mit Hilfe von Technologie die Kundenzentriertheit auf ein neues Level bringen und damit auch das Bild von OTTO als wandlungsfähiger Onlinehändler und attraktiver Arbeitgeber in den Köpfen der Menschen zu festigen", umschreibt Opelt

In den vergangenen Jahren war Opelt entscheidend für die Weiterentwicklung von otto.de, die modernisierte Markenkommunikation, den Aufbau des Teams Business Intelligence und Innovationsprojekte wie etwa Otto now verantwortlich.

Marc Opelt begann seine berufliche Laufbahn im Jahr 1990 als Marketing-Assistent im damaligen Otto-Versand. Es folgten Stationen in der Geschäftsführung bei OTTO Office in Hamburg (1996), bei Eddie Bauer in München (2000), bei Eddie Bauer USA in Seattle (2002) und innerhalb der Baur Gruppe in Burgkunstadt (2005), wo er 2009 zudem Vorsitzender der Geschäftsführung wurde. Im Jahr 2012 wechselte Opelt als Bereichsvorstand zu OTTO nach Hamburg.

Umfrage: Die Top Themen der Digitalbranche in 2017

03.01.17 von Redaktion Versandhausberater

Personalisierung und Individualisierung von Gütern und Dienstleistungen durch Datenanalyse ist das Thema, das die Digitale Wirtschaft in 2017 am stärksten prägen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) , der hierzu die Vorsitzenden seiner Gremien zur Abstimmung gebeten hat. 65 Prozent der Befragten sehen demnach in der Personalierung und Individualisierung den entscheidenden Fokus.

Bisher galt es als die wesentliche Herausforderung, Daten zu erheben und aufzubereiten. Auf dieser Basis, die qualitativ einen enormen Sprung gemacht hat, wird dem zunehmenden Bedürfnis nach Personalisierung und Individualisierung Rechnung getragen. Sei es die individualisierte Massenproduktion durch Industrie 4.0 oder Programmatic Creativity. Entwicklungen wie 3D-Druck dezentralisieren die Produktion und bringen sie nach Hause.

Mit 55 Prozent erhält „Automatisierung“ die zweitmeisten Stimmen. Besonders in der Werbeindustrie werden Abläufe zunehmend automatisiert abgewickelt: Während Programmatic Advertising in 2016 einen Anteil von 32 Prozent am Gesamtmarkt hat, wird dieser in 2017 massiv zunehmen. Die Automatisierung macht selbst vor sehr komplexen Kommunikationsplänen keinen Halt. Content wird automatisch erstellt und selbst komplizierte Werbeintegrationen können programmatisch abgewickelt werden. Auf Basis der immer leistungsstärker werdenden künstlichen Intelligenz steigt der Automatisierungsgrad auch im Kunden- und Nutzerdialog. Chatbots sind eine Ausprägung, insgesamt geht die Automatisierung aber weit darüber hinaus und wird die Interaktion und das Kommunikationsvolumen mit Kunden und Nutzern stark erhöhen.

Schließlich zählt jeder zweite Befragte (50 Prozent)  künstliche Intelligenz zu den prägendsten Themen der Digitalen Wirtschaft 2017. Machine Learning und künstliche Intelligenz verändern die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft. Nachrichtenartikel werden maschinell verfasst, Bots übernehmen den Kundenservice und Autos lernen, selbst zu fahren. Derzeit lässt sich nur in Ansätzen erahnen, welches Potenzial künstliche Intelligenz tatsächlich haben wird. Diese Ansätze beeinflussen die Wirtschaft aber schon im Jahr 2017.

Studie: Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert

02.01.17 von Redaktion Versandhausberater

Nach der Produktion setzt nun auch im Bereich Service ein tiefgreifender Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung ein. 60 Prozent der heutigen Servicejobs in deutschen Unternehmen werden sich durch Digitalisierung und Automatisierung massiv verändern. Rund 15 Prozent aller Aufgaben drohen innerhalb der nächsten zehn Jahre sogar ganz zu verschwinden. Das zeigt die neue Analyse Tapping into the Transformative Power of Service 4.0 der Boston Consulting Group (BCG). Der Umbruch betrifft vor allem Banken, Energieversorger, Versicherer sowie Telekommunikationsanbieter. "Disruptive Technologien wie Software-Roboter und virtuelle Agenten sind längst da. Jetzt müssen die Serviceanbieter ihre IT-Infrastrukturen darauf ausrichten, aber auch ihre Mitarbeiterstruktur an veränderte Bedürfnisse anpassen", sagt Olaf Rehse, Senior Partner und Experte für Serviceexzellenz bei BCG.

Noch liegt die Serviceindustrie bei der Digitalisierung deutlich hinter dem produzierenden Gewerbe zurück: "Der aktuelle Aufbruch der Serviceunternehmen ist in etwa vergleichbar mit der dritten industriellen Revolution Anfang der 70er Jahre", beobachtet Rehse. Serviceunternehmen könnten bis zu 40 Prozent Kosten einsparen, wenn sie ihr gesamtes Digitalisierungspotenzial ausschöpfen. Große Sprünge machen sie derzeit etwa im Bereich Big Data Analytics: Durch die Auswertung sozialer Daten lässt sich zum Beispiel die Kündigung eines Telefonvertrags anderthalb Mal so gut vorhersagen wie ohne Analytics. Cognitive Computing ermöglicht die Simulation von Kundenentscheidungen und hilft virtuellen Serviceagenten, so natürlich wie möglich mit Kunden zu interagieren. Diese Erkenntnisse haben die BCG-Experten aus Berechnungen im Rahmen weltweiter Beratungsprojekte und durch Interviews mit führenden Unternehmen aus verschiedenen Serviceindustrien gewonnen.

"Kunden erwarten heute intuitiven, proaktiven und personalisierten Service – jederzeit und in allen Kommunikationskanälen. Durch neue Technologien kann das Kunststück gelingen, sowohl individuelleren und schnelleren als auch deutlich günstigeren Service anzubieten", erläutert Rehse. So könnte beispielsweise die dezentrale Überwachung von Geräten dafür sorgen, dass Serviceteams Störungen bereits vor dem Kunden registrieren und per Fernwartung beheben. Zugleich könnten etwa App-basierte Lösungen eine unmittelbare Kontaktaufnahme durch den Service auslösen.

Die Telekommunikationsindustrie ist eine der serviceintensivsten Branchen. Hier deutet sich ein grundlegender Wandel der Technologie-, aber auch der Mitarbeiterstrukturen an: Kostentreiber sind bisher vor allem ein zu geringer Automatisierungsgrad, zu komplexe und reaktive Prozesse sowie ein Serviceangebot, das zu wenig auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse ausgerichtet ist. Die BCG-Experten gehen davon aus, dass in der gesamten Serviceindustrie –insbesondere in der Telekommunikations-, der Versicherungs- und der Energiebranche sowie den Banken – in den nächsten zehn Jahren mehr als die Hälfte aller Callcenter-Kapazitäten verschwinden werden. Aber auch die Einsätze von Technikern werden deutlich zurückgehen.

Über alle Branchen hinweg werden zunächst geringer qualifizierte, sich wiederholende Tätigkeiten wegfallen. Künstliche Intelligenz und Big Data Analytics machen mittelfristig aber selbst anspruchsvollere Aufgaben in Planung und Steuerung überflüssig. Neue, qualifizierte Arbeitsplätze werden vor allem in Bereichen wie Entwicklung und Datensicherheit entstehen. "Insgesamt jedoch wird die Serviceindustrie in den kommenden Jahren eine Nettoreduktion der benötigten Arbeitskraft erleben", sagt Rehse voraus.

Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download.

Zukunft des E-Commerce: Amazon erwägt Warenlager am Himmel

30.12.16 von Redaktion Versandhausberater

Ein wenig Zukunftsmusik zum Jahresende gefällig? Es wirkt wie ein Science Fiction Spektakel, was der US-Online-Versandhändler Amazon offenbar künftig für seinen Paketversand ins Auge fasst. Laut einem Patenantrag, der Amazon schon vor einiger Zeit zugesprochen wurde, soll nicht nur die Paketlieferung per Drohne zunehmend Konturen annehmen, sondern in der Luft sollen die Pakete künftig auch zwischengelagert werden – gewissermaßen ein fliegendes Warenlager am Himmel (siehe Foto Amazon).

Das sogenannte Airborne Fulfillment Center  AFC soll dem Patentantrag zufolge in 13 bis 14 Kilometer Höhe in Form einer Art Zepellin am Himmel schweben und von Drohnen angeflogen werden können, die dort ihre Waren abholen können. Aufgefüllt werden soll das Luftschiff von kleinen Shuttles, mit denen wahlweise auch Besatzungen zum Luftschiff gelangen oder zurückgebracht werden können.

Klar kann man die Idee als Spinnerei abtun, aber dies würde dem immensen Innovationsdrang im Hause Amazon nicht gerecht. Denn hier wird alles dafür getan, um an der Versandidee der Zukunft zu basteln und so die Lieferungen für den Kunden noch adäquater und optimaler zu gestalten. Mit viel Lust am Experiment entstehen Erkenntnisse, aus denen wiederum neue Ideen erwachsen. Mag sein, dass es nicht genauso werden wird, wie hier skizziert, aber die Voraussetzungen dafür hat Amazon mit dem genehmigten Patentantrag immerhin schon mal geschaffen. Wenn die Luftschiff-Idee irgendwann real werden wird, bleibt den Mitbewerbern womöglich nur noch der neidvolle Blick in den Sternenhimmel.

 

 

Strategie für den Mittelstand: Konzentration auf das Kerngeschäft

29.12.16 von Redaktion Versandhausberater

Der Spezialist für Schuhe in Übergrößen, schuhplus, hat seine Strategie gegen die Globalplayer gefunden. Und die zahlt sich aus: Denn trotz grenzenloser Konkurrenz kann das Versandhaus für große Schuhe in diesem Jahr einen Zuwachs im zweistelligen Bereich verzeichnen. Der Grund: schuhplus nutzt die Schwachstellen der Konkurrenz.

"Für einen Mittelständler haben Produkte ein Gesicht, einen Namen, eine Emotion. Globalplayer sehen in ihnen lediglich einen Renditeindex. Diese rationalisierte Marktbetrachtung ist die Achillesferse der Konzerne. Wenn Produkte nicht für den Massenmarkt geeignet sind oder auch zu wenig Marge beinhalten, dann wird den verwöhnten großen Kindern langweilig - die entscheidende Lücke für Händler, ein Nischensortiment zu platzieren", erklärt Geschäftsführer Kay Zimmer.

Ob Online oder stationär: Unternehmen der Schuhbranche betonen verstärkt ihren gefühlten Grad der Handlungsunfähigkeit. Starke Konkurrenz, Preisdruck und Überangebote avancieren zum omnipräsenten Sündenbock. Die Problematik der Geschäftsfähigkeit ist jedoch im Kern dann erschüttert, wenn Händler in ihrem status quo vergleichbar sind, erläutert der 42-jährige Unternehmer: "Wenn sich das eigene Portfolio problemlos mit anderen als austauschbar klassifizieren lässt, dann ist dies der Todesstoß für viele Unternehmen.

Der Mittelstand müsse dezidiert durch seine Einzigartigkeit des Angebotes in Kombination mit den Serviceleistungen punkten – und somit die Kriterien erfüllen, die Globalplayer nicht leisten können, so Zimmer. Wichtig dabei sei: "In der Nische muss das Angebot durch Vielfalt herausragen, was aufgrund der Einzigartigkeit zur Nachhaltigkeit führt" - die Besinnung auf kaufmännische Tugenden sei dabei der entscheidende, strenge Lehrmeister, betont Kay Zimmer.

Die eigene Erfahrung habe ihm gelehrt, so Zimmer, "dass man sich stets auf das Kerngeschäft konzentrieren muss. Es locken stets viele Sparten rechts und links oder auch Sortimente, die dem eigentlichen USP widersprechen. Doch wir haben immer wieder festgestellt und feststellen müssen, dass jegliche Abweichung vom Main-Business keine gute Entscheidung war. Die volle Konzentration auf das, was das Unternehmen ausmacht, ist die einzige Konzentration, die es geben darf."

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