Der Versandhaus-Blog von Markus Howest

Personalie: Risto Pfalz orientiert sich neu und verlässt creatrade Holding

20.08.15 von Markus Howest

Nach insgesamt 21 Jahren in unterschiedlichen Funktionen des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften verlässt der Geschäftsführer (COO) Risto Pfalz die creatrade Holdiing zum 30. September 2015. Er wolle sich beruflich noch einmal neu orientieren, erklärt Pfalz seine Entscheidung. "Ab Oktober dieses Jahres werde ich deshalb mein Know-how für Beratungsmandate nutzen", konkretisiert der COO seine Pläne. 

Creatrade Holding, Risto Pfalz

Pfalz habe in den mehr als zwei Dekaden seiner Tätigkeit dazu beigetragen die ehemalige Schneider Holding GmbH grundlegend zu modernisieren und die IT-Landschaft sowie die Logistik auszubauen, teilen die Hanseaten mit. Auf diese Weise wurden die Grundlagen für das Wachstum des Unternehmens und seiner Marken geschaffen. So habe allein das Logistikvolumen der Gruppe in den vergangenen 21 Jahren um mehr als 100 Prozent zugenommen, heißt es.

Außerdem sei es Pfalz Verdienst, die Organisation der Unternehmensgruppe und die Prozesse im Fulfillment mit klarer Orientierung an den strategischen Zielen der creatrade Holding weiterentwickelt zu haben. So konnte das Unternehmen deutliche Sprünge in der Produktiviät verzeichnen, weil ein Retouren- und Risikomanagement aufgebaut wurde, die Durchlaufzeiten drastisch reduziert und innovative Arbeitszeitmodelle etabliert wurden.

Pfalz werde dem Unternehmen auch künftig "beratend eng verbunden" bleiben, stellt CEO Ulf Cronenberg klar.

 

 

Personalie: FYNDIQ verstärkt Berliner Niederlassung

20.08.15 von Markus Howest

Der schwedische Onlinemarktplatz FYNDIQ , der seit Mitte Juni auch in Deutschland aktiv ist, baut jetzt seine Berliner Filiale aus und verstärkt das bisher 10-köpfige Merchant Relations Team durch den Berliner Daniel Hirst. Der gelernte Bürokaufmann ist ausgewiesener Experte in puncto E-Commerce und direkt dem Head of Merchant Relations Deutschland unterstellt. Neben dem Händler-Support ist der 31-jährige zudem für die Integration der FYNDIQ-Schnittstelle in E-Commerce Plattformen, sowie dem Aufbau von Logistik- und Vertriebspartnerschaften verantwortlich, teilt das schwedische Unternehmen mit. 

FYNDiQ,Hirst

„Wir freuen uns, dass wir mit Daniel einen erfahrenen und ausgewiesenen E-Commerce Experten gewinnen konnten. Er wird unser Merchant Consultant Team von Berlin aus unterstützen und unsere deutschen Partner und Händler mit seinem Know-how tatkräftig unterstützen", freut sich Dinesh Nayar, CEO FYNDIQ, der die deutsche Niederlassung aufbaut.

 FYNDIQ betreue und unterstütze seine deutschen Marktplatzhändler direkt von der Berliner Niederlassung und einem deutschsprachigen Team in Stockholm mit technischen Lösungen und fachlicher Exzellenz, sagt Nayar und betont, dass FINDIQ mit seinen Händlern eine Partnerschaft eingeht. "In diesem Punkt unterscheiden wir uns von anderen Marktplätzen signifikant“, so der CEO.

Hirst war zuletzt bei der in Frankfurt ansässigen Sage Pay GmbH als Channel Manger für das strategische Management verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehörten auch die technische Integration von ERP- und E-Commerce-Software.

WalMart schwächelt, legt aber im E-Commerce zu

19.08.15 von Redaktion Versandhausberater

WalMart schraubt seine Erwartungen für dieses Jahr zurück. Aktuellen Quartalszahlen zufolge wird der US-amerikanische Einzelhandelsriese in diesem Jahr weniger verdienen als bisher prognostiziert. Für das Gesamtjahr wird nun mit einem Gewinn je Aktie zwischen  4.40 und 4.70 US-Dollar gerechnet. Bisher ging man von einem Gewinn zwischen 4.70 und 5.05 US-Dollar aus. Vor allem höhere Kosten beim Personal und Investitionen, um den Rückstand im Online-Handel aufzuholen, drücken auf die Bilanz. Erklärtes Ziel: die Produktivität zu erhöhen und die Dienstleistungsqualität zu verbessern. Dabei komme man noch nicht so schnell voran wie geplant, räumte WalMart-CEO Doug McMillon ein.

WalMart,E-Commerce

Zulegen konnte hingegen der Online-Handel. Hier verzeichnete der weltgrößte Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein konsolidiertes Net-Income von 16,6 Prozent auf 4,36 Mrd. US-Dollar (2014: 3,64 Mrd. US-Dollar).

Dass WalMart online aufholt, ist auch bitter nötig, denn die Aktie des an der Börse mit 225 Mrd. US-Dollar bewerteten Konzerns hat in diesem Jahr insgesamt fast um einen Fünftel nachgegeben. Amazon dagegen hat WalMart inzwischen überholt: Der Online-Gigant hat derzeit einen Börsenwert von 252 Mrd. Dollar – und das, obwohl er kaum Gewinne ausweist und sein Umsatz mit 89 Mrd. US-Dollar (2014) nur rund einen Fünftel desjenigen von Walmart (476 Mrd. US-Dollar) beträgt.

QVC-Mutter übernimmt Shoppingclub Zulily

18.08.15 von Redaktion Versandhausberater

Die Liberty Interactive Corporation, Mutterkonzern des Home-Shopping-TV-Senders QVC, übernimmt den familienorientierten Shopping-Club Zulily. Der Deal hat ein Volumen von 2,4 Milliarden US-Dollar. Liberty zahlt in bar und Aktien (Preis pro Aktie: 18,75 US-Dollar).

Übernahme,QVC,Zulily

Unter dem Dach von Liberty habe man nun alle Möglichkeiten, Shopper per Web und TV bedienen zu können, freut sich Greg Maffei, Liberty Interactive President and CEO.

QVC und Zulily werden als eigenständige Marken agieren. Zulily soll von QVCs globaler Präsenz, seinen Händlerbeziehungen und von seiner Video-Commerce-Expertise profitieren, während Zulilys junge Zielgruppe, Personalisierungsexpertise und E-Commerce-Ressourcen dem OVC-Geschäft einen Schub verleihen sollen.

Der 2010 gregründete Shoppingclub Zulily konnte 2014 seine Umsätze um 72 Prozent steigern, von 696 Mio. Dollar auf 1,2 Mrd. Dollar. Für dieses Jahr werden mit Umsätzen zwischen 1,5 Mrd. Dollar und 1,65 Mrd. Dollar gerechnet.

Optiker-Markt: MyOptique übernimmt Lensbest

17.08.15 von Redaktion Versandhausberater

Die britische MyOptique Group setzt ihre Einkaufstour fort und expandiert weiter im europäischen Optiker-Markt. Mit Lensbest haben die Briten nun einen der größten Versandhändler Deutschlands für Kontaktlinsen, Pflegemittel und Brillen übernommen, der zur 4Care GmbH gehört.

MyOptique, Lensbest

Zum Omnichannel-Händler 4Care gehören außerdem die Marken Lenscare, Lennox Eyewear sowie Acumed für den SB-Handel. 4Care startete vor knapp 20 Jahren als erster den Versandhandel mit Kontaktlinsen und führte diese auch bei Apotheken und Einzelhändlern (zum Beispiel Aldi, Metro und Rossmann) ein. 

Die MyOptique Group, die außerhalb ihres Heimatmarktes Großbritannien noch in Skandinavien eine "führende Position besetzt", übernimmt zudem Eyewearbrands, britischen Premium- Online-Optiker, der mehr als 75 Design-Marken, wie Dior, Oliver Peoples und Miu Miu, für Frauen und Männer anbietet.

Beide Übernahmen seien "Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie mit dem Ziel die europäische Marktführerschaft über alle Produktkategorien weiter auszubauen". Zuvor hatte die MyOptique Group bereits die britischen Shops Glasses Direct, Sunglasses Shop, LensOn und Netzoptiker, die insolvente Rocket-Internet-Tochter, übernommen. Alle Unternehmen zusammen bedienen über drei Millionen Kunden mit einem erwarteten Bruttomsatz von insgesamt 100 Millionen Euro in diesem Jahr. Finanziert wurden die Übernahmen mithilfe der bestehenden MyOptique Investoren sowie Harbert European Growth Capital und Amery Capital, die in der letzten Finanzierungsrunde in Gesamthöhe von 28 Millionen Euro miteinstiegen.

Der Markt für Brillen und Kontaktlinsen im Internet hat weltweit ein enormes Wachstumspotenzial: Laut Statista wird der Wert des Online-Augenoptikhandels bis 2020 auf 142 Milliarden US-Dollar ansteigen, wobei der Wert im Jahr 2012 noch bei 85 Milliarden US-Dollar lag.

„4Care und Lensbest.de passen perfekt zur MyOptique Group mit dem gemeinsamen Fokus auf Innovation, Kundenservice und einem starken Management Team“, erklärt erklärt Kevin Cornils, Geschäftsführer von MyOptique. „Unser Ziel ist es, langfristig zur Nummer 1 oder 2 in jedem europäischen Land aufzusteigen“, ergänzt Sven Ripper, der seit November 2014 neu als CMO bei der MyOptique Group an Bord ist. „Mit den aktuellen Übernahmen sind wir dies bereits in Großbritannien, Deutschland und Skandinavien, wo das Online-Segment für Augenoptik auch bereits am stärksten entwickelt ist.” 

Die beiden 4Care Geschäftsführer Bernd Behrens und Marco Siegmund sind gespannt auf die neuen Herausforderungen: „Wir freuen uns sehr darüber, dass die MyOptique Group uns nun bei unseren Wachstumszielen innerhalb Deutschlands und ganz Europas unterstützt. Gerade die Größe, Erfahrung und die Innovationen von MyOptique im Bereich Korrektionsbrillen und Sonnenbrillen werden uns künftig eine gute Plattform geben, die uns gleichzeitig ermöglicht, unsere eigene Kontaktlinsenmarke Lenscare weiter auszubauen.“

Der Online-Brillenhandel ist derzeit stark umkämpft. Härtester Konkurrent dürfte hier der Pure Player Mister Spex sein, in den u.a. Goldman Sachs mit einem zweistelligen Millionenbetrag investiert haben. Auch hier ist das vorrangige Ziel: Expansion in den deutschen und internationalen Markt. 

Beate Uhse: Durchwachsene Halbjahresbilanz

14.08.15 von Redaktion Versandhausberater

Der Multichannel-Händler Beate Uhse hat im ersten Halbjahr 2015 seine Umsätze leicht gesteigert (+1,6 Prozent). Dabei war das Auslangsgeschäft rückläufig mit 65,6 Mio. Euro Umsatz (1. Halbjahr 2014: 70 Mio. Euro). Grund ist der Rückzug aus dem norwegischen und ialienischen Markt. Auch in den Niederlanden wurden Filialen geschlossen. Zudem sei das Kataloggeschäft weiter rückläufig. Das Filialgeschäft dagegen verzeichnet ein Umsatzplus von 5,3 Prozent.

Die Expansionsentwicklung der Vertriebssparten habe "mehr Zeit und Kraft" gekostet, räumt der Konzern ein. Das Halbjahr schließt die Beater Uhse Gruppe entsprechend mit einem EBIT von -2,7 Millionen Euro ab (1. Halbjahr 2014: 1,5 Mio. Euro). Für das Negativ-EBIT mitverantwortlich seien zudem Bealstungen aus Währungseffekten in Höhe von 1,1 Mio. Euro bei der tmc Content Group, Schweiz, an der die Beate Uhse AG beteiligt ist.

Der Umsatz im Versandhandel war mit 29,3 Mio. Euro leicht rückläufig (1. Halbjahr 2014: 30,6 Mio. Euro). Neben dem rückläufigen Kataloggeschäft (-0,8 Mio. Euro) seien auch die Reduzierung der Marketing- und Vertriebsakativitäten auf Plattformen wie Groupon für das Ergebnis verantwortlich. Diese würden zwar Umsätze bringen, seien aber in der Neukundengewinnung weniger nachhaltig und dabei kostenintensiver als beispielsweise TV-Werbung. Dagegen wurde verstärkt mit Suchmaschinenoptimierung und dem Ausbau des Online-Marketings an der Sichtbarkeit im Web gearbeitet. Auch die mobile Lösung für Smartphones und Tablets wurde optimiert.

Auch der Einzelhandel verzeichnete Umsatzeinbußen. Hier gingen die Umsätze nch rückläufigem Auslandsgeschäft auf 16,1 Mio. Euro zurück (1. Halbjahr 2014: 20,8 Mio. Euro). Hierzulande ist das stationäre Geschäft allerdings Leistungsträger. In "attraktiver Citylage in Berlin" soll - "je nach Baufortschritt" - in der für die Branche "typischen Hauptshoppingzeit (Winter) eröffnet werden.

Der Großhandel dagegen verzeichnete ein sattes Umsatzplus von 11,4 Prozent auf 15,9 Mio. Euro. Vor allem das Geschäft mit den Eigenmarken soll weiter ausgebaut werden. Auch die internationale Expansion, beispielsweise in die USA, soll vorangetrieben werden.

Wechsel im Aufsichtsrat der Memo AG

13.08.15 von Redaktion Versandhausberater

Reiner Heckel ist neues Mitglied des Aufsichtsrats der Memo AG. Er folgt auf Thomas Littig, der von 1999 bis 2008 und ab 2013 im Aufsichtsrat des Unternehmens
saß und sein Mandat zum 31.05.2015 niedergelegt hat.

Reiner Heckel gründete im Jahr 2003 den Elektronikversender Redcoon (Aschaffenburg), den er bis zur Übernahme im Jahr 2013 durch die MSH Holding GmbH (Media-Saturn, Ingolstadt) als geschäftsführender Gesellschafter leitete.

Der 55-jährige Diplomkaufmann mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik, Marketing und Unternehmensführung war nach seinem Studium 1987 zunächst als Assistent der Geschäftsleitung im Media Markt Aschaffenburg tätig. Von 1991 bis 1999 stand er
als Geschäftsführender Gesellschafter an der Spitze der Media Märkte in Koblenz und anschließend in Mannheim. Im Anschluss daran wechselte er als Commercial Directeur zur Media Saturn Holding Nederland B.V. (Rotterdam), wo er drei Jahre für Vertrieb, Marketing und Einkauf zuständig war. Seit 2013 berät er als Consultant und „Business Angel“ Unternehmen im Bereich Internetsales und Internetpublishing.


Weitere Mitglieder des Aufsichtsrats sind Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt und Günther Bartschat, der als Aufsichtsratsvorsitzender fungiert.

Der Versandhändler Memo AG bietet sein Sortiment über verschiedene Printmedien und die drei Onlineshops, Onlineshops Memolife.de, Memo.de und Memo-werbeartikel.de, an. Zu dem Sortiment gehören Bürobedarf und –möbel, Werbeartikel sowie Produkte für Schule, Haushalt, Freizeit und Wohnen. 

Outfittery trommelt im TV für Stilberatung

13.08.15 von Redaktion Versandhausberater

Mit einer TV-Kampagne, die von der Münchner Agentur Neverest produziert wurde, wirbt Outfittery für seinen Personal Shopping Service für Männer. "Expertin Lea" verspricht der männlichen Kundschaft im Spot, bei Outfittery einen individuellen und modernen Stil zu finden, der der eigenen Persönlichkeit entspricht. Ziel des Spots ist zudem, die Modekompetenz von Outfittery stärker in den Blickpunkt zu rücken.

Outfittery,TV-Spot

Der 20-sekündige TV-Spot wird ab sofort in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz im TV ausgestrahlt. Vorwiegend auch bei Männern beliebten Sendern: ProSieben Maxx, Kabel Eins, Eurosport, DMAX, NTV, N24, Sky und weitere.

Mehr als 100 Style-Experten aus acht Ländern beraten und shoppen derzeit für rund 200.000 Kunden europaweit. Der individuelle Service ist kostenlos. „Wir kleiden Männer individuell ein, erleichtern ihnen das Shopping und gehen vor allem auf Ihre Bedürfnisse ein. Bei uns hat jeder Kunde seinen ganz persönlichen Personal Shopper, der ihn in puncto Stil und Mode berät und ihm das Shoppen abnimmt", kommentiert Julia Bösch, Gründerin von Outfittery, die sich als "Vorreiter für modernes Shopping" sehen.

Anna Alex, ihre Mitgründerin ergänzt: „Mit unserem neuen Spot wollen wir unsere Persönlichkeit in den Vordergrund stellen. Es kommt nicht darauf an, die neusten Trends zu tragen, sondern ein toll aufeinander abgestimmtes Outfit, das zur Persönlichkeit des Trägers passt. Wir sind der Überzeugung, dass wir Männer und keine Models einkleiden. Stil ist nicht, was man trägt, sondern wie man es trägt. Daher auch der Text im TV-Spot: „Das macht die Jacke zum besten Freund und Schuhe zum Wegbegleiter.“ 

Hinweis: Zum Trendthema "Curated Shopping" erscheint in der kommenden Ausgabe von "Der Versandhausberater" ein Hintergrundartikel.

Zalando wächst schneller als geplant

13.08.15 von Redaktion Versandhausberater

Der Online-Modehändler Zalando hat seine Bilanz für das erste Halbjahr 2015 vorgelegt: Demnach stieg der Konzernumsatz um 31,5 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2015 (erstes Halbjahr 2014: 1,05 Milliarden Euro), vor allem getrieben durch eine wesentlich höhere Anzahl aktiver Kunden.

Zalando, Bilanz

Zalando war im ersten Halbjahr 2015 deutlich profitabel, mit einem bereinigtem EBIT von 59,2 Millionen Euro, was einer bereinigten EBIT-Marge von 4,3 Prozent entspricht (erstes Halbjahr 2014: 12,4 Millionen Euro, Marge 1,2 Prozent).

Im zweiten Quartal 2015 wuchs der Zalando Umsatz um 34,1 Prozent auf 733,0 Millionen Euro (Q2 2014: 546,4 Millionen Euro). Das bereinigte EBIT lag auf Konzernebene bei 30,2 Millionen Euro, die EBIT-Marge bei 4,1 Prozent (Q2 2014: 35,1 Millionen Euro, Marge 6,4 Prozent). Das Konzern-EBIT wurde durch vorübergehend erhöhte Paymentkosten beeinträchtigt.

Die Zahl der aktiven Kunden wuchs stark auf insgesamt 16,4 Millionen (Q2 2014: 13,7 Millionen) im zweiten Quartal, ein Plus von rund einer Million im Vergleich zum Vorquartal. Zalando registrierte im zweiten Quartal 2015 412 Millionen Besuche (Q2 2014: 323 Millionen Besuche). Besuche von mobilen Endgeräten stiegen während des zweiten Quartals weiter auf 57 Prozent an. Die Zalando-App wurde bis Ende des zweiten Quartals 2015 rund 11 Millionen Mal heruntergeladen.

Im Vergleich zu 7.588 Mitarbeitern am 31. Dezember 2014 wuchs die Beschäftigtenzahl bis zum 30. Juni 2015 um 1.491 auf 9.079 Mitarbeiter. Das signifikante Wachstum wurde vor allem durch Neueinstellungen in den Logistikzentren und den Technologie-Teams getrieben.

Aufgrund einer starken Frühjahr-/Sommersaison entwickelten sich die Umsätze im zweiten Quartal 2015 weiterhin über den Erwartungen. Auf Basis der Entwicklung des ersten Halbjahrs geht Zalando jetzt davon aus, den für das Geschäftsjahr 2015 erwarteten Korridor für das Umsatzwachstum von 20-25 Prozent zu übertreffen. Das Management passt deshalb seine Prognose für das Umsatzwachstum 2015 auf 28-31 Prozent an. Die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge 2015 bleibt unverändert bei rund 4,5 Prozent.

Zalando will zudem sein Logistiknetzwerk weiter ausbauen. Hierzu zählen in Deutschland der Bau des dritten, selbst entwickelten Logistikzentrums und der Ausbau von Mönchengladbach auf maximale Kapazität. In Italien plant Zalando einen kleineren Logistikstandort als Pilotprojekt für weitere Standorte außerhalb Deutschlands. Der Bau des neuen Logistikzentrums in Deutschland, das über eine ähnliche Kapazität wie Erfurt und Mönchengladbach verfügen wird, soll im Herbst 2015 beginnen

„Der europäische Online-Modehandel bietet uns fantastische Möglichkeiten und wir werden diese nutzen. Die Kombination von Umsatzwachstum, Profitabilität und Kundenzufriedenheit ist beispiellos", jubelt Vorstandsmitglied Rubin Ritter.

Preiskampf bei Haushaltsgeräten: Notebooksbilliger.de hat die Nase vorn

12.08.15 von Redaktion Versandhausberater

Nervös blickt die Elektronikbranche auf den britischen Pure Player Appliances Only (kurz: AO), der seit letzten Herbst auch hierzulande verkauft, nahe Köln ein 84.000 qm großes Logistikzentrum aus dem Boden gestampft hat und seit Kurzem unter dem Motto "Heute bestellt, morgen geliefert" auch im TV für sich trommelt. Doch nicht AO müssen deutsche Händler fürchten, hat nun eine Analyse des ECommerce-Marktforsches Metoda, ehemals PreisAnalytics, ergeben. Nicht AO, sondern Notebooksbilliger.de ist demnach derzeit der "mit großem Abstand preisaggressivste Markteinsteiger".

preisagressiv, Haushaltsgerätemarkt

AO gilt mit seinem Sortiment an Waschmaschinen, Kühlschränken, Musik-Anlagen, Computern und TV-Geräten etc. als einer der erfolgreichsten Online-Händler im Vereinigten Königreich. Seit letztem Jahr verkauft er seine sogenannte weiße und braune Ware auch in Deutschland. Gleichzeitig suggeriere AO.com laut Metoda, mit einer Tiefpreisgarantie auch preislich an den Konkurrenten vorbeiziehen zu können. Auf Basis der auf Idealo angebotenen Produkte von AO.com analysierte Metoda, was von dieser Tiefpreisgarantie zu halten ist und untersuchte dazu die Angebote von 1.500 Produkten der Branche.

Ergebnis: Bei dieser Untersuchung wird AO.com klar auf den zweiten Platz verwiesen. Zwar böte AO.com seinen Kunden noch deutlich vor Amazon das größte Sortiment im untersuchten Segment. Jedoch liegt er preislich, bezogen auf den Warenpreis, im Durchschnitt weit abgeschlagen hinter einem anderen Anbieter, so Metoda.

Notebooksbilliger.de verweist demnach preislich bei den untersuchten Produkten im Durchschnitt alle anderen Anbieter deutlich ihrer Plätze. Einige ausgewählte Zahlen der Untersuchung:


- Von den 1.500 angebotenen Produkten von AO.com bietet Amazon nur lediglich etwas über 1.100 Produkte an. Auf Platz drei und vier folgen Redcoon, sowie Notebooksbilliger.de.
- Notebooksbilliger.de liegt preislich mit einem Durchschnittswert von 3,0 im Preisrang unangefochten vorne. Dies bedeute, dass Notebooksbilliger.de über alle untersuchten bzw. angeboten Produkte hinweg durchschnittlich der günstigste Anbieter ist und die Produkte im Idealo-Ranking im Schnitt auf Rang 3 erscheinen. AO.com belegt mit dem Wert 7,6 immerhin noch den zweiten Platz der günstigsten Anbieter.
- Amazon ist im Vergleich mit den Wettbewerbern und einem durchschnittlichen Preisrang von 14,0 preislich weit abgeschlagen und noch hinter Alternate.de oder Mediamarkt.de und nur knapp vor dem Onlineshop von Otto zu finden.

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