David Armano weist darauf hin, dass "Sharing" mehr ist als Twitter und Facebook. Es ist ein Mega-Trend, durch den "publicy" als neues Konzept neben "privacy" tritt. Es gibt nur noch ganz oder gar nicht.
Am Vorabend der ECOM 2010 sagte mir Christy Zurcher von element14, dass sie bisher keine Bedenken hatte, Statusmeldungen auf Facebook oder einem Ning-Netzwerk zu platzieren. Die Open Graph-Diskussion macht aber deutlich, dass künftig Datenfragmente zusammengeführt werden (können). Die öffentliche Existenz, sagte mir Christy, mache ihr Angst: In Amerika werden die Statusmeldungen inzwischen ausgespäht, um den besten Zeitpunkt für Einbrüche herauszufinden.
Künftig wissen also meine "Freunde" (kenne ich die überhaupt gut genug, um hinter die digitale Maske zu blicken) dank Blippy, dass ich mir einen 3D-Flatscreen-LED-TV gekauft habe. Über Foursquare lasse ich sie wissen, dass ich gerade daran arbeite, Mayor eines beliebten Strand-Resorts zu werden. Via Twitter kommuniziere ich den Stau, in dem ich auf dem Weg in den Urlaub stecke.
Es ist bald keine Kunst mehr, aus Datenspuren Verhaltensmuster mit Personen in direkten Zusammenhang zu bringen. Die Zeit, in der wir mit verschiedenen "Accounts" separate Leben führen konnten, sind vorbei. Was bleibt ist, so öffentlich zu sein, dass andere über meine Integrität wachen. Bzw. über die Unversehrtheit meiner öffentlichen und privaten Existenz.
In den USA gibt es inzwischen eine Fülle von Diensten, die Kriminalitäts-Informationen auf Straßen- und Hausnummern abbilden. Für Immobilien-Besitzer oder -Käufer eine wichtige Quelle, die sogar den Kaufpreis beeinflusst. Ich frage mich, ob nicht durch entsprechend "öffentliche" Informationen eine Art Wachdienst entstehen könnte, bei dem die vielen locker verknüpften Personen auf einander acht geben?
Ich habe im Web2Null-Sammelalbum
hoodeo: Die passende Nachbarschaft finden
Mit hoodeo kann man gezielt ein neues Haus in der gewünschten Gegend suchen, in der die Nachbarschaft optimal zu einem selbst passt. In der Suche gibt man z.b. neben den Preisvorstellungen auch seinen Schulabschluss und seine Jobposition an, um die passende Gegend zu finden.bigtent: Private Gruppen gründen
Bigtent ist eine Community in der man sich in privaten, sicheren Gruppen austauschen kann. Bigtent richtet sich vor allem an bereits bestehende Gruppen wie Firmen, Familien oder Nachbarschaftsgruppen, die sich in einer sicheren Umgebung online austauschen möchten.My Neighborhood: Mit den Nachbarn in Kontakt treten
My Neighborhood ist eine deutschsprachige Nachbarschafts-Community. User können sehen, was ihre Nachbarn gerade machen, herausfinden, wer wen in der Gegend kennt, ihre Hilfe anbieten, etc.StreetAdvisor: Bewohner bewerten ihre Straße Bei StreetAdvisor können Bewohner einer Straße kundtun, was sie über die anderen Anwohner, die Lage etc. denken. Makler, Hauskäufer und neu Hinzugezogene können sich somit ein Bild der Nachbarschaft machen.
Favorville: Online Nachbarschaftshilfe
Innerhalb seiner Region (Stadt) kann man andere um Hilfe bitten (für jegliche Aufgaben) und anderen Hilfe anbieten.
Das sind wahrscheinlich nur einige wenige Beispiele, die im Sammelalbum aufgenommen wurden. Eines ist vielleicht noch erwähnenswert:
outside.in: Was passiert in der Nachbarschaft?
outsite.in verbindet Dinge der Online-Welt (Blog-Einträge, Wohnungsanzeigen etc.) mit geographischen Punkten. Durch Eingabe einer Postleitzahl oder eines Ortes (momentan nur in USA) bekommt man die entsprechenden Daten mit lokalem Bezug angezeigt.
Wer sich exponiert, wird gesehen. Wer gesehen wird, auf den wird geachtet - im Schlechten, aber eben auch im Guten.








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