Der Versandhaus-Blog von Stephan Meixner

Fashion-Kampagne: Otto-Versand legt heute los

12.03.13 von Stephan Meixner

Vergangene Woche hatten wir berichtet, dass Otto mit einer großen Fashion-Kampagne neue Kunden gewinnen will. Alle drei Spots sind ab sofort online bei YouTube zu sehen:

Für Otto haben die Spots eine abgefahrene bzw. ungewöhnliche Bildsprache. Im Vergleich zur letzten TV-Kampagne (Motto: "Mode, Wohnen, Technik") verdeutlichen die Clips zudem, dass sich der Otto-Versand in erster Linie als Fashion-Versender - und damit als Konkurrent zu Zalando - positionieren will.

In der Kampagne ist aber nicht alles gut gelöst, es lauern auch einige Fallstricke. Insgesamt investiert Otto einen Millionenbetrag in die sechswöchige Kampagne.

Wie der Otto-Versand punkten will und wie die Chancen stehen, lesen Abonnenten hier (Jetzt Probe-Abo anfordern).

QVC Deutschland: Umsatz geht nach Rekordjahr zurück

07.03.13 von Stephan Meixner

Laut dem aktuellen Geschäftsbericht der US-amerikanischen Konzernmutter Liberty Interactive sind die Umsätze von QVC Deutschland im Jahr 2012 in lokaler Währung (Euro) um vier Prozent gesunken. Laut dem Geschäftsbericht von Liberty Interactive konnte QVC in Deutschland einen Jahresumsatz von 956 Mio. US-Dollar erzielen. Das entspricht nach aktuellem Währungskurs in etwa 733 Mio. Euro.

Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte QVC Deutschland hierzulande einen Netto-Umsatz von 770 Mio. Euro ausgewiesen, was einem Plus von sieben Prozent zum Vorjahr entsprach (siehe Ausgabe 09/2012).

Alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Print-Ausgabe (Jetzt Probe-Abo anfordern).

Zalando-Bilanz: 60 Mio. Euro Verlust in 2011

07.03.13 von Stephan Meixner

Im vergangenen Jahr will Zalando - zumindest in der DACH-Region - operativ eine schwarze Null geschrieben haben. Im Jahr 2011 dagegen gab es bei 510 Mio. Euro Umsatz unterm Strich 60 Mio. Euro Verlust. Das geht aus dem Geschäfttsbericht für 2011 hervor, der nun im Bundesanzeiger veröffentlicht worden ist. Der Bilanzverlust resultiert dem Bericht zufolge aus den Verlustvorträgen der vergangenen Berichtsperioden sowie aus dem im Geschäftsjahr 2011 entstandenen Jahresfehlbetrag. Zur Erinnerung: 2010 gab es 20 Mio. Euro Miese, im Jahr davor waren es 1,6 Mio. Euro Verlust.

Im Jahr 2012 ist der Umsatz auf eine Mrd. Euro gestiegen, das operative Ergebnis (EBIT) hat sich von zuvor -61 Mio. Euro auf -92 Mio. Euro verschlechtert.

Mehr zur Zukunft von Zalando gibt es hier.

Otto-Umsatz bleibt auf Vorjahresniveau

05.03.13 von Jaqueline Pohl

Beim Otto-Versand stagnieren die Umsätze. Wachsen will man künftig mit einem stärkeren Fokus auf Mode.

Der Hamburger Universalversender Otto hat im Geschäftsjahr 2012/2013 (Stichtag: 28. Februar) einen Netto-Umsatz von 2,1 Mrd. Euro erzielen können. Das entspricht zwar rein rechnerisch einem Mini-Plus von rund zwei Prozent zum Vorjahr. Letztlich aber stagniert das Geschäft auf Vorjahresniveau, während sich Mittbewerber im Online-Modehandel wie Zalando zunehmend Marktanteile sichern.

Dennoch dürften sich die Hanseaten über die aktuelle Bilanz freuen. Einerseits war der Umsatz im Vorjahr noch leicht zurückgegangen, andererseits habe man 2012/2013 den höchsten Gewinn seit über einem Jahrzehnt erzielen können - obwohl Otto zuletzt viele Preise reduziert hatte und mit knapperen Margen auskommen musste.

Wachsen will man künftig mit einem stärkeren Fokus auf Mode. Zum 12. März startet eine große TV-Kampagne, die sechs Wochen dauern soll. Das Investitionsvolumen sei so groß, dass es auch die Konkurrenten - sprich: Zalando - spüren sollen.

Wie sich Otto für die Zukunft rüstet, lesen Abonnenten ab Freitag online und in der kommenden Print- Ausgabe.

Zeitungsbericht: Zalando soll in zwei Jahren profitabel arbeiten

04.03.13 von Stephan Meixner

In spätestens zwei Jahren will Zalando die Gewinnzone erreichen. Das berichtet jedenfalls die "Thüringische Allgemeine Zeitung" in einer Online-News über das kürzlich eingeweihte Zalando-Logistikzentrum in Thüringen ("Jede Woche bis zu 50 neue Mitarbeiter"). Auf Nachfrage des Versandhausberaters dementiert Zalando allerdings, dass es einen konkreten Plan gebe, nach dem man in zwei Jahren profitabel arbeiten wolle. Bei den Aussagen der Lokalpresse handle es sich vielmehr um "Deutungen" von Zalando-Statements.

Im Jahr 2012 konnten die Berliner in der DACH-Region ein ausgelichenes Ergebnis vorweisen. Für ganz Europa steht aber ein Minus von 92 Mio. Euro in der Bilanz (EBIT).

Mehr zur Zukunft von Zalando lesen Abonnenten des Versandhausberaters hier.

Windeln.de macht 4 Mio. Miese - und erhält 15 Mio. Euro Kapital

25.02.13 von Stephan Meixner

Die Münchner Urban-Brand GmbH hat über den Online-Shop windeln.de im vergangenen Jahr ca. 30 Mio. Euro Umsatz erzielen können. Damit hat sich der Umsatz zum Jahr 2011 vervierfacht (7 Mio. Euro Umsatz). Im Jahr 2011 haben die Münchner laut Bundesanzeiger allerdings einen Jahresfehlbetrag von rund 4,2 Mio. Euro erwirtschaftet.

Details zum Ergebnis macht das Unternehmen leider nicht, die Geldgeber glauben aber scheinbar nach wie vor an das Projekt: In einer neuen Finanzierungsrunde haben die bisherigen Investoren DN Capital und Acton Capital Partners plus die neuen Geldgeber MCI und 360 Capital Partners insgesamt 15 Mio. Euro investiert. Mit dem frischen Kapital will man den Online-Shop internationalisieren.

Otto Gruppe: Angeblich 100 Arbeitsplätze bedroht

21.02.13 von Stephan Meixner

Laut einem Bericht der Textilwirtschaft stehen bei der Otto-Gruppe nun 100 Arbeitsplätze in der Buchhaltung auf der Kippe. Konkret heißt es in dem Artikel, dass die Buchhaltung vom Otto-Versand in eine Gesellschaft für Financial Services in Hamburg ausgeliedert werden soll.

Damit verbunden wäre eine Eingliederung der rund 100 Beschäftigten in eine niedrigere Tarifgruppe. Die betroffenen Mitarbeiter sollen ihr Einverständnis innerhalb eines Monats geben. Wenn es zu keiner Einigung kommt, soll Plan B greifen. In diesem Fall werde die Otto-Gruppe die Buchhaltungen der drei Universalversender Otto, Baur und Schwab am Standort Weismain (Baur) bündeln. Das hätte dem Bericht nach allerdings zur Folge, dass bis zu 100 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Die Otto-Gruppe hat sich uns gegenüber nicht zu dem Bericht geäußert. Mehr Details folgen ab Freitag in der aktuellen Print-Ausgabe.

Kiomi.com: Zalando startet weiteren Online-Shop

20.02.13 von Stephan Meixner

Der Berliner Mode-Versender Zalando verkauft ab sofort auch Fashion im brandneuen Online-Shop Kiomi. In der Selbstbeschreibung heißt es:

"KIOMI ist die neue Lifestyle Marke für Frauen und Männer auf der Suche nach zeitlosen Fashion-Favourites. Durch das zeitlose Design der Damen- und Herrenkollektion überdauern die Trends der Marke mehr als nur eine Saison. Mit monatlich wechselnden Kollektionen bietet KIOMI zu jeder Zeit einzigartige, individuelle Stücke, die Ihr Outfit komplettieren. Anhand detaillierter Produktinformationen und Produktvideos zur KIOMI Fashion hoffen wir Ihnen die Auswahl erleichtern zu können und so das Einkaufserlebnis deutlich zu verbessern."

Wie bei Zalando üblich gibt es auch bei Kiomi keine Versandkosten und 100 Tage Rückgaberecht. Unter Emeza.com hatten die Berliner erst im Dezember einen Luxus-Modeshop in der Tradition von Net-a-Porter gestartet.

Zalando erreicht die Gewinnschwelle in der DACH-Region

15.02.13 von Redaktion Versandhausberater

Im Geschäftsjahr 2012 hat der Modeversender Zalando seinen Umsatz mehr als verdoppelt. Das Unternehmen gab heute die vorläufigen Ergebnisse bekannt und meldet 1,15 Milliarden Euro Netto-Umsatz (2011: 510 Mrd. Euro). Das entspricht einem Plus von 125 Prozent. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kann Zalando erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis vorweisen.

Das Berliner Unternehmen legt auch sonst ein rasantes Wachstum hin. 2012 hat man weiter in die Expansion in neue Märkte (2012: 7 neue Länder), die IT und Logistik sowie den Ausbau des Sortiments investiert. Insgesamt ist Zalando jetzt in 14 Ländern aktiv. In der Kernregion Deutschland, Österreich und Schweiz erreicht Zalando vier Jahre nach der Gründung den Break-even. In der DACH-Region ist der Schuhhändler am längsten etabliert und erwirtschaftet den überwiegenden Teil seines Umsatzes. In den neuen Regionen muss Zalando aber noch Anlaufverluste in Kauf nehmen. Der Verlust dürfte insgesamt aber deutlich geringer ausfallen, als vor Jahresfrist (2011: -40 Mio. Euro (unbestätigt)). 

Leiharbeitersituation: Amazon reagiert auf Shitstorm

15.02.13 von Redaktion Versandhausberater

Nachdem der Hessische Rundfunk in der Dokumentation „Ausgeliefert! Leiharbeit bei Amazon“ die prekäre Situation von Leiharbeitern bei Amazon aufdeckte, braust nun ein Shitstorm über den Konzern hinweg. Die Kunden laufen in sozialen Netzwerken Sturm. Auf der Facebook-Seite von Amazon und bei Twitter machen die Konsumenten ihrem Ärger Luft. Viele kündigen an, künftig nicht mehr bei Amazon zu bestellen.

Die Dokumentation berichtet unter anderem von falschen Lohnversprechungen, mit denen Arbeitskräfte aus ganz Europa geködert werden, Arbeiten unter Druck und ständiger Kündigungsangst, zentraler Unterbringung auf engstem Raum und ständiger Kontrolle durch Sicherheitspersonal mit möglichen Neonazi-Verbindungen bis in den Wohnbereich hinein. Es entsteht der Eindruck, dass Amazon seine erfreuliche Umsatzsteigerung in Deutschland (2012: 6,45 Mrd. Euro) auf dem Rücken der Mitarbeiter und Leiharbeiter ausgetragen hat.

Amazon nimmt auf Anfrage des Versandhausberaters zu den Vorwürfen Stellung. Der Konzern erläutert, dass man zu Spitzenzeiten unter anderem auf Zeitarbeitsfirmen zugreife, um die 7700 festangestellten Mitarbeiter in den deutschen Amazon-Logistikzentren zu unterstützen. Die Bedingungen dieser Leiharbeiter kommentiert Amazon allerdings nur wage: „Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sehr ernst und überprüfen externe Dienstleister, die die Unterbringung von Saisonkräften aus anderen Regionen verantworten, regelmäßig.“ Auch das Sicherheitspersonal will man sich demnächst genauer ansehen.

Zu den Löhnen teilt Amazon mit, dass die im Beitrag erwähnten Mitarbeiter aus Spanien, die über eine Zeitarbeitsfirma im Logistikzentrum Bad Hersfeld beschäftigt wurden, ihre vollen Löhne erhalten haben. Auch wenn Amazon diese Anschuldigung entkräften will und seine Dienstleister überprüft – der Image-Schaden ist bereits entstanden. Nicht zum ersten Mal, und auch Konkurrenten wie Zalando haben bereits zu spüren bekommen, wie schnell die Stimmung umschlagen kann. Dann wenden sich selbst treue Kunden ab. Vor diesem Hintergrund wirkt das neuerliche Versprechen von Amazon, sich zu bessern, wie ein Lippenbekenntnis.

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