Der Versandhaus-Blog von Michael Jansen

Auszeichnung: allnatura ist erneut Wachstumschampion

10.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Der Öko-Online-Fachhändler allnatura wurde vom Nachrichtenmagazin FOCUS in Kooperation mit STATISTA zum dritten Mal in Folge als "Wachstumschampion" ausgezeichnet. Der Spezialist mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich "natürlich schlafen und wohnen" gehört damit zu den 500 am schnellsten wachsenden Unternehmen in Deutschland zwischen 2013 und 2016. Im Bereich "Einzelhandel (inklusive Versandhandel und E-Commerce)" belegt allnatura Platz 53. Dies teilt das Unternehmen aus Heubach (Baden-Württemberg) in einer Presseerklärung mit.

Felix Olle, Junior-Geschäftsführer des Online-Fachhändlers freut sich über die erneute Auszeichnung zum Wachstumschampion und darüber zu den Top Unternehmen Deutschlands zu zählen. "Die Bestätigung „Wachstumschampion“ zeigt, dass wir als ökologischer Online-Shop und Wegweiser zum gesunden Schlaf und optimalen Wohnklima die richtige Vision haben.“

 

Hintergrund: Berücksichtigt bei der Erhebung "Wachstumschampion 2018"  wurden sowohl Firmen im Privatbesitz als auch börsennotierte Unternehmen. Die Unternehmen müssen eigenständig sein, ihren Hauptsitz in Deutschland haben und im Jahr 2013 einen Umsatz von mindestens 100.000 Euro sowie im Jahr 2016 mindestens einen Umsatz von 1,8 Millionen Euro vorweisen.

Selektiver Vertrieb: EuGH erlaubt Verkaufsverbote von Luxusartikeln im Onlinehandel

08.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Hersteller und Marken sollen auf Grund eines „Luxusimages“ den Wettbewerb durch ein selektives Vertriebssystem beschränken dürfen. Das teilte der Europäische Gerichtshof (EuGH), heute in seinem Urteil zum Verfahren C-230/16 Coty Germany/Parfümerie Akzente mit.

Der EuGH hatte in diesem Fall zu klären, ob das „Luxusimage“ einer Ware die Rechtfertigung für ein selektives Vertriebssystem sein könne und ob Hersteller Händlern den Verkauf ihrer Ware über Online-Marktplätze wie Amazon verbieten könnten. Das EuGH ist der Auffassung, dass es Herstellern und Marken erlaubt sein kann, alleine schon auf Grund eines „Luxusimages“ den Wettbewerb durch ein selektives Vertriebssystem zu beschränken. Damit ist ein Verkaufsverbot über Online-Marktplätze von Luxuswaren wie Parfümerieprodukte unter bestimmten Bedingungen kartellrechtlich zulässig. Dieses Urteil bezieht sich aber ausschließlich auf Luxusartikel.

Das Urteil kommentiert Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverbandes Onlinehandel e.V.(BVOH) wie folgt: „Es gibt keine klare Definition von Luxus und damit ist einem möglichen Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Denn was die Marke als Luxus definiert und was nicht – liegt in ihrem Ermessen. Klarheit in diesem Fall lässt der EuGH leider vermissen."

Um ein Vertriebsverbot auszusprechen, muss der Hersteller ein selektives Vertriebssystem installieren. Diese selektiven Vertriebssysteme sollen – wie bei dem System von Coty – den Vertrieb von Luxus- und Prestigewaren regulieren. Voraussetzung für ein solches Vertriebssystem ist unter anderem eine qualitative Vorgabe über die Darbietung der Luxusware im Internet. Laut EuGH sind die qualitativen Kriterien bindend für eine Vertriebseinschränkung.

„Mir sind keine qualitativen Vorgaben eines selektiven Vertriebssystems bekannt, die in einem Online-Shop umgesetzt werden können, aber auf einem Online-Marktplatz wie etwa Amazon oder eBay nicht", sagt Oliver Prothmann. In Deutschland werde bereits heute 50 Prozent des Onlinehandels über Marktplätze generiert. Das bedeute, dass der Verbraucher das Einkaufen über Marktplätze liebt. "Die Möglichkeit den Handel über das Internet einzuschränken, ignoriert die Entwicklung im Handel und schützt die Hersteller und Marken. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die kleinen und mittelständischen Händlerinnen und Händler haben das Nachsehen“, kritisiert Prothmann.

Hintergrund: Geklagt hatte der Parfümerie-Hersteller Coty gegen einen seiner Händler, die Parfümeriekette Akzente, da dieser Produkte Cotys trotz entgegenstehender vertraglicher Vereinbarung über Amazon Marketplace verkauft. Vor über drei Jahren entschied das Landgericht Frankfurt am Main am 31. Juli 2014 (AZ: 2-3 O 128/13) in erster Instanz. Das Gericht stellte fest, dass die Regelung in den Vertriebsverträgen von Coty – nach denen pauschal jeglicher Internetvertrieb über Drittmarktplattformen wie Amazon verboten ist – eine Kernbeschränkung gemäß Art. 4 lit. c der Gruppenfreistellungsverordnung für vertikale Vereinbarungen (Vertikal-GVO) darstellen würde und demnach nicht durch diese freigestellt sei. Ferner konnte das Gericht keine Kriterien erkennen, wonach für die von Coty hergestellten Parfums und Kosmetika ein Vertrieb über Amazon zu verbieten sei. Gegen diese Entscheidung legte Coty beim OLG Frankfurt a. M. Berufung ein (11 U 96/14 (Kart)), welches das Verfahren am 19. April 2016 aussetzte und dem EuGH verschiedene Fragen zur Zulässigkeit von Marktplatzverboten zur Klärung vorlegte.

Multichannel: Landesfördermittel für Online City Wuppertal

07.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Für die nächsten zwei Jahre stehen insgesamt rund 350.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um das  ursprüngliche Projekt des lokalen Online-Marktplatzes Online City Wuppertal weiterzuentwickeln.  Dies teilt die Wirtschaftsförderung Wuppertal in einer Presseerklärung mit.

50 Prozent der Summe kommen vom Land, die andere Hälfte kommt von den Projektpartnern, wie der Stadtsparkasse Wuppertal, dem Jobcenter Wuppertal, der IG Friedrich-Ebert-Straße, der Westdeutschen Zeitung sowie dem Händlerverein talMARK. Dass auch atalanda als Betreiber des lokalen Online-Marktplatzes hier, aber mittlerweile auch in vielen anderen Städten im deutschsprachigen Raum, mit im Boot ist, hat seinen Grund: „Wuppertal ist unser Leuchtturmprojekt, mit dem wir bekannt geworden sind, deshalb investieren wir hier“, sagt atalanda-Geschäftsführer Roman Heimbold.

"Die Verknüpfung von stationären und Online-Handel ist die Herausforderung der Zukunft", erklärt Wirtschaftsförderer Dr. Rolf Volmerig bei der Kick-off-Veranstaltung, die Ende November mit zahlreichen Händlern stattfand. Hier machten die Beteiligten deutlich, wie es weitergehen soll: Mehr Händler auf die Plattform, um die Attraktivität und Auswahl zu steigern – 100 Händler und Dienstleister mit einer Millionen Produkte sind das Ziel.

Sechs neue Händler konnten bereits an diesem Abend präsentiert werden. Vor allem ins Marketing soll nun kräftig investiert werden, wie eine derzeit laufende Plakataktion und Radiokampagne unter der Überschrift „Online City Wuppertal: Kauf doch, wie Du willst“ zeigen.

Für 2018 sind weitere Aktionen geplant, neben Präsentationen der Händlergemeinschaft bei der Stadtsparkasse sowie bei Open-Air-Veranstaltungen werden saison- und produktspezifische Aktionen, z.B. zum Valentinstag und Ostern konkretisiert. Um die lokalen Einzelhändler „multi-channel-fit“ zu machen, wird es bereits im Januar ein E-Commerce Kompaktseminar geben. Weitere Händler haben ihr Interesse bekundet.

Paketkasten-Nutzung: PakSafe führt Flatrate ein

06.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Ziel der neuen PakSafe Flatrate ist es, "die Einstiegshürde in die Nutzung eines

Paketbriefkastens so niedrig wie möglich zu machen", bringt es Sebastian Seitz, Geschäftsführer der PakSafe GmbH & Co. KG, einer Tochter der Unternehmensgruppe Göde, auf den Punkt.

Im Rahmen der PakSafe Flatrate können Kunden laut Herstellerangaben sich einen Monat lang kostenlos von der Praktikabilität des mobilen Paketbriefkastens überzeugen und müssen danach monatlich nur 4,90 Euro berappen - günstiger als der Versand eines Pakets (aktuell 4,99 Euro für die kleinste Paketgröße bei DHL Paket). Die PakSafe Flatrate kann zudem jederzeit ohne weitere Verpflichtungen gekündigt werden, teilt das Start-up mit.

Keine aufwändige Montage: Der Paketbriefkasten wird schnell und einfach an der Eingangstür angebracht, und nur wenn ein Paket erwaret wird. Foto: PakSafe GmbH & Co KG

Wer dennoch ganz klassisch einen PakSafe kaufen möchte, der erhält den mobilen Paketbriefkasten nach wie vor auch zum einmaligen Kaufpreis von 99,90 Euro.

Anders als bei Paketkästen von DHL nimmt der Paketbriefkasten von PakSafe Pakete von allen Paketdiensten auf und bietet nach Angaben des Herstellers Onlineshoppern daher größtmögliche Flexibilität beim Einkauf im Web. Robuste und schnittfeste Materialien, hochwertiges Aluminium und ein Sicherheitsschloss sorgen dafür, dass Päckchen und Pakete im PakSafe sicher aufgehoben sind, bis sie vom Empfänger entnommen werden.

Top-Trends: Was den mittelständischen Onlinehändler wirklich bewegt

05.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Anders als die Big Player wie Otto und Zalando beschäftigen den mittelständischen Onlinehändler weniger die innovativen Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Voice Commerce oder Virtual Reality, davon ist Shopmacher überzeugt. Für die breite Masse der mittelständischen Online-Händler seien diese superinnovativen Zukunftstrends eher Flops als Tops, weil sie schlicht noch an deren Realität, Anforderungen und Möglichkeiten vorbeigehen, argumentiert der Spezialist für Enterprise E-Commerce Plattformen,

Daher verfolgt Felix Gaksch, Chief Customer Officer von Shopmacher (siehe Foto; Copyright: Shopmacher), einen bodenständigeren Ansatz und orientiert an den "tatsächlichen und realistischen Herausforderungen" der mittelständischen Onlinehändler.

Aus Sicht von Shopmacher lauten die Top-Trends im E-Commerce für 2018 wie folgt:

1. Daten managen und Messen lernen

Eine Vielzahl von mittelständischen E-Commerce-Plattformen verfügt im Hintergrund auch heute noch nicht über Datenmodelle und Auswertungsmöglichkeiten. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn eine leistungsstarke Business Intelligence ist unabdingbare Voraussetzung zum Beispiel für die heute so wichtige Personalisierung und auch die fortlaufende Shopverbesserung. Wer misst, der weiß – wer nicht misst, der vermutet nur.

2. Rule of thumb: mobile optimization

Auch wenn es sich anhört wie ein alter Hut: Viele E-Commerce-Plattformen sind in Sachen mobile optimization noch lange nicht dort, wo sie angesichts der stetig wachsenden Bedeutung des mobile commerce eigentlich sein müssten. Und da geht es um weit mehr, als um einen zackigen Aufbau eines Shops auf einem mobilen Endgerät. Gemäß der ‚rule of thumb’ muss ein mobil optimierter Shop zum Beispiel reduzierte aber relevante Informationen auf Befehl des wischenden Daumens präzise und auf den Punkt präsentieren. Daran muss gearbeitet werden.

3. Content und inspirational commerce

Mit informativem und verführendem Content rund um das Produkt wird der anspruchsvolle Onlinekunde unserer Zeit bewusst und unbewusst in seinem Kaufwunsch bestärkt sowie ein Stück weit eben auch verführt. Mit Größe, Farbe und Preis aus dem Product Information Management ist es da nicht getan. Die Bereitschaft und auch das unterbewusste Verlangen, zum Beispiel einen hochwertigen und damit teuren Schuh zu kaufen, steigt beim Interessenten, wenn er erfährt, wie dieser aufwändig in der toskanischen Manufaktur produziert wurde. Diese Verführung müssen gute Plattformen bieten – dann klappt es auch mit der Konversion.

4. Konsequente Serviceorientierung

Betreiber von E-Commerce-Plattformen müssen für ihre Kunden serviceorientiert, konkret und individuell greif- und erlebbar sein. Das setzt zwingend das bereits erwähnte moderne  Datenmanagement voraus. Individuelle Kontaktaufnahmen für Terminabsprachen, Reparaturleistungen, Wunschliefertermine inklusive Same Day Delivery und vieles mehr sind heute unabdingbar und müssen noch viel mehr zum selbstverständlichen Standard werden, als sie es heute sind.

Bilanz: Ikea legt im Online-Geschäft kräftig zu

03.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Der schwedische Möbelhändler IKEA hat im Geschäftsjahr 2017 (1. September 2016 bis 31. August 2017) in Deutschland insbesonders im Online-Geschäft ein deutliches Umsatzplus erzielen können - um 30,7 Prozent auf 304 Millionen Euro. Ein Beleg für die konsequente Umsetzung der Multichannel-Strategie, mit dem Ziel, den Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten, das immer weniger zwischen online und offline unterscheidet. Schon 2014 wurde Ikea für sein Engagement um Multichannel-Lösungen mit dem Neo ausgezeichnet, dem Nachfolger des legendären Auszeichnung "Versender des Jahres".

Quelle: IKEA Deutschland GmbH & Co. KG/Inter IKEA Systems B.V. 2016

Insgesamt erwirtschaftete der Multichannel-Händler in Deutschland einen Umsatz von 4,867 Milliarden Euro - ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, aber zugleich deutlich abgeschwächter als im Vorjahr (7,2 Prozent Zuwachs). Drei neue Einrichtungshäuser in Wuppertal (September 2016), Wetzlar (Mai 2017) und Magdeburg (August 2017) haben zum Ergebnis von 2017 beigetragen. Unterm Strich sind es nun 53 Einrichtungshäuser in Deutschland, mehr als in jedem anderen IKEA Land. Zum Ende des Geschäftsjahres arbeiteten nach Angaben der Schweden 18.299 Menschen bei IKEA Deutschland und damit 432 mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich gaben die deutschen IKEA Kunden mit 92 Euro je Einkauf etwas mehr aus als im Vorjahr.

Seine Stärke sieht IKEA nach eigenen Angaben vor allem in der Kombination aus stationärem Einrichtungshaus und digitalen Einkaufskanälen. Dieses Zusammenspiel biete den Kunden sowohl Inspiration, Einkaufserlebnis als auch weitreichende Serviceangebote - gerade im Möbelhandel ein wichtiges Kaufargument, teilt der Möbelhändler mit.

An folgenden Stellschrauben hat der Multichannel-Händler im vergangenen Geschäftsjahr gedreht: 

  • Senkung der Preise
  • Alle Einrichtungshäuser verfügen inzwischen über Click&Collect,
  • Ausbau der Beratungskompetenz der Mitarbeiter bei der Küchenplanung
  • Virtuelle Zusatzmöglichkeiten zum IKEA Katalog.
  • Einführung der IKEA Kreditkarte gemeinsam mit der IKANO Bank und VISA

Ihr Zitat für den Versandhausberater

01.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

zum Jahresabschluss möchten wir Sie im Versandhausberater gerne zu Wort kommen lassen. Nutzen Sie die Möglichkeit, mit Ihrem Zitat, Ihrer Meinung, Ihrer konjunkturellen Prognose in einer der nächsten Ausgaben zu erscheinen.

Ihre Meinung ist uns wichtig.

Senden Sie uns dazu einfach Ihr Zitat zu, das eine oder mehrere der folgenden Fragen beantworten könnte. Die Zeichenanzahl kann zwischen 300 und 1.000 Zeichen umfassen.

  1. Wie ist Ihr Geschäftsjahr 2017/2018 verlaufen (Prognose/Einschätzung)? Gab es Überraschungen, welche?
  2. Was erwarten Sie für das kommende Jahr – für Ihr Unternehmen, für die Wirtschaft, für die Branche Versandhandel?
  3. Was ist Ihre ganz persönliche Erwartung für das kommende Jahr? Welche Herausforderung erwarten Sie?

Bitte senden Sie eine E-Mail mit Bild bis zum 10.12. zurück an michael.jansen@versandhausberater.de.

Ich freue mich auf Ihre Meinung.

Ihr

Michael Jansen,

Chefredakteur Versandhausberater

Rocket Internet-Bilanz: Mehr Wachstum und verbesserte Profitabilität

01.12.17 von Redaktion Versandhausberater

Ausgewählte Unternehmen in den Fokussektoren Food & Groceries (HelloFresh), Fashion (Global Fashion Group („GFG’’)), General Merchandise (Jumia) und Home & Living (Westwing und Home24) verzeichneten weiteres Umsatzwachstum in Höhe von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahrjahreszeitraum und erzielten einen aggregierten Netto-Umsatz von 1,85 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten des Jahres 2017. Dies teilt Rocket Internet mit.

Im Einzelnen nennt das Unternehmen folgende Zahlen:

HelloFresh, der weltweit führende Kochbox-Lieferant mit Zielmärkten in Nordamerika, Europa und Australien, erzielte in 9M 2017 einen Umsatz von 652 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von -64 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von -15,1 Prozent auf -9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem 2. November 2017 werden die Aktien von HelloFresh an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Nach dem Börsengang von Delivery Hero im Juni, war dies der zweite erfolgreiche Börsengang eines der ausgewählten Unternehmen in 2017.

GFG steigerte den Nettoumsatz in den ersten neun Monaten 2017 um 26,9 Prozent auf 767 Millionen Euro. Das Nettowarenvolumen einschließlich der Verkäufe über den Marktplatz erreichte 793 Millionen Euro, was einem Anstieg von 29,1 Prozent im Vergleich zu 9M 2016 entspricht. Haupttreiber für die Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge von -17,0 Prozent in 9M 2016 auf -10,0 Prozent in 9M 2017 war die verbesserte operative Effizienz (bei allen Zahlenangaben wurde Namshi nach der erfolgreichen Partnerschaft mit Emaar Malls und dem Erwerb von 51% der Anteile durch Emaar Malls nicht mit einbezogen).

Jumia, Afrikas führendes Online-Ökosystem, steigerte das Bruttowarenvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,4 Prozent auf 236 Millionen Euro in 9M 2017. Q3 2017 weist einen starken Anstieg des Bruttowarenvolumens von 69,7 Prozent im Vergleich zu Q3 2016 auf, was einem Bruttowarenvolumen von 92 Millionen Euro im laufenden Quartal entspricht.

Das Online Home & Living Unternehmen Home24 steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2017 auf 195 Millionen Euro, eine Steigerung um 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im dritten Quartal 2017 stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2016 um 16,4 Prozent und lag im laufenden Quartal bei 63 Millionen Euro. Home24 konnte seine bereinigte EBITDA-Marge von -19,5 Prozent in 9M 2016 auf -9,3 Prozent in den neuen Monaten 2017 deutlich verbessern, wozu auch die Verbesserung der Bruttomarge um 3,3 Prozentpunkte auf 43,9 Prozent in den neuen Monaten 2017 beigetragen hat. Home24 prüft verschiedene Finanzierungsoptionen, inklusive potenzielle Kapitalmarkttransaktionen, um das zukünftige Wachstum des Unternehmens zu finanzieren. Westwing erreichte eine signifikante Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge von -9,2 Prozent in 9M 2016 auf -4,5 Prozent in 9M 2017 und reduzierte damit die Verluste von 16 Millionen Euro in 9M 2016 auf 8 Millionen Euro in 9M 2017.

Marketing-Studie: Wirkung von Influencern auf Onlineshopper nimmt deutlich zu

30.11.17 von Redaktion Versandhausberater

Jeder sechste deutsche Online-User im Alter von 14 bis 29 Jahren hat bereits Produkte gekauft, die er zuvor bei einem Influencer sah. Das ist eines der Ergebnisse der Influencer-Marketing-Studie von Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und Influry. Bei den 30- bis 49-Jährigen haben immer noch sieben Prozent bereits ein Produkt gekauft, das sie zuvor bei Influencern sahen.

Bei den Online-Nutzern, die besonders Social-Media-affin sind, liegt der Anteil derer, die ein durch Influencer beworbenes Produkt gekauft haben, bei hohen 22 Prozent. Ein genauerer Blick auf die für Werbungtreibende in naher Zukunft wichtig werdende Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen zeigt sogar: 30 Prozent der Social-Media-affinen Online-Nutzer haben bereits von Influencern beworbene Produkte gekauft, das ist beinahe jeder Dritte. „Die Zahlen zeigen eindeutig, dass Influencer Marketing verkaufsfördernd wirkt“, sagt Marco Zingler (denkwerk), Vizepräsident des BVDW.

Die wichtigsten Kanäle zur Wahrnehmung von Produkten sind Facebook und Youtube. 52 Prozent der deutschen Online-Nutzer ab 14 Jahren sind auf Facebook bereits auf ein Produkt oder einen Service aufmerksam geworden. Bei Youtube sind dies 37 Prozent. Dahinter folgen Whatsapp (22 Prozent), Instagram (15 Prozent) und Google Plus (15 Prozent). „Interessant ist auch, dass jeder sechste Internetnutzer bei der Suche nach Informationen über Produkte und Services im Social Web tatsächlich fündig wird“, sagt Influry-Geschäftsführer Levin Vostell. „Eine strategisch geplante Integration von Influencern in den Marketing-Mix ist daher ein Muss.“

Zu den Branchen, die im Influencer Marketing derzeit am erfolgreichsten sind, gehört vor allem Food. Der Bereich zählt bei fast allen Altersklassen zu den Branchen, die von Influencer-afffinen Online-Nutzern am häufigsten gesucht werden. Bei den 14- bis 17-Jährigen ist nur Beauty beliebter. Sport steht bei den 18- bis 29-Jährigen bereits auf Platz zwei. Bei den 30- bis 49-Jährigen hingegen ist der News-Bereich nach Food die beliebteste Kategorie.

Hinweis: Ab dem 1. Dezember haben Agenturen und Unternehmen wieder die Möglichkeit, ihre Influencer-Marketing-Kampagnen beim Deutschen Digital Award einzureichen unter www.deutscherdigitalaward.de

Personalien: Klingel Gruppe besetzt Führungspositionen neu

29.11.17 von Redaktion Versandhausberater

Die Pforzheimer K - Mail Order GmbH & Co. KG (Klingel Gruppe), hat nach eigenen Angaben wichtige Führungspositionen neu besetzt. Bereits seit Oktober ist Beatrice Grünwald neues Mitglied der Geschäftsleitung. Sie wird die Marke Klingel künftig mit ihrer Produktkompetenz und ihrer sortimentsstrategischen Erfahrung unterstützen und zusammen mit Oliver Lenz leiten, teilen die Pforzheimer in einer Presseerklärung mit. Die 51-Jährige war in ihrer beruflichen Laufbahn unter anderem bei Bonita, Biba und Charles Vögele tätig – bei den beiden letztgenannten als Geschäftsführerin.

Personelle Veränderungen gibt es auch beim Spezialisten für Online Marketing K - New Media GmbH & Co. KG: Thorsten van der Velten, der die Geschäfte der hundertprozentigen Klingel Tochter bislang leitete, gibt die unternehmerische Verantwortung an den bisherigen CFO Markus Winter ab. Van der Velten übernimmt stattdessen die Führung der neu gegründeten K - Lifestyle GmbH & Co. KG. K - Lifestyle fungiert als Zwischenholding und hält Beteiligungen an den im Juli 2017 erworbenen creatrade Consumer Marken Conleys, MiaVilla und Impressionen. Darüber hinaus unterstützt K - Lifestyle das B2C-Geschäft mit Shared Services. 

Die ebenfalls zugekaufte Schneider GmbH & Co. KG bleibt im Business-to-Business Bereich ein eigenständiges Unternehmen. Für ihre Geschäfte zeichnet Anna-Sabine Büscher verantwortlich, die von Schneider übernommen wurde. Die Trennung der Geschäfte in die Bereiche B2B und B2C sei ein zentraler Schritt nach der Übernahme der creatrade-Gruppe im Juli 2017 gewesen, teilt das Unternehmen mit.

Im B2C Geschäft ist die Führungsriege mit der Berufung von Andreas Schröder in das Geschäftsführungsteam der Impressionen Versand GmbH seit dem 1. Oktober komplett. Andreas Schröder, der zuvor die Geschäfte des Spezialversenders für Kinder- und Umstandsmode Vertbaudet leitete, führt das Unternehmen jetzt gemeinsam mit Sabine Enders.

Bei der Conleys Modekontor GmbH und der MiaVilla GmbH konnte das Management nach der Übernahme erhalten werden: Geschäftsführer bei Conleys bleibt Sven Hansen, Meike Arendt verantwortet weiterhin die Geschäfte des Onlineshops für Möbel und Wohnaccessoires MiaVilla. Co-Geschäftsführer aller drei Marken ist Thorsten van der Velten.

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