Wir hatten es hier immer wieder analysiert und prognostiziert: PPR hat keinen Spaß an seinen Handelsaktivitäten und würde sich am liebsten auf die Luxusmarken konzentrieren. Nun also der Vollzug: Bis zu 70 Prozent seines Geschäftsvolumens werden zur Disposition gestellt.
Kürzlich notierten wir im Blog, dass eine Allianz von Redcats und Primondo, die lange angestrebt worden war, eine Allianz der Schwachen gewesen wäre. Es ist dazu nicht gekommen, und offenbar mit Grund. Künftig will sich Francois Henri Pinault auf Marken konzentrieren, die sein bestehendes Portefeuille abrunden könnten. Medien mutmaßen, dass PPR Interesse z.B. an Tommy Hilfiger oder Abercrombie& Fitch haben könnte.
In welcher Form die Handelsaktivitäten auf den Markt geworfen werden, ist bislang noch nicht bekannt. Auch die gut laufenden Aktivitäten wie die Medien-Kette fnac sollen verkauft werden. Hierfür dürften sich - wie auch für etliche Spezialversender - leichter Käufer finden als für die bedrängte Universalsparte La Redoute. Vertbaudet beispielsweise gilt als Filetstück in der Kindermode. Otto hätte ihn gerne vor einigen Jahren übernommen, aber damals kam PPR zum Zuge. Nun hat Otto MyToys hochgezogen. Aber für Fonds ist das Unternehmen noch immer ein interessantes Objekt.


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