Marketing-Trend: Händler erproben Pop-Up-Stores

Marketing-Trend: Händler erproben Pop-Up-Stores

16.12.2011 | Versandhausberater Nr. 50 von Redaktion Versandhausberater

Nachdem Frontline in den vergangenen Jahren bereits mehrmals einen lokalen Pop-Up-Store eröffnet hatte, ist nun auch eBay für kurze Zeit im stationären Handel präsent beziehungsweise präsent gewesen. 

Anfang Dezember konnten Verbraucher im Londoner Westend einen so genannten „Christmas Shop“ besuchen und dort 350 ausgesuchte eBay-Bestseller vor Ort begutachten. Wie bei den Pop-Up-Stores von Frontline konnten Verbraucher bei Interesse die ausgestellten Produkte auch im eBay-Shop direkt ordern. Während Frontline in seinen temporären Showrooms aber Notebooks zum Bestellen bereit hält, konnten Kunden im eBay-Shop ihre Ware direkt per Smartphone bestellen.  Dazu musste man nur die QR-Codes abfotografieren, die auf Etiketten an der Ware abgedruckt worden waren.

Einen völlig anderen Ansatz wiederum verfolgt der Samwer-Shop 7trends, der nun zusammen mit der Stuttgarter Social-Software-Schmiede Edelight den ersten Online-Popup-Store Deutschlands eröffnet hat. Zu finden ist das Angebot online auf einer Unterseite des Mode-Portals Instyle, für das Edelight unter Shop.Instyle.de bereits Produkte andere Händler auf CPO-Basis vertreibt. 

Passend zu Weihnachten werden im Pop-Up-Store festliche Kleider angeboten, auf die 7Trends einen Aktionsrabatt von 20 Prozent gewährt. Diesen bekommt man allerdings nur, wenn man bei einer Bestellung einen entsprechenden Gutschein-Code eingibt. Zum Kauf werden Nutzer auf den klassischen Online-Shop von 7Trends geleitet, wo sich der Code beim Checkout eintippen lässt. 

Letztlich unterscheidet sich also nicht nur der Kanal, sondern auch die Strategie von 7Trends deutlich von der Vorgehensweise von eBay und Frontline. Während diese Anbieter ihre Artikel vor Ort durch physische Pop-Up-Stores haptisch erlebbar machen und Vertrauen bei Kunden aufbauen möchten, verkauft 7Trends online über den Preis. 

Andere Möglichkeiten bleiben auch kaum. Ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis jedenfalls lässt sich in einem virtuellen Pop-Up-Store kaum abbilden. Schließlich drängen die Online-Pureplayer ja mit Pop-Up-Stores in den Einzelhandel, um Kunden mehr Einkaufsatmosphäre zu bieten. Aus diesem Grund sind Pop-Up-Stores als Line Extension in den lokalen Handel durchaus eine interessante Option. Virtuelle Pop-Up-Stores dagegen eignen sich fast nur für Saison- und B-Ware.

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Stephan Meixner
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