Überraschend schnell könnte es zu einer Lösung in der Versandhandelssparte von Arcandor kommen: Wie der Insolvenzverwalter der Quelle heute mitteilte, könnte ein Verkauf an einen von vier potentiellen Investoren schon im Oktober erfolgen.
Ohne weiter in Details zu gehen, sagte der Insolvenzverwalter, die vier Interessenten hätten sämtlich Branchenerfahrungen vorzuweisen. Sie würden derzeit bereits viel Geld in die Hand nehmen, um die Situation der Quelle zu prüfen. Bis zu 1 Mio. Euro würden dafür schon aufgewendet.
Für die Investoren sei es besonders wichtig, rasch eine Entscheidung zu fällen, um mit dem Schwung des Weihnachtsgeschäftes in die Sanierung zu starten.
Ob die Investoren jeweils an Quelle und Primondo inklusive Spezialversendern interessiert sind, sagte der Insolvenzverwalter nicht. Auch nicht, ob mit dem Kauf entsprechende Vereinbarungen für die Logistik- und Servicegesellschaften verbunden sind.
Für die Transfergesellschaften gibt es noch immer keine definitve Lösung. Wie berichtet, wurde eine bayerische Lösung für die in Fürth betroffenen Mitarbeitern gesplittet: 450 gehen per Oktober bis Ende März 2010 in eine Beschäftigungsgesellschaft, die von Quelle finanziert wird. Für die weiteren 1350 dort betroffenen Mitarbeiter sollen Beihilfen des Freistaates Bayern mit EU-Genehmigung zur Verfügung gestellt werden. Bundesweit müssen 3100 Stellen abgebaut werden.


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