Laut einem Bericht des Wallstreet Journal (WSJ) plant Google, in naher Zukunft selbst E-Commerce zu betreiben. Der Suchgigant wird dem Artikel zufolge aber nicht direkt als Händler auftreten, sondern mit Multi-Channel-Händlern und Logistik-Dienstleistern kooperieren. Ziel sei angeblich ein Online-Marktplatz, auf dem Konsumenten die Artikel von verschiedenen Händlern bestellen und bereits innerhalb nur eines Tages für eine geringe Gebühr zugestellt bekommen sollen.
Als mögliche Plattform ist die Google-Produktsuche im Gespräch. Für seinen Online-Preisvergleich indexiert Google seit Herbst erstmals auch Filialbestände von lokalen Ladengeschäften. Wer diese Angebote kaufen will, muss bislang aber direkt den Händler kontaktieren. Es ist daher durchaus realistisch, dass Google seine Produktsuche künftig um einen „Kaufen“-Button erweitern wird. Kurierdienste könnten die Bestellungen dann bei einer Filiale in der Nähe des Kunden abholen und auf diese Weise schnell an Konsumenten ausliefern - angeblich ist auch genau so ein System geplant. Hierzulande verfolgt mit Gaxsys bereits ein Logistik-Dienstleister ein ähnliches Shopping-Konzept.
Google drängt anscheinend in den E-Commerce, da der Suchgigant zunehmend unter Amazon leide. Laut WSJ suchen in den USA immer mehr Konsumenten nach Produkten bei Amazon, ohne den Umweg über Google zu nehmen. Das bedroht natürlich das ureigene Google-Geschäftsmodell, das davon lebt, Anbieter und Interessenten über kostenpflichtige Services wie AdWords zusammen zu bringen.


Der „Versandhausberater“ bietet regelmäßig exklusive Praxis-Seminare rund um die Themen Kataloggestaltung, Onlineshop-Optimierung, Versandhandelsrecht und Social Media an.







