So verleihen Sie Markenwerbung Verkaufs-Geschwindigkeit

So verleihen Sie Markenwerbung Verkaufs-Geschwindigkeit

14.05.2010 | Versandhausberater Nr. 0 von Redaktion Versandhausberater

Ich bin über eine Reihe Bilder von Richard G. Rosen gestolpert. Vor einiger Zeit habe ich schon einmal über seinen „Velocity“-Ansatz geschrieben, aber hier ist jetzt die Umsetzung mit Bildern.

Zunächst aber kurz, worum es eigentlich geht. Marken wollen verkaufen, oft und immer lieber sogar direkt. Andererseits soll die Marke nicht durch zu viel „Verkaufe“ ramponiert werden. Shopping-Clubs sind die eine Lösung. Geschickter Umgang mit Text und Bild ein anderer.

Umgekehrt können Versender sich in die andere Richtung bewegen. Zurück vom Verkaufskonzept zu einem eher Marken-orientierten Ansatz. Das ganze auf einer Skala von 10 Schritten.

Beginnen wir mit dem typischen Marken-Image:




Zweifellos ein hoch emotionales Bild. Aber kein Call to Action. Was wäre der erste, kleine Impuls?

Nicht mehr als eine Internet-Adresse, hier kaum erkennbar unter dem Marken-Namen. Zusätzlich drei ebenfalls schön fotografierte Schläger. Auf diesem Niveau sind die meisten Marken und stationären Einzelhändler stehengeblieben. Dabei ist es nur ein kleiner Schritt, um ohne Imageverlust mehr zu erreichen:

Das Bildmotiv dominiert weiter, aber ein Verkaufstext ergänzt die Markenstory. Und unter der Internet-Adresse findet sich eine Hotline-Nummer.

Kaum veränderte Bild-Text-Anteile, aber zum einen werden die Kontakt-Möglichkeiten verstärkt, zum zweiten Produktdetails verkäuferisch vereinzelt.

Ein deutlicher Sprung: Das Markenbild wird durch die ebenfalls stark emotionalen „Clubs“ ersetzt, jeder mit einer kleinen Textklinke. In der Copy findet sich neben einer Aussage („The most popular driver in the PGA“) erstmals ein „halber“ Call-to-Action („FREE golf balls just for registering“).

Mehr Raum für Text, und gleich drei Calls to Action: „See for yourself“ - „Register Online“ - „Buy and get a great deal“. Und: Das Angebot ist zeitlich begrenzt.

Wunderschön: Aus „For every player, there is a club“ wird eine ergänzende Frage: „Which club is waiting for you?“ Unten kommt ein klassischer Igel zum Einsatz: Die Leser sind am Haken und werden die Produktvorteile intensiv studieren.

Die Markenfotografie tritt deutlich zurück, das Verkaufsangebot in den Vordergrund. Garantien, Preis, eine Johnson-Box... Dominant aber bleibt das ästhetische Foto als Anker.

Eine klassische Verkaufsanzeige. Die Fotografie ist nicht mehr Marken-orientiert, sondern Detail-lastig.

Und noch etwas rote Farbe dazu, kleine Up-Sells, ein „Burst“ mit der Garantie. Weiter kann man sich nicht mehr von der Marken-Anzeige entfernen.

Gehen Sie diesen Weg rückwärts, und Sie finden als Direktmarketer zurück zu immer noch verkaufenden, aber eher Marken-orientierten Werbeformaten. Vor allem aber: Verlernen Sie nie das Handwerk. Auch wenn derzeit alle erklären, dass sich die Welt rasant ändert: Was Kunden über Jahrtausende auf Märkten gelernt haben, verlieren Sie nicht durch neue Technologien wie das Internet.

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