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 (Bild: Deutsche Post DHL Group)
Bild: Deutsche Post DHL Group

Beschwerden über Paketdienste nehmen zu - trotz Corona

07.07.2020 - Auch im ersten Halbjahr 2020 ist die Zahl der Beschwerden über Paketdienste gestiegen, meldet die Bundesnetzagentur auf Anfrage.

von Dominik Grollmann

Im ersten Halbjahr 2020 haben sich Kunden erneut deutlich häufiger über die Deutsche Post und ihre Wettbewerber beschwert als im Jahr zuvor. Bei der Bundesnetzagentur gingen bis Ende Juni mehr als 10.000 schriftliche Beschwerden ein, wie die Behörde der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Anfrage mitteilte. 2019 waren es im gleichen Zeitraum rund 8.700 Beschwerden.

Rund die Hälfte der Meldungen betrafen demnach Pakete, häufigstes Thema waren Probleme bei der Zustellung. Das ist insofern erstaunlich, als nach Aussagen von Paketdienstleistern die Zustellung bei Privathaushalten während der Coronakrise besser klappte als in anderen Zeiten. Andererseits stieg aber auch das Bestellvolumen erheblich und stellte die Dienste vor erhebliche Herausforderungen.

Eine andere Erklärung für die steigenden Beschwerden ist, dass viele Kunden durch die regelmäßige Berichterstattung zum Thema überhaupt erst erfahren haben, dass sie bei der Bundesnetzagentur Zustellprobleme melden können. Vielen Bürgern war dies vermutlich lange gar nicht bekannt.

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