Nachrichten aus dem Versandhandel

Zalando vs. Otto: Wie das Start-Up etablierte Wettbewerber sieht

von Stephan Meixner

26.04.2012 - Auf dem E-Commerce-Tag in Berlin habe ich vergangenen Woche einen Vortrag über die wahren Trends und Herausforderungen im E-Commerce gehalten (denn Abo-Modelle, Gamification und Social Commerce entscheiden auf absehbare Zeit bestimmt nicht über Wohl und Wehe eines Online-Händlers).
Nach mir hatte dann Oliver Roskopf das Podium betreten. Und was der Online-Marketing-Chef von Zalando anschließend erzählte, hat mir nur noch einmal bestätigt: wie strukturiert und diszipliniert die Berliner aktuell den Online-Modehandel aufrollen.

Das zeigt stellvertretend das Chart, mit dem die Berliner den Erfolg ihrer TV-Investments belegen können. Demnach steigen die Zugriffe auf den Online-Shop rasant an, wenn ein Spot ausgestrahlt wurde (zu sehen an den markierten Spitzen im Chart)
Zunächst hatte Roskopf verdeutlicht, welch beeindruckende Entwicklung die lange belächelten Berliner in den vergangenen knapp vier Jahren genommen haben.
Anschließend wurde verdeutlicht, wo die Reise in Zukunft hingehen soll. Auf der Agenda stehen damit vor allem die Themen Internationalisierung und Sortimentserweiterung (beides dürfte Lesern des Versandhausberaters durchaus bekannt vorkommen ;-)
Auch interessant zu sehen/hören war, wie sich Zalando gegenüber Wettbewerbern distanziert. Demnach gelten übrigens die etablierten Mode-Versender Baur, Otto und Neckermann in der Zalando-Denke als "altmodisch". Ob Zalando aber wirklich für sein gutes Preis-Leistungsverhältnis wahrgenommen wird, bezweifle ich ein wenig. Meiner Erfahrung nach gilt Zalando durchaus als (über-)teuer(t).
Einen Seitenhieb auf Otto beinhaltet auch das Chart zu Zalandos Social-Media-Aktivitäten. So habe Zalando zwar nur halb so viele Facebook-Fans wie Otto. Dafür aber falle die Zahl der aktiven Facebook-Fans deutlich höher aus.
Zum Weiterlesen:
Der zunehmend Konkurrenzdruck durch Online-Pureplayer wie Zalando gilt auch als Grund, warum Otto sein Restrukturierungsprogramm "Fokus" plant. Weitere Stimmen sowie alle Fakten zum geplanten Fokus-Projekt gibt es ab morgen in der aktuellen Print-Ausgabe vom Versandhausberater. Wer noch kein Heft bekommt: Interessenten können hier ein Probe-Abo abschließen und den Versandhausberater 30 Tage lang kostenlos testen .

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